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(Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte dort abgeben.)

oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.

Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der Feststellung, dass ich mit Kristian Köhntopp übereinstimme, das es auf folgende Frage hinaus läuft:

Hier ist die Wahl. Sie ist die einzige Wahl. Sie ist digital, wie das
Medium, das die Wahl erzwingt:
1. Kopieren hinnehmen.
2. jede Kommunikation von Jedermann mit jedem anderen immer auf ihre Legalität hin untersuchen und filtern.
Wenn Fall 2 nicht stattfindet, bildet sich sofort ein Overlay-Netzwerk und Fall 1 tritt ein.

Wir alle erleben gerade selbst, mehr oder weniger am eigenen Leibe, welche Grundrechte und Freiheiten die Verteidiger der Informationskontrolle zum Erhalt eben jener zu opfern bereit sind.

Dieses ist nicht hinnehmbar, weshalb ich mich entschieden auf die Seite der Informationsfreiheit stelle. Doch was bedeutet Informationsfreiheit für mich?

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Starre auf die blanke Fläche,
Sinniere, wie ich sie breche,
Informationen, kompakt & gut,
In lockres lesbares Lesegut.

Umkreis die imaginäre Beute,
stell Fallen auf, Abschnitte,
Stichpunkte, Sätze, Schritte,
um se jetz zu fangen, heute!

Fang zögerlich an & redigiere.
Fahre klobig fort & reduziere,
skeptisch das Werk betrachten,
solltichs nicht mehr beachten?

Seufze auf in Frustration.
So scheiterts an Resignation.
Die wohlüberlegten Gedanken,
dicht an Schreibschranken.

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Es gibt da so ein Muster welches mir immer wieder in sozialen Diskussionen begegnet. Man müht sich ab, seine Position deutlich zu machen, versucht sie mit Argumenten, Beispielen, Lemmata zu untermauern um dann auf das Muster, ich nenn es mal “vorsichtiges Anerkennen” zu treffen.

Dieses tritt in diversen Variationen auf, besteht aber immer aus zwei zentralen Momenten: nämlich der Zustimmung und der Abwägung. Mal heißt die Formulierung “Es ehrt dich, dass du das so sehen kannst, aber ich kann das nicht.” ein andern Mal “Wenn ich mich so verhalten, dann bin ich der Depp”. Wichtig ist, dass die Argumentation für die Abwägung darauf fußt, dass “die Welt” bzw. ”man selbst” ja nun mal so sei und das einfach nicht ändern könne.

Das ganze ist rein Argumentationstheoretisch extrem anstrengend und frustrierend. Den Diskussionspartner_in stimmt zwar der eigenen Argumentation zu relativiert aber sofort im Anschluss mit meist exakt den selben Verhältnissen, gegen die man mit seiner Argumentation angehen will. Oder, anders formuliert: es wird einen zwar zugestimmt aber aus irgendwelchen Gründen, die ich jetzt gar nicht näher erläutern will, scheut Diskussionspartner_in dann doch die Konsequenz des Anerkannten.

Ich bin von diesem Verhalten zumindest extrem frustriert und neige dazu, die Gegenseite einfach zu ignorieren. Hättet ihr da eine bessere Idee, wie man dagegen vorgehen könnte?

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