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Geschriebenes
Der Lange Weg Zur Zufriedenheit
10/01/12
Mit Freunden gelacht, gemacht, gehacht.
Von jenen vieles erlernt, perlte vieles Lob.
Von andren geschätzt, manches Glas erhob.
Mit bekommen, mit Zweifel, aber mit gemacht.
Die Skepsis hat Gründe, stahl ich mir doch Ziele.
Und mit denen Pläne, Ehrgeiz getriebene. Spiele
Und Tanz gehörtn stets zu mir, ja auch Helligkeit
Die strahlte, den Weg bahnte in Selbstgefälligkeit.
Aber davor beim wachsen, lernt ich zu verachten.
Wie mir ergibt leben & denken, handlen & lenken,
Wie’s mich treibt vor Intresse & Suche nach Sinn.
Aber dies versteckte lange, vergessen in mir drinn.
Also steh ich mir, wie die andren, selbst im Weg,
Zur Veränderung, zur Akzeptanz meines Selbst,
Zur Wegfindung, Planfindung, Abfindung,
Also pack ich das jetzt an. Seh ja’n Steg.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fliege zur Sonne meiner Erwartungen.
Gelenke schmelzen, bersten unruhig.
Falle hinab, zur Frustration am Boden.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Pralle auf, Pläne platzen, Power aus.
Stehe wieder auf, genervt und stetig.
Arme tief durch, schaue um & voraus.
Prüf grob Status, Säumeligkeiten, Soll.
Fege Scherben, kläre, analysiere eifrig.
Gehe gemütlich, Kraft strömt wie toll.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fang an zu laufen, zu jagen an Orten.
Der Zusammenkunft, nie überdrüssig.
Springe, hebe ab, gen Sonne fliegen.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Blanke Fläche
25/10/11
Starre auf die blanke Fläche, Sinniere, wie ich sie breche, Informationen, kompakt & gut, In lockres lesbares Lesegut. Umkreis die imaginäre Beute, stell Fallen auf, Abschnitte, Stichpunkte, Sätze, Schritte, um se jetz zu fangen, heute! Fang zögerlich an & redigiere. Fahre klobig fort & reduziere, skeptisch das Werk betrachten, solltichs nicht mehr beachten? Seufze auf in Frustration. So scheiterts an Resignation. Die wohlüberlegten Gedanken, dicht an Schreibschranken.
Mag nicht am Zwang zerbrechen
21/09/11
Da steh ich, übend in Zufriedenheit.
Streite mit Worten für die Freiheit.
Streite mich über Gleichgestelltheit.
Da wissend meiner Unvollständigkeit.
Mag nicht mehr stets aussichtslos hoffen.
Mag nicht die Hoffnung der Gebundenen.
Mag nicht das Jammern der Geschundenen.
Mag nicht mehr, von Tagträumen getroffen,
Mir die Linderung durch in Überwindung
Durch die Leitung Angeschriebe erhoffen.
Durch dies Verhalten, ich sag’s ganz offen,
Mir erschien wie normativ geprägter Dung.
Mag nicht von Gnade abhängen.
Mag meine Evolution genießen.
Mag’s endlich nimma vermissen.
Mag nicht am Zwang zerbrechen.
Abgestumpft?
08/09/11
Ich seh den Schmerz in deinen Augen.
Ich geh vorbei, will es nicht ertragen.
Ihr verletzt euch nach alten Mustern.
Ihr zersetzt euch mit alten Lastern.
Die Leiden sind mir vertraut, die dich bedrücken.
Kenn dich zwar nicht und doch ist’s wohlbekannt.
Kenn Mechanismen, Methoden, Möglichkeiten.
Die Wissenschaft erklärt’s, meiner Denke verwandt.
Doch schreckte ich noch jedes Mal zurück,
Wenn ich mir vertraute Abgründe erblickte.
Wenn Hilfe nötig, aber kaum möglich wirkte.
Doch hattich’s nicht beschlossen? Kein Stück
Wollt ich abweichen vom Pfad des Denkers.
Wollt die Zeit sparen für den des Schreibers.
Wichtig ist’s dass meine Art dem Pfade folgt.
Wichtig auch, nicht falschem Gewissen gebeugt.
Interesse geweckt,
Emotionen erweckt,
Indizien gecheckt,
Erscheinen schmeckt.
Kontakt erhalten,
Karma wirken,
Ansichten walten,
Absichten galten.
Zuneigung ersehen,
Gefühle überragen,
Zweifel entstehen,
Gedanken überschlagen!
Emotionen entschlackt,
Erleichterung erschreckt,
Aufbruch lockt,
Abkühlen rockt.
Gemeinsam Einsam
21/06/11
Es überkommt mich immer wieder,
Bei Festen, beim Tanzen, wie Fieber.
Allerorten, jederzeit, ohne suchen.
Unter Freunden, auch wirklich Guten!
Ich schau mir die Leute an,
Merke, ich bin nicht allein.
Jeder kämpft sich voran,
Im Leidenskampf vom Sein.
Umgeben von unsichtbaren Wänden
Geformt aus Normen, Werten, Idealen.
Aus Tradition vorgegeben, eigenhändig
Übernommen scheint’s ewig beständig.
Die Ironie des Seins
Herdentiere allesamt
Jedoch, so scheints,
Gemeinsam einsam.
Ich hab ne Normbürgerallergie
31/05/11
Es gibt Sie allerorten, in nah und fern.
Kommen vor in Masse, halten sich für Klasse.
Normale Leute, die Weltbilder unversehrn.
Wär falsch, wenn man sie dafür hasse.
Sie folgen den alten Riten,
So wie man das immer tut,
Gern wirkend, als bekäm’n
se immer allet unter’n Hut.
Vom Qualitätsjournalismus gut informiert.
Von der Gesellschaft Vorsprung überzeugt.
Vom Vorwurf des Imperialismus pickiert,
Von des Kritikers Verfolgungswahn bezeugt.
Revolutionen tun se erschrecken.
Mahnung verwundert rezipiert.
Wandel? Unrealistisch! Lachen.
Sichre Zukunft weiter konzipiert.
Und ich armer Mensch? Ich kann nisch anders.
Muss mahnen, meinen, mitteilen, weiter gehen.
Schade isses, wenn’s ihnen den Tag vermiesns.
Doch isses wichtig aufrichtig für uns einzustehen.
Mensch…
25/04/11
ich kenn schon kaputte Leute,
allerelei Volk, von überall her,
fügen sich dem Tritt von heute,
funktionieren bemüht, gar sehr.
Sie sind im Geiste eingefangen,
von Geschichten des So-Seins,
in der Muttermilch aufgesogen,
im homogenen Kanon vereins.
Verletzt von speer’nen Idealen,
alle trennende Leistungspflicht,
gehormsam am Schaft schieben,
tiefer in ihr Selbst, bis es bricht.
Manche bleiben liegen im Dreck,
kriechen weiter im ewigen Kampf,
viele gehen weiter, im Geiste weg,
wenige wandeln den Speer zu Dampf.
An der Konsumwarteschlange
14/04/11
Gleichsames bliepen.
Abgepackte Individualitat.
Unterdrücktes fiepen.
Gespielte Souveränität.
Totes Fleisch im Cellophan.
Obst, fern gepflückt von Kinderhand.
Werkzeug, kaum von Güte & Bestand.
Fraß, maximal erlaubt vergiftet,
portioniert, gestückelt & gestiftet.
Schnell wat auf’n hohlen Zahn.
Warten in stumm erzwungener Enge,
der Kleine vorn schlägt über Stränge.
Ich, inmitten, sehne mich voll Traurigkeit,
nach Respekt, Wärme & Ehrlichkeit.

