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Autor: Björn Hase
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    Geschriebenes

    Sprossen,,,

    23/06/10

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Immer schneller, immer weiter. Wir werden sie ewig hinauf steigen.

    Wir achten nicht auf den Rand der Stiege, an dem die Pflanzen welken.
    Achten nicht auf den ganzen Müll, der auf unseren Weg herunterfällt und sich in den Meeren sammelt.
    Achten nicht darauf, wie unser schnell außer Sicht gebrannter Ausschuß die Flüße, Berge und Täler verseucht.
    Wir sind zu sehr mit dem Aufstieg beschäftigt, um solcherlei Unfug anzuhängen, auf die warnenden zu achten.

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Das haben schon alle Menschen so getan. Das kennen wir gar nicht anders.

    Wir erzählen uns, die “Krone der Schöpfung” zu sein, die sich die Erde zu Untertan zu machen habe.
    Erzählen uns, wir wären von Natur aus zu Neid und Gier gehalten, der Lust und dem Trieb verfallen.
    Erzählen uns, wir könnten uns nicht ändern, während wir uns selbst ständig immer wieder neu definieren.
    Wir sind gefangen in unseren Geschichten. Den Visionen und Träumen, die wir uns über uns selbst erzählen.

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Denn auf dem Weg liegt Herrlichkeit, im ewigen Aufstieg die Freitreppe hinauf.

    Wir vermeiden das kritische Denken. Hinterfragen ist nicht gern gesehn.
    Vermeiden uns selbst was zu schenken. Werfen’s besser weg, wenn’s keiner mehr kauft.
    Vermeiden an andre zu denken, den Blick auf’s Elend zu lenken oder uns für sie gar zu verrenken.
    Wir wollen nichts neues bedenken, kein andren Weg einlenken. Der Vernunfts Stimme gilt’s zu vermeiden.

    Wir steigen die hinauf die Sprossen.
    Die Sprossen, gebaut aus unsren Knochen. Die Sprossen, wohlauf, das wird begossen! Die Sprossen,,,

    Sprossen zum Wahn!

    Auf der Jagd

    26/04/10

    Mal ein anderer Text. Vielleicht ein Bruch in diesem Blog, vielleicht werde ich aber auch ein neues Blog aufmachen und dieses Blog wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zurückführen, ich werde sehen,,,

    Und so komme ich ein weiteres Mal zur Ruhe, versuche mich zu sammeln, zu begreifen, wer ich bin und wer ich sein will.

    Aber es ist eine lauernde Ruhe, ein Moment des Nachtankens aus meinen scheinbar unerschöpflichen Kraftvorrat. Im nächsten günstigen Moment bin ich auch schon dabei mit all jener Kraft voran zu preschen, nur das aktuelle Ziel vor Augen.
    Ich habe mich schon oft in einer Jagd verloren, alles andere, auch mich selbst, vollkommen selbstverständlich vollkommen ignoriert. Irgendwann ist dann die Hatz beendet oder uninteressant geworden. Dann wird das nächste ehrgeiz’ge Ziel vor’s Korn genommen und ich entflamme erneut im Fieber der Jagd.

    Oder aber, und das kommt leider oft genug vor, ich verliere mich in dem Reiz von Neuem sowie neu Entdecktem. Doch es treibt mich weiter zu meinen Zielen und bald darauf empfinde ich Reue darüber, dass ich jetzt gerade nicht an diesem Zeit weiter arbeite oder über die ganzen anderen von mir oder anderen so empfunden Fehltritten in meinem Leben. Diese Reue kann lähmend wirken und mich sogar für Zeiträume in Lustlosigkeit & Selbsthass versinken lassen. Doch ich habe gelernt, ihr nicht viel Platz zu gewähren, denn sie ist zum einen fragwürdig und zum anderen kontraproduktiv.

    Doch das war nicht immer so und es wurden mir gewisse Krücken gereicht, um mit mir und der Welt, in der ich Lebe, klar zu kommen. Mittel die mich angleichen, die mir halfen aus dem Ping-Pong meiner Gefühle auszubrechen, ihren Wellengang  zu beruhigen, mir meiner selbst bewusst zu werden ohne mir dabei im Wege zu stehen. In gewisser Form ist man durch diese Krücken angeglichen & wäre diese Welt eine andere, dann wäre es wahrscheinlich auch nie so weit gekommen.

    Denn es ist ja auch gut, dass ich so bin. Ein Quell von Ideen, ein Jäger des Wissens und erstaunlicherweise ein Vorbild für einige. Motivator, Zuhörer, Katalysator, Visionär und vieles mehr. Und doch, habe ich meine Bestimmung noch lange nicht erfüllt und fühle mich immer wieder entrückt, verzückt, entsetzt und verletzt von mir und meinen Mitmenschen. Ich will dieses Leben nicht missen und schätze die Erfahrungen, die ich machen durfte.

    Und der Sinn von alle dem?
    Der liegt in dem, dem ich ihm gebe. Ich benötige immer ein großes Ziel, auf welche ich zustreben will und wählte mir schon vor langer Zeit, das Ziel für mich in meiner Existenz. Aber man verliert es immer wieder mal gerne aus den Augen und kommt vom weg ab. Und so werde ich weiter nach Wissen & Erkenntnis jagen und solche Texte wie diesen bald mal in einem anderen Blog veröffentlichen ;)

    acid

    Ich war heute beim Aktionstag – “Sicherheit im Netz”. Also eigentlich bin ich da nur hin, weil eine Bekannte aus dem C3PB fragte, ob wer mitkommen möchte und das nicht uninteressant klang. Nun ja, wir kamen leicht verspätet an und waren auch schon direkt im ersten Vortrag.

    Dieser war von Regine Pfeiffer und befasste sich größtenteils mit “Abzocke”, also dem üblichen Konzept von Browsergames. Dazu streute sie noch ein paar “Gewaltszenen” aus GTA4 ein. Was mich an diesem Vortrag am meisten störte, war neben dem unstrukturierten durch-Mindmaps-geklicke ihre unwissenschaftliche Vortragsart. Schon hart genug, wenn man Trolle aus Foren zur Unterstützung seiner Standpunkte oder als Beleg aufführt, dass sie Wikipedia als Quelle referenziert sei ihr von mir aus auch noch gestattet. Die “Gewaltszenen”, wie auch alle Spieleszenen in ihrem Vortrag und dem späteren Workshop dröhnten auf maximaler Lautstärke über die Boxen (und verschluckten wohl auch ein oder zwei Halbsätze von ihr). Aber ich dachte mir die ganze Zeit: “Und wo ist jetzt dein Punkt?”
    Sie zeigte wohl ein paar Extremfälle und zog dann noch ein bisschen über ein ausgezeichnetes Browsergame her, aber eine Betrachtung, wie das ganze funktioniert, weshalb das ganze den so verwerflich wäre, was man dagegen tun könnte oder auch nur, weshalb die Leute überhaupt Browsergames spielen fehlte völlig. Die “Gewaltszenen” wurden fast ohne Kommentar vorgestellt.

    Anschließend war dann Dr. Sonja Ganguin an der Reihe. In einem gut strukturierten Vortrag erzählte sie von ihrer Arbeit beim Bundesspielepreis und von “SeriousGames”. Sie griff dazu auch auf einen Arte-Beitrag zurück (wahrscheinlich war der Laptop von Frau Pfeiffer deshalb so laut eingestellt gewesen, auf dem hielt sie nämlich den Vortrag), aber ansonsten machte sie einen sehr kompetenten Eindruck und zeichnete auch ein wesentlich reflektierteres Bild von Computerspielen. Sie ging sogar darauf ein, dass es Bestrebungen gibt, Computerspiele als Kunst anzuerkennen und zeigte auch die Widerstände dazu auf, die sich in Form einer Erklärung gebildet hatten. Lustigerweise hatte Frau Pfeiffer diese auch unterzeichnet, rief dann aber auch prompt durch den Raum, dass sie sich öffentlich wieder von dieser Erklärung distanziert hatte.

    Nach der Pause entschied ich mich dann spontan,  dem “Workshop” von Frau Pfeiffer beizuwohnen, irgendwie war mir mal wieder nach einer ordentlichen Diskussion. Allerdings kam diese nicht wirklich auf, denn sie zeigte nur wieder ein paar Gewaltszenen ohne etwas dazu sagen und hielt anschließend einen Vortrag über die Gründe der Sucht von WoW. Das war sogar mal ganz sinnig, was sie da so von sich gab. Aber ich wollte ihr auch nicht die Genugtuung geben, ein bisschen von dem zu erzählen, was ich so von Freunden aus der Spieleszene1 mit bekommen hatte.
    Als sie dann damit fertig war, wollte sie dann aber doch noch eine kleine Diskussion entfachen und ich ging noch einmal auf die Gewaltfrage ein.  Allerdings war ihr da irgendwie nicht beizukommen. Sie wiegelte meine Einwände mit “da existieren Studien drüber” und “Counterstrike ist ja auch gar nicht so schlimm, ich weiß gar nicht, warum das immer in der Diskussion vor kommt”2 ab und suchte dann eher das Gespräch mit den älteren Zuhörern.

    Alles im Allem hatte ich den Eindruck, dass auf dieser Veranstaltung die Mitglieder eines anderen Medienzeitalters versuchten, die Welt ihrer Zöglinge und Kinder zu verstehen. Wir haben uns die zweite Workshopschiene nicht angetan, aber ich bin mir recht sicher, dass dort auch nicht größere Einsichten kamen. Was mich bei dem Titel das Aktionstages am meisten stört, ist, dass auf das Netz und seine Natur gar nicht eingegangen wurde und sich beide Einführungsvorträge nur mit Spielen beschäftigten. Medienkompetenz wurde immer mal wieder als Stichwort angeführt, was genau sich aber dahinter verbergen sollte, oder wie man diese erzeugen könnte, wurde nicht ausgeführt.

    Es wäre eigentlich ganz sinnig, wenn man mal eine Stiftung oder einen Verein hätte, der gerade auf solchen Veranstaltungen mal ein bisschen vermitteln könnte, was den das Netz ist. Aber eigentlich hätten sie ja in Bielefeld mit dem FoeBud genau so etwas direkt in der Stadt. Nur, dass die den Veranstaltern eventuell etwas zu politisch sein könnten ;)

    1. Also, die Seite, die Spiele entwickeln tut.
    2. Dabei hatte sie es noch ein paar Minuten vorher als das Spiel bezeichnet, welches nach WoW am süchtigsten machen würde.

    Was leben wir doch in herrlichen Zeiten!

    Alle leben friedlich miteinander, keiner muss Hungern. Wir alle können im Supermarkt den letzten Fraß für ganz wenig Geld erwerben. Und jeder, der arbeiten will, kann auch arbeiten, um sich etwas von dem glückspendenden virtuellen Gut zu erwerben. Jener übergroßen & bunten Mohrrübe an einer Angel, die wir Esel ständig erreichen wollen während wir uns vor dem Karren spannen lassen, der sich hierzulande “soziale Marktwirtschaft” schimpft.

    Der Begriff an sich ist schon abenteuerlich genug. “Soziale Marktwirtschaft” ist ungefähr so sinnvoll wie “Hyänen mit Anstand”1 oder “Raubmörder mit Herz”. Abgesehen davon ist er nun wirklich nicht mehr aktuell. Die Tage keynsianistischer  Wirtschaftspolitik sind ja in diesem Lande nunmehr seit über 3 Dekaden gezählt. Jedoch, wir sehen uns halt gerne als die guten an, die in der bestmöglichen Gesellschaftsform Leben und Glück und Frieden auf der Welt verbreiten.

    An unseren Händen klebt Blut. Aber wir sehen es nicht. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die den Kakao für unsere günstige Schokolade aus dem Supermarkt pflücken, während sie im pestizidverseuchten Wasser waten. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die unsere Schuhe, Kleidung und Sportgeräte nähen. Wir sehen nicht die schweißbedeckten und überarbeiteten Männer, die die grüne Lungen unseres Planeten für unseren Luxus abholzen oder unsere Meere leer fischen. Nein, das tun wir nicht, denn wir wollen es nicht sehen.

    Die Römer hatten zu mindest noch die Eier in der Hose, einem Sklaven zu sagen, dass er keine Rechte hatte. Wir lassen unsere Sklaven einfach so weit entfernt halten, dass wir es nicht mehr gezeigt bekommen müssen. Das wurde bei uns eh schon genug geübt, dass nicht zeigen. So viel, dass wir schon seit Jahren Kriege gegen die ärmsten Länder der Welt führen und uns dabei auch noch einreden, wir wären die Guten!

    Doch was wir im Großen mit der ganzen Welt machen, zieht sich auch bei uns durch alles. Die, die nur den Rest der Menschheit dadurch ausbeuten können, dass sie total billiges Zeug kaufen, arbeiten dadurch dem Reichtum derer zu, die schon viel zu viel davon haben. Nicht, dass sie da groß eine Wahl zu hätten, die meisten zwingen die Umstände dazu und sie haben auch meist gar keine Ahnung wo die Produkte aus dem Supermark her kommen oder es interessiert sie auch einfach nicht. Der aussterbende Mittelstand schaut neidisch dabei zu und bemüht sich eifrig darum, auch seinen Teil vom Kuchen abzubekommen.

    Nur läuft das hier nicht ganz so offensichtlich, als dass es Hans Dampf von der Straße, der sich jede Abend seine kleine Portion Wahrheit von der Meinungsmaschinerie aus den alten Medien abholt, kapieren könnte. Hier bekommt er seine Skandale und Kataströpchen gezeigt, über die er sich schön brav aufregen kann und die gerade angesagte Geissel der Menschheit, welche unsere aller Untergang ankünden könnte, präsentiert.

    Aber eines ist allen dabei klar. Eigentlich ist das alles ja egal. Denn der “Fortschritt” wird immer weiter gehen, das Wachstum, diese uns alle vereinende Götze, wird immer weiter fort schreiten. Nichts wird uns in unserer wahnwitzigen Herrschaft über die “Natur” aufhalten können.
    Aber das alles darf man ja nicht in Frage stellen. Es ist ja allgemein bekannt, das Fortschritt was tolles ist und wir ewig wachsen müssen.

    Da lassen wir uns auch nicht von so profanen Fakten abhalten. Wie zum Beispiel, dass die Ressourcen auf diesem Klumpen Erde im All endlich sind. Oder, dass wir unseren eigenen Lebensraum, und natürlich auch den vieler anderer Lebewesen, verpesten und vernichten. Wenn da so ein paar ideologisch verblendete Spinner her kommen, und was davon erzählen wollen, dann schickt man halt die Wissenschaftler aus ihren gut staffierten Instituten in die Medien, die dann alles relativieren, so schlimm ist das nämlich alles gar nicht.

    “Geht wieder nach Hause Leute und konsumiert brav weiter. Es gibt hier keine Menschheit auf dem Irrweg zu sehen. Los, geht wieder nach Hause Leute. Unsere Zivilisation ist toll und wird es auch immer bleiben.”

    Jetzt werdet ihr Leser euch eventuell fragen, was man dagegen tun kann. Und dass man ja schon soo viel tut. Und ich will euch ja auch gar nicht angreifen und sagen, dass ihr das nicht tun würdet. Aber wir müssen uns und unseren Mitmenschen klar machen, worin die große arrogante Dummheit unserer Spezies liegt, die zu all diesem Übel führt.

    Wir befinden uns auf einem gefährlichen Irrweg. Das Gedankengut unserer “Zivilisation” ist tief in uns verwurzelt. Wie sollte es auch anders sein? Wir Menschen werden ja durch die uns überlieferten Geschichten und Gedanken geprägt. Es ist an der Zeit unseren Blick auf die Welt von den Mythen der letzten Jahrtausende zu lösen. Es gibt keine von uns getrennte Natur. Wir Menschen sind lediglich eine der vielen Tierspezies auf diesem wunderschönen Erdball und ein Teil des Ökosystems, zu dem wir beitragen und von dem wir abhängen.

    Ich sage nicht, dass wir uns von der Technik abwenden sollen. Es gibt ja wahrlich wundervolle Errungenschaften, die wir uns dank ihrer erschaffen konnten. Nicht zuletzt so etwas wie das Netz und die ihm zugrunde liegende Technik. Aber wir werden uns wirklich endlich und umfassend mal damit beschäftigen müssen, wie wir gerade leben.

    Denn, im Endeffekt wollen alle Tiere auf diesen Erdball eines: In Erfüllung und Zufriedenheit leben. Die mehr Instinktgesteuerten Arten haben den Luxus, dass sich dies recht einfach bewerkstelligen lässt. Der Preis unserer Spezialisierung auf unseren Denkapparat bringt die Bürde mit sich, dass wir darüber nachdenken, reflektieren und kommunizieren müssen.

    Fest steht, dass der Großteil der Menschen unzufrieden ist, und das durchaus zu Recht, aber nicht sehen kann oder sehen will, worin unser Problem liegt. Die einen, weil sie von übermächtigen Kräften ausgebeutet werden, die anderen, weil sie in einer kalten, unmenschlichen Gesellschaft existieren müssen. Die wenigen, die Zufriedenheit erlangen konnten, müssen sehr viel Kraft dafür aufwenden, sich gegen das Leid um sie herum zu stärken, um nicht daran zu Grunde zu gehen.

    Und die, die ganz oben am Ende der Ausbeutungskette stehen? Ich weiß es nicht genau. Aber hey, wir sind Herdentiere. Wenn es der ganzen Herde beschissen geht, wie kann es da den einzelnen Tieren gut gehen?

    1. Man verzeihe mir, dass ich dieses Stilmittel nutze und diesen Tieren menschliche Eigenschaften verleihe

    Ich hab immer noch zu viel um die Ohren, arbeite meist zu lange und bin dann zu ausgebrannt, um noch viel zu schreiben. Aber folgenden Text fand ich gestern beim  bergen einer alten Festplatte. Es ist ein Post von vor ein paar Jahren aus einem alten Stammforum von mir, weiß leider nicht mehr genau, wer es gepostet hatte. Ich habe den Text so gelassen, wie ich ihn gesichert hatte, und nur die Rechtschreibung korrigiert (was ich so auf den ersten Blick gesehen habe ;) ). Viel Vergnügen beim Lesen, er passt  zur Jahreszeit und ist wunderschön zu lesen.

    Die Schlange ist unglaublich lang.
    ich stöhne auf, ich muss nach hause und meine Wäsche in den Trockner stecken, habe den Waschmaschienenraum nur bis 12 gebucht. und jetzt ist es schon 11:30. und die Schlange geht schon durch den halben riesenladen.
    verdammt!!!
    das sollte nur ein schneller milch-brot-eier-tiefkuehlgemuese freitagsmittageinkauf werden. verloren, wuerd ich sagen. vor mir steht ein altes omachen mit einem Rollator, und lächelt mich an.
    “kkasuhf jsuuhf ajytnnj?” ich gucke doof. “Jag inte talar swenska”,
    der gut trainierte Satz. sie guckt mcih an, lächelt und fragt auf englisch ob ich dieser Sprache mächtig bin. ich gucke verdutzt, aber, cih bin ja hier in Schweden, hier ist alles besser, alte damen sprechen Englisch, und ich behjahe froh. “Are you from England?” “no, I*m from Tyskland”. “Oh!!! Deutschland!! wie schön! ” “Sie sprechen deutsch!” jetzt bin ich aber wirklich erstaunt! “Mein Mann war Deutscher. ich habe in Deutschland gelebt. Mein Sohn spricht auch Deutsch, und er ist jetzt nach Deutschland gezogen zum arbeiten. die brauchen ja Qualifizierte Leute aus Schweden.”
    Neben dem Stolz spricht auch etwas Trauer und etwas Ironie aus ihrer Leisen Stimme. Sie spricht mit einem leisen Hessischem akzent, kaum zu hören, ihr Deutsch ist untrainiert, aber im laufe unseres Gespräches wird es besser.
    “Ernst war aus Frankfurt, aber das war ihm zu gross. ich ahbe ihn kennengelernt, da war ich 16. in Kassel, da war er 22. das war im Krieg. wir haben geheiratet.
    er hat sich in Schweden verliebt, wir waren hier mal im Urlaub, bei meinen Eltern. nach dem Krieg wollten wir hierher kommen.
    nach Kalmar. ich bin hier geboren, in småland, ja. und es war Herbst, fast wie jetzt. 40 war das. er hatte eine Spediton. und dann hat er den ersten Politischen rausgebracht. und danach noch einen. und noch einen. Juden, ganze Familien. nie ist er erwischt worden, aber ich hatte Angst. weisst du was das ist, Kind, Angst zu haben? so richtig? Oh, das war schlimm. die Angst war das Schlimsmte. ich war ja ncoh so jung. und geliebt habe ich ihn den Ernst.
    Ich mag die Deutschen. nciht alle, aber viele Schweden sagen die Deutschen seien Nazis. das stimmt nicht, es gibt auch gute Deutsche. mein Ernst war gut. ein guter Mensch. zu gut. 44 Haben sie ihn geschnappt.
    Die Nazis.
    Ich ahbe ihn gefragt, als er nochnicht im KZ war, oder wo imer sie ihn hingebracht haben, Ernst, habe ich ihn gefragt, Warum amchst du das? du setzt doch dein Leben aufs Spiel, und meins gleich mit.
    Weil ich die Deutschen liebe, weil ich unsere Kultur liebe, hat er gesagt. weil diese Babaren, diese braunen Schweine unser Land zerstören. alle Kultur. alles gute. Alles ist nur ncoh Hass. und es muss einen geben der was dagegen amcht. Ja, so war er. er war zu gut fuer diese Welt, und ich bin zurueck nach Schweden, und einmal im Monat war er bei mir und hat die Juden und die Politischen hergebracht. ich weiss nciht wie.
    er hat es gemacht.
    Manchmal, mein Kind, da denke ich, oh, da denke ich, hätte er das doch nciht gemacht, das sind kurze augenblicke, warum gerade ich, weisst du, aber dann schäme ich mich, denke an all die menschen die er gerettet hat, darf man Leben gegen Leben aufrechenen denke ich dann, aber ich tue es dann,. weil es ein bisschen hilft, er ist fuer seine sache gestorben, und er hat sovielen geholfen.
    Seinen Bruder den haben sie auch umgebracht. der hat nciht aufgepasst. der war ein guter Mensch. Peter. 2 Jahre juenger als der Ernst war er, und er liebte Männer. das war ja damals eine Krankheit.
    verstanden habe ich das nie. es ist ja nichts perverses, er liebte ja keine kleinen jungen sondern richtige Männer. oh, -Sie kichert leisde- ein paar von denen hätten mir auch gefallen, und dann haben sie ihn gekrigt und vergast, die nazis.
    Ich hatte all diese Träume, mein Kind, als ich so jung war wie du. wie alt bist du? ja… so jung war ich auch mal. glaubst* du*s? und was habe ich gedacht, was wuerde ich machen mit meinem Leben, mein gott, kindchen.
    Ach, Gott, der… ich habe ja gedach das er da irgendwo rumschwirrt. aber wer gesehen hat was ich gesehen habe, mein kind, als Rotkreutsschwester, im Krieg, und wer soviele sterben gesehen hat, und wer seinen mann verloren hat wie ich, der hat keinen Gott mehr, der findet im Gebet kein Trost mehr.
    Gott ist was privates. ich habe keinen. du?
    na, hätte ich auch nicht gedacht.
    Nein, mein Kind, und dann fange ich an zu reisen, wenn der Krieg zu Ende war, cih habe den Hof verkauft, was sollte ich damit, meine juengere Schwester habe ich gut verheiratet, sie ist aber auchschon tot. geblieben bin nur ich. in meiner kleinen wohnung. und ich bin voller erinnerungen.
    ich war an vielen Orten. cih hatte ja das Geld.
    Vor 4 Jahren war ich wieder in Kassel. es hat sich verändert. warst du schonmal in Kassel?
    oh ja. und der Herkules.
    Oh, ich mag es deutsch zu sprechen, ich hätte nicht gedacht dass ich ncohmal deutsch sprechen könnte.
    es ist eine so schöne sprache, viel besser als das schwedische. auch wenn schweden schöner ist. was meinst du?
    .
    bis hier habe ich ihr ihre einkäufe anch hause getragen,und von ihr die obligatorischen zimtschnecken serviert bekommen, habe ihren worten gelauscht und ab und zu etwas gesagt.
    ich ahbe meine kommentare nciht mit aufgeschrieben weil die nciht relevant sind.
    ich hoffe das gehört hier her, wenn nciht bitte verschieben /löschen. ich finde es nur intressant, die ansichten einer alten schwedin.
    Alles Liebe Rolfka

    Die Schlange ist unglaublich lang.

    Ich stöhne auf, ich muss nach hause und meine Wäsche in den Trockner stecken, habe den Waschmaschienenraum nur bis 12 gebucht. und jetzt ist es schon 11:30. Und die Schlange geht schon durch den halben riesigen Laden.

    Verdammt!!!

    Das sollte nur ein schneller milch-brot-eier-tiefkuehlgemuese freitagsmittageinkauf werden. Verloren, würd ich sagen. Vor mir steht ein altes Omachen mit einem Rollator, und lächelt mich an.


    “kkasuhf jsuuhf ajytnnj?” ich gucke doof. “Jag inte talar swenska”,

    Der gut trainierte Satz. sie guckt mich an, lächelt und fragt auf Englisch ob ich dieser Sprache mächtig bin. Ich gucke verdutzt, aber, ich bin ja hier in Schweden. Hier ist alles besser, alte Damen sprechen Englisch, und ich bejahe froh. “Are you from England?” “No, I’m from Tyskland.” “Oh!!! Deutschland!! wie schön! Sie sprechen Deutsch!” Jetzt bin ich aber wirklich erstaunt! “Mein Mann war Deutscher. Ich habe in Deutschland gelebt. Mein Sohn spricht auch Deutsch, und er ist jetzt nach Deutschland gezogen zum Arbeiten. Die brauchen ja qualifizierte Leute aus Schweden.”

    Neben dem Stolz spricht auch etwas Trauer und etwas Ironie aus ihrer leisen Stimme. Sie spricht mit einem leisen hessischem Akzent, kaum zu hören, ihr Deutsch ist untrainiert, aber im Laufe unseres Gespräches wird es besser.

    (weiterlesen…)

    Man begegnet ihm wieder immer wieder, in Diskussionen, Erläuterungen, Abhandlungen und Büchern: Den allgemein weit verbreiteten Glauben, dass Menschen natürlicherweise immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und, mehr oder weniger verborgen unter dem Deckmantel von Kultur, zuerst nach sich selbst schauen.

    Dieser Betrachtungsweise liegt ein wahrer Kern zugrunde. So besteht in der Philosophie des Geistes ein breiter Konsens, dass der Eigennutz ein entscheidende Faktor für die menschliche Motivation darstellt. Wir wissen allerdings auch schon länger, und nicht zuletzt aus der Soziologie, dass der Mensch erst im Laufe seiner Entwicklung lernt, was es heißt, Mensch zu sein. Deswegen nennen wir das auch “erwachsen werden” oder Sozialisierung. (weiterlesen…)

    Ich habe seit meiner letzten Erkenntnis zum Thema Informationszeitalter weiter über das Thema nachgedacht. Zuerst einmal fällt auf, dass die Begriffe Informationszeitalter und Informationsgesellschaft das ganze eigentlich nicht greifen. Denn diese Begriffe sind für unserere aktuelle Gesellschaft geprägt worden. Nicht zu Unrecht wird unsere Gesellschaft deshalb auch oft als Übergangs- oder Transformationsgesellschaft bezeichnet. Ich will aber gerade über das schreiben, was vor uns liegt. Und diese Gesellschaft, die wir erleben könnten, ist eine gänzlich andere Gesellschaft als die jetzige, da die Menschen in ihr ganz anders mit Informationen umgehen (müssen).

    Das ganze wird sich an einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit, der binäre Gretchenfrage, wie mspro sie so schön nannte, entscheiden. Diese lässt sich zu Informationskontrolle versus Informationsfreiheit kondensieren. Informationsfreiheit bezeichnet hierbei, dass einem Bürger alle möglichen Informationen jederzeit zur Verfügung stehen. 1 Momentan herrscht bei den Mächtigen die Tendenz zur Informationskontrolle vor. Dummerweise gehen bei diesen plumpen Versuchen immer mehr Grundrechte über den Jordan oder werden bis zur Unkenntlichkeit beschnitten.

    Um die Beweggründe für diese Vorgehensweise verstehen zu können, muss man sich erst einmal vergegenwärtigen, was ein Leben in der absoluten Informationsfreiheit von einem Menschen abverlangt. Dies ist vor allem erst einmal ein weitaus offener und bewussterer Umgang mit Informationen. Denn wenn man einen riesigen Informationsfluss aus verschiedensten Quellen anzapfen kann, dann tritt immer mehr der Inhalt dieser Informationen in den Vordergrund. Oder anders gesagt: man akzeptiert zuerst alle Informationen an sich um sie dann nach Sinnhaftigkeit, künstlerischen Wert, Aussage, Intention und sonstigen praktischen Kategorien zu ordnen. Die Informationen werden also nicht mehr ideologisch sondern individuell bewertet. Dies erfordert von den Menschen natürlich auch, dass sie sich mehr mit dem Themenfeld der Information auseinandersetzen um diese auch bewerten zu können. Wenn man aber nun jeder Information gleich gegenüber steht, dann resultiert daraus auch, dass man nicht gewisse Informationen als absolute Wahrheit annimmt.

    Und gerade das ist der Knackpunkt, weshalb die Internetausdrucker rund um den Globus versuchen, das Netz unter Kontrolle zu bringen. Wir leben in einem politischen System, welches darauf basiert, dass der konform geprägten Masse durch eine Mischung aus Angst, Sex und Hass ihre Meinung in wichtigen Fragen präsentiert, ja quasi diktiert, wird. Das hat die Wahl am letzten Sonntag in erschreckender Weise gezeigt.2 Aus einer individuellen Wertung der Informationen folgen individuelle Weltbilder, Meinungen und Geschmäcke, kurz gesagt: eine nonkonforme Menschenmenge und somit Bürger, die sich mit den jetzigen Mitteln nicht steuern lassen.

    Deshalb mag es einen auch so vor kommen, als würde da die alte Welt verzweifelt versuchen, dass nächste Zeitalter, die nächste Epoche der Menschheitsgeschichte aufzuhalten, ja, am besten nie eintreten zu lassen. Und sie sind dafür bereit alles zu opfern, für das unsere Vorfahren ihr Blut auf den Straßen vergossen haben. Wir müssen uns darüber klar werden, dass die jenigen, die gerade darüber an der Macht sind3, die menschliche Evolution mit allen Mitteln verhindert. Die versuchte Internetzensur in den Industrieländern ist nur ein Beispiel dafür.

    Dieser Kampf findet nicht mehr auf der Straße statt, er findet in den Köpfen der Menschen statt. Seine Waffen sind nicht Gewehre und Barrikaden sondern Feuilletons, TV-Sendungen, Radiobeiträge und Blogs. Und wir können ihn nur durch Aufklärung gewinnen. Das mag zwar frustrierend langsam von statten gehen, aber ich glaube daran, dass die Zeit für uns arbeiten wird.

    1. Dies ist für uns momentan noch schwer greifbar, ist Informationskontrolle sowie daraus resultierend Informationsvorsprung ein zentrales Moment unserer Selektionsmechanismen und Verwertungsrechte sowie Grundlage in unserem Umgang mit anderen Nationen.
    2. Es wird aber nicht erst seit gestern thematisiert. Interessierten Lesern sei das Studium von Theodor W. Adorno oder John Pilger an das Herz gelegt.
    3. indem sie die öffentliche Meinung & Vorlieben diktieren

    Es begann damit, dass ich davon erfuhr, wie sich darüber pikiert wurde, dass der Vizevorsitzende der Piraten Andreas Popp ein Interview für die Junge Freiheit gegeben hatte. Ich war irritiert, nahm das ganze dann aber als einen naiven Ausrutscher wahr. Doch dann setzte unser Vorstandsvorsitzende noch einen drauf und gab, nach und während der Welle der Entrüstung, noch ein Interview mit diesem Blatt! (weiterlesen…)

    Angst

    15/09/09

    Kennt ihr das nicht auch?
    Da konsumiert man, nichts böses ahnend, das Medium seiner Wahl und es prasselt auf einen nieder.
    Kurze, prägnante & aufregende Meldungen über schlimme Dinge. Gerade lang genug, um einen davon zu berichten, wie furchtbar der Umstand ist und doch nur einmal kurz knapp das Thema streifend. Man will ja bloß nicht zu viel vom Konsumenten verlangen.

    Derlei Themen gibt es viele. Sei es der Mythos der tödlichen Krankheit, die sich rasend schnell in aller Herren Länder verbreitet – ihr kennt das, solche Meldungen gibt es ja alle Jahre wieder.
    Erstaunlicherweise stirbt dann doch kaum jemand daran und nach ein paar Wochen oder Monaten interessiert sich kein Schwein mehr dafür. Ich frage mich ja, was sie demnächst für Namen nehmen werden, Vögel und Schweine sind schon mal aus.

    Oder der, seit einem guten Jahrzehnt sehr beliebte, “internationale Terrorismus” von dem wir alle in Furcht und Schrecken versetzt werden. Wir haben noch alle gut die Anschläge von,,, äh,,, also,,,
    Na ihr wisst doch, diese Anschläge, die hier ständig passieren!
    Davor muss man doch Angst haben!
    Klar, es sterben täglich weltweit mehr Leute an Hunger und in Deutschland jährlich weitaus mehr auf den Strassen oder in Krankenhäusern an den Fehlern der Ärzteschaft. Aber es geht hier um’s Prinzip! Deswegen brauchen wir ja auch unbedingt unsere tollen Überwachungsspielzeuge von der wir hoffen, dass sie was bringen – und sei es nur die Abschreckung.

    Letztes Jahr war dann die Finanz”krise” total in. Das ist mal wirklich ein Thema, mit dem man die braven Deutschen in Angst und Schrecken versetzen kann. Wegen der Wahl wurde das ganze gerade vom Herd genommen, aber die Soße wird bald kippen.
    Nicht das man da jetzt was von hören würde, dann dann könnte man ja die Rezipienten im Frühjahr ja nicht wieder so gut in Angst & Schrecken vor dem finanziellen Kollaps versetzen. Aber bis es soweit ist, dürfen die Brandstifter weiterhin Feuerwehr spielen und sich als solche feiern lassen.
    Von  ernsthaften Ansätzen der Problembeseitigung oder überhaupt einer Problemanalyse keine Spur.

    Aber mit rationalen Argumenten kommen zählt ja nicht. Und wer dann auch noch die Frechheit besitzt, auf die Meinungsmache hin zu weisen, der findet sich schnell in der “Verschwörungstheoretiker”-Ecke wieder. Ist schon erstaunlich wie leichtfertig heutzutage dieser Vorwurf gemacht wird, impliziert man damit doch, dass der Gesprächspartner nicht mehr ganz bei Trost ist und die Realität nicht erkennen kann. Deshalb traut sich auch kaum ein Mensch wirklich darüber nach zu denken, zu groß ist die Angst, sich dadurch in das gesellschaftliche Abseits zu befördern und nicht mehr glücklich und unbelastet leben zu können.

    Und dabei geht es uns doch so gut, so furchtbar gut, eigentlich viel zu gut. Wir leben in unserer kleinen Welt im schönen Schein und bekommen vom Medium unserer Wahl jeden Tag die Welt erklärt. Mit ein bisschen Sex, hie und da ein wenig Skandal und immer einer ordentlichen Prise Angst. So ist das gut, so fühlt man sich wohl. Man hat etwas zum gemeinsam meckern und weiß wovor man sich heute fürchten muss. Und Morgen? Morgen ist schon wieder etwas ganz anderes aktuell. So beschäftigt ist man, dass man gar nicht mit bekommt wie langsam, vorsichtig und Stück für Stück all das abgebaut oder ad absurdum geführt wird, für das unsere Vorfahren im Kampf ihr Blut vergossen haben.

    Währenddessen leben, draußen in der Welt, weit weit weg und in unserer medialen Scheinwelt zum Glück nicht vorkommend, Menschen in Angst. In der Angst, nicht zu wissen, was man heute Abend oder Morgen essen kann. In der Angst davor, abgeholt, eingesperrt und gefoltert zu werden. In der Angst davor, irgendwann nebenbei, wertlos und unbeachtet von einer übermächtigen Militärmaschine getötet zu werden. Sie leben tagtäglich in der selben Angst, ohnmächtig etwas dagegen zu tun. Jeden Tag die selbe beklemmende, furchtbare, Seelen auffressende Angst. Für uns. Für unser Leben in der Gier nach mehr.

    Also ich, ich habe keine Angst mehr.
    Und ihr?

    In letzter Zeit bin ich, dank Schule & Arbeit, derbe am rotieren und komme deshalb kaum zum schreiben. Nichtsdestotrotz wollte ich, da ich schon einmal angefangen habe, mich zu erklären, den Kerngedanken meines Strebens doch gerne mal fest halten.

    Es geht hier um allgemeingültige Überlegungen zu Gesellschaftstheorien sowie Modellen, die Systeme der menschlichen Interaktion beschreiben, wie sie z.B. in der Volkswirtschaftslehre vorkommen. Ich habe mir verschiedenste Theorien und Modelle aus diversen politischen Richtungen zu Gemüte geführt und allen folgen diesem Irrtum. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand ein Gegenbeispiel aufführen könnte, aber wahrscheinlich wäre dieses dann kaum noch unter dem Begriff des Modells aufzufassen. (weiterlesen…)

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