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	<title>acidblog &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Nachdenkliches aus dem Sprawl</description>
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		<title>Und da schreib ich über Feminismus&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 22:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe einen Text geschrieben. Über Alltagssexismus. Nen schick geschriebenen Text. Über ein Thema, was wichtig ist. Ich habe den Alltagssexismus behandelt wie ich ihn erlebe und auch auslebe. Nun stellt sich für viele meiner Leser_innen die Frage, warum ich das gemacht habe. Das will ich versuchen, in diesem Text darzulegen.
Ich schrieb den Text, da ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="magicdomid219">Ich habe einen <a href="http://kegelklub.wordpress.com/2011/12/05/ich-bin-alltagssexist-aber-ich-arbeite-daran/" target="_blank">Text</a> geschrieben. Über Alltagssexismus. Nen schick geschriebenen Text. Über ein Thema, was wichtig ist. Ich habe den Alltagssexismus behandelt wie ich ihn erlebe und auch auslebe. Nun stellt sich für viele meiner Leser_innen die Frage, warum ich das gemacht habe. Das will ich versuchen, in diesem Text darzulegen.</p>
<p id="magicdomid680">Ich schrieb den Text, da ich dieses Thema für richtig wichtig halte. Ein Thema, welches von allen behandelt werden muss, nicht nur von denen, die so richtig drunter leiden. Ich habe diesen Text geschrieben, um Männern* das Problem des Sexismus aufzuzeigen, ohne mit einem anklagendem Zeigefinger zu wedeln. Viel Männer* gehen im feministischen Diskurs in Abwehrhaltung und verweigern sich der Realität, dass Frauen* nicht gleichberechtigt sind. Ich wollte mit meinem Text zeigen, wie schnell ein Mann* sexistisch sein kann, ohne dass er sich des Problems bewusst wird oder ist. Habe ich das erreicht? Ich denke, ja.</p>
<p id="magicdomid1163">Der Text ist nicht anklagend oder besserwisserisch geschrieben, wie es leider doch vielen Feminist_innen in ihren Texten passiert. Ich erachte das für wichtig, nein essentiel zur Kommunikation. Ich kann und will es mir nicht leisten Menschen durch Aggressivität zurückzuweisen. Ich lerne nur von denen, die mir freundlich gesinnt sind, und mir Liebe begegnen. Der Diskurs ist agressiv, muss sogar agressiv sein, damit er gehört wird und die notwenige Wahrnehmung erfährt. Das ist es jedoch, was viele Männer*, selbst die, die prinzipiell offen sind, zurück schrecken lässt. Die Anklage ihres Verhaltens baut Mauern auf.</p>
<p id="magicdomid2297">Ich will helfen, diese Mauern einzureissen, zu verdeutlichen, warum dieser aggressive Diskurs für nötig erachtet wird. Dafür muss ich aber mit den &#8220;einfachen&#8221; Dingen anfangen, langsam sensibilisieren und heranführen. Mir ist klar, dass es noch sehr viele Aspekte gibt, die ich nicht behandelt habe. Es geht nicht nur um die Ungleichwertung von Mann* und Frau*, es geht um die Ungleichwertung von allen Menschen untereinander. Sei es, weil sie sich nicht in das binäre Schema passen, sei es, weil sie nicht derart sind wie andere, das ist nicht von Belang.</p>
<p id="magicdomid2304">Mir ist klar, dass eine Feminist_in das schon mehrer hundert Male getan hat und der Nerv dafür oft gar nicht mehr vorhanden ist. Ich kenne das sogar selbst schon aus Gesprächen und dabei bin ich lange nicht so sensibilisiert wie einige von euch. Ich bin davon überzeugt, dass dies der Weg ist, den wir zusammen gehen müssen.</p>
<p id="magicdomid2411">Mein Ziel ist es, Männern* den Feminismus näher zu bringen, ohne sie anzugreifen. Ich will ihnen zeigen, dass wir gemeinsam eine bessere Welt schaffen können, ja müssen.</p>
<p id="magicdomid2496">Ich bin <a href="http://twitter.com/acid23">@acid23</a> und <a href="http://twitter.com/herrurbach">@herrurbach</a> und ich versuche, Männern* den Feminismus zu erklären.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich bin Alltagssexist &#8230; aber ich arbeite daran!</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 21:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab mal mit dem wunderbaren Herrn Urbach einen Text zusammen geschrieben. Wir haben das dann zuerst beim kegelklub veröffentlicht.


Ich bin ein Alltagssexist. Ich schaue Frauen auf den Hintern und auf ihre Brüste. In der U-Bahn, im Supermarkt oder auch auf der Straße. Werbung mit leichtbekleideten Frauen darin finde ich gut. Wenn mich Frauen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="magicdomid2453"><em>Ich hab mal mit dem wunderbaren Herrn Urbach einen Text zusammen geschrieben. Wir haben das dann zuerst beim <a href="https://kegelklub.wordpress.com/2011/12/05/ich-bin-alltagssexist-aber-ich-arbeite-daran/">kegelklub</a> veröffentlicht.</em></div>
<div><strong><br />
</strong></div>
<p id="magicdomid2457">Ich bin ein Alltagssexist. Ich schaue Frauen auf den Hintern und auf ihre Brüste. In der U-Bahn, im Supermarkt oder auch auf der Straße. Werbung mit leichtbekleideten Frauen darin finde ich gut. Wenn mich Frauen nach technischen Sachverhalten fragen, erkläre ich es ihnen anders, als wenn ein Mann mich fragt. Ich verändere das Niveau der Erklärung – nach unten.</p>
<p id="magicdomid2605">Ich schaue beim Überholen von der lahmen Sau vor mir, ist doch bestimmt ne Frau! Wenn ich aus dem Bürofenster jemanden beim Einparken beobachte, der sich besonders kompliziert anstellt, erwarte ich, dass eine Frau aus dem dann parkenden Auto aussteigt. Und wenn ich ehrlich bin: es nervt mich. Und das jeden Tag immer wieder. Ich weiß, dass dieses Verhalten falsch ist. Um genau zu sein, ist es sexistisch. Es entwürdigt andere Menschen, die nicht meinem Geschlecht angehören. Es erklärt sie zu Objekten, raubt ihnen einen Teil ihres Menschseins.</p>
<p id="magicdomid2591">Ich will das alles nicht vorleben, weil es prägt. Noch mehr, es verstärkt und bestätigt sich immer wieder selbst, will mich und andere in vorgegebene Förmchen packen. Förmchen, die nicht zu uns passen. Ich weiß das alles. Ich weiß das alles und dennoch finde ich mich immer wieder in diesem Förmchen. Ich versuche, mich nicht von ihnen formen zu lassen. Versuche auszubrechen, aufzuzeigen, aufzuklären. Es gelingt stellenweise, zeitweise, teilweise. Und dann, wenn ich nicht aufpasse, schnappt das Gummiband zurück und ich ertappe mich wieder dabei, in ihnen zu denken. In diesen Augenblicken schäme ich mich dafür. Vor mir und vor den anderen Geschlechtern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2595">Dann versuche ich mich zusammen zu reißen, noch besser aufzupassen, noch mehr an mir zu arbeiten. Aber für je zwei Schritte vor kommt gefühlt ein Schritt zurück. Und es wird mir dabei nichts einfach gemacht. Es ist so erschreckend einfach mit zu schwimmen. Ich wurde über die letzten 30 Jahre als Mann sozialisiert. Ich bin in einer sexistschen Umgebung aufgewachsen, ohne das wissen oder reflektieren zu können. Für meine Eltern und mein Umfeld waren die Vorurteile und kleinen Späße gegenüber anderen Geschlechtern kein Problem, wurden auch nicht thematisiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2599">Heute weiß ich ob der diskriminierenden Handlungen und Aussagen, musste dieses Wissen aber erst in langen Gesprächen lernen. In langen Gesprächen, in denen mir die Opfer der kleinen Späße und der beleidigenden Äußerungen ihre Sicht, ihr Empfinden und ihre Rezeption dieses, meines Handelns erklärt haben.  Es war nicht einfach, zuzuhören, nicht einfach, anzuerkennen, dass ich selbst der Unterdrücker war. Ich brauchte Zeit, zu verstehen, dass ich in dieser Gesellschaft bevorzugt behandelt werde. Ich glaubte, zu den Guten zu gehören und musste feststellen, dass ich trotzdem Schlechtes tat.</p>
<p id="magicdomid2601">Zum ersten Mal mit meinem Handeln konfrontiert sah ich mich gar selbst in der Opferrolle – der Feminismus will mich diskriminieren! Die Beispiele sexistischen Handelns empfand ich als Bedrohung, als Herabsetzung meiner selbst. &#8220;So bin ich nicht!&#8221;</p>
<p id="magicdomid2602">Heute weiß ich: Ich bin so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2604">Aber ich will so nicht bleiben. Ich arbeite daran, in langsamen Schritten. Es ist ein schwerer Weg, der sich aber lohnt zu gehen. Und während ich so diesen Weg gehe, sage ich mir, wer und was ich bin, damit ich nicht so bleibe: Ich bin <a href="http://twitter.com/herrurbach" target="_blank">@herrurbach</a> und <a href="http://twitter.com/acid23" target="_blank">@acid23</a> und ich bin Alltagssexist. Ich arbeite daran.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Herausforderungen der Informationsfreiheit</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/10/herausforderungen-der-informationsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 17:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Informationskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigmenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Uncivilisation]]></category>

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		<description><![CDATA[(Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte dort abgeben.)
oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.
Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="magicdomid16"><em>(Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte <a href="http://blog.spackeria.org/2011/10/25/herausforderungen-der-informationsfreiheit/">dort </a>abgeben.)</em></p>
<p><em>oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.</em></p>
<p id="magicdomid24">Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der Feststellung, dass ich mit Kristian Köhntopp übereinstimme, das es auf <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html%29" target="_blank">folgende Frage hinaus</a><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html%29" target="_blank"> läuft</a>:</p>
<blockquote>
<div id="magicdomid26">Hier ist die Wahl. Sie ist die einzige Wahl. Sie ist digital, wie das</div>
<div id="magicdomid27">Medium, das die Wahl erzwingt:</div>
<div>1. Kopieren hinnehmen.</div>
<div id="magicdomid31">2. jede Kommunikation von Jedermann mit jedem anderen immer auf ihre Legalität hin untersuchen und filtern.</div>
<div id="magicdomid34">Wenn Fall 2 nicht stattfindet, bildet sich sofort ein Overlay-Netzwerk und Fall 1 tritt ein.</div>
</blockquote>
<p>Wir alle erleben gerade selbst, mehr oder weniger am eigenen Leibe, welche Grundrechte und Freiheiten die Verteidiger der Informationskontrolle zum Erhalt eben jener zu opfern bereit sind.</p>
<p>Dieses ist nicht hinnehmbar, weshalb ich mich entschieden auf die Seite der Informationsfreiheit stelle. Doch was bedeutet Informationsfreiheit für mich?</p>
<p><span id="more-467"></span></p>
<h3>Eine Definition der Informationsfreiheit</h3>
<p id="magicdomid52">Ich benutze hier Informationsfreiheit für die Beschreibung eines Zustandes in dem<em> annähernd alle</em> Informationen <em>direkt nach Ihrer Entstehung</em> und <em>jederzeit von überall</em> zur Verfügung stehen. Dies ist als gesellschaftliches Ideal zu verstehen, welches sich aber auch als polistische Forderung eignet.<br />
Ihr steht die Informationskontrolle in Reinform als Extrempunkt gegenüber.</p>
<h4><strong>Zur Erläuterung:</strong></h4>
<p id="magicdomid65">Mit &#8220;annähernd alle&#8221; bezeichne ich alle Informationen von Individuen und Organisationen, die im Laufe Ihrer Existenz anfallen bzw. von diesen erzeugt werden. Die Einschränkung resultiert daraus, dass Individuen Ihre Möglichkeit nutzen, gesonderte Informationen nicht fest zu halten, bzw. nur mit einen ausgewählten  Kreis zu teilen.<br />
Mensch muss sich allerdings bewusst sein, dass jede geschriebene/festgehaltene Information potenziell und auf jeden Fall so gut wie öffentlich ist.</p>
<p id="magicdomid74">Es ist extrem wichtig, dass Informationen möglichst zeitnah nach Ihrer Entstehung ge- und verteilt werden, da sie andernfalls von den Leuten, die Ihre Freigabe verzögern, kontrolliert werden. Des weiteren bin ich der Meinung, dass der Zugang zu Informationen allen Menschen möglichst unkompliziert und ohne Schranken ermöglicht werden muss.</p>
<p id="magicdomid76">Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man durch ein breite Beteiligung und Plattformneutralität die aktuellen Probleme lösen können wird.</p>
<div id="magicdomid78">
<h3>Was sind die Herausforderungen?</h3>
</div>
<p id="magicdomid82">Während die vorrausgehenden Überlegungen, bzw. die aus Ihnen resultierenden Forderungen, noch öfters anzutreffen sind, fehlt eine Diskussion Ihrer Konsequenzen weitesgehend.</p>
<p id="magicdomid86">Ein Kampf für die Informationsfreiheit ohne dabei zu bedenken, welche sozialen Herausforderungen diese mit sich bringt kann, meine Meinung nach, nur katastrophal enden.</p>
<p id="magicdomid89">Diese Problematik lässt sich sehr gut anhand der Rolle ihres Gegenparts in unserer aktuellen Gesellschaft aufzeigen.</p>
<h3 id="magicdomid91">Macht basiert auf Informationskontrolle</h3>
<p id="magicdomid96">Die mächtigste Partei in einem Konflikt ist heutzutage stets die, die sich der meisten Informationen, bzw. ihrer Nutzungsrechte, ermächtig und so der Gegenseite den Zugang zu eben jenen verwehren/verzögern kann.</p>
<p id="magicdomid106">Im Wirtschaftsystem kann man dies recht gut beobachten. Zum einem an dem Patentwahnsinn, der mit der Lizensierung von Genen und Algorithmen in den letzten Jahren die wildesten Blüten trieb. Zum anderen basiert jegliche Form des Handels auf Informationskontrolle oder profitiert zumindest entscheidend von ihr. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass dies ein zentrales Monument des Kapitalismusses darstellt.</p>
<p id="magicdomid109">Aber es betrifft nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte:</p>
<p>Informationskontrolle ist auch ein zentrales Element unsere Kultur. Konzepte wie Kindheit, Altersfreigaben oder auch Privatsphäre wären ohne sie nicht umzusetzen. Das interessante bei dieser Betrachtung ist allerdings, dass diese Konzepte alle relativ jung sind.</p>
<p>Sind sie doch gerade mal 2-300 Jahre alt, und stellen ein festes Fundament der bürgerlichen Kultur dar. Mit deren Hilfe das Bürgertum den Adel im Anschluß an die Revolutionen des 18. und 19.en Jahrhunderts in seiner Vormachtstellung verdrängte.</p>
<h3 id="magicdomid123">Wie können wir diesen Herausforderungen entgegen treten?</h3>
<p id="magicdomid130">Ebenso wichtig wie das reine anlysieren und erkennen der Problematik ist die Erörterung bzw. Erarbeitung von Lösungsansätzen für unsere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die näher an der Informationsfreiheit liegt als an der Informationskontrolle verlangt von Ihren Mitgliedern automatisch ab, sich mit dem unweigerlich entstehenden Strom von Informationen auseinander setzen zu können.</p>
<p id="magicdomid135">Wir alle müssen lernen uns widerstrebende Ideen, Werte &amp; Normen als solche zu akzeptieren. Ich sage hier ausdrücklich akzeptieren, da ein reines tolerieren von widerstrebenden Informationen bzw. Gedanken die tolerierenden Menschen von der wichtigen Aufgabe der Auseinandersetzung befreit und somit der absichtlichen und isolierenden Ignoranz den Raum frei macht.</p>
<p id="magicdomid143">Des weiteren ist es aber auch nötig, dass die Menschen dieser Gesellschaft auch die Zeit haben um sich mit dieser Flut an Gedanken anderer Menschen auseinanderzusetzen. Weshalb ich der Meinung bin, dass ein Kampf für die Informationsfreiheit auch immer ein Kampf für die soziale Gleichstellung aller Menschen darstellt. Im übrigen verlangt der Erhalt unseres unsäglichen Geldsystemes selbst nach Konzepten wie dem garantierten Grundeinkommen &#8211; doch auch dieses ist ein Thema für einen weiteren Artikel.</p>
<h4 id="magicdomid145">Regulierung über die Gemeinschaft und nicht über Gesetze</h4>
<p id="magicdomid149">Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass positive wie negative Sanktionierung des Umgangs mit Informationen anderer über gesonderte Organe zum einen aufgrund des exponentiell steigenden Informationsflusses ab einem gewissen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht mehr zu realisieren sein wird.</p>
<p id="magicdomid153">Zum anderen kann dieses für eine Gesellschaft auf lange Sicht auch nicht wünschenswert sein, ergibt sich doch das Problem der Überwachung der Überwacher. Also der Elitenbildung und den daraus resultierenden Machtmissbrauch der Überwacher.</p>
<p id="magicdomid157">Schlußendlich kann eine Beeinflußung des sozialen Verhaltens der Mitglieder einer Gesellschaft, die nicht aus der Mitte eben jener kommt sich nie so schnell entwickeln wie sich neue Formen des sozialen Zusammenlebens heraus kristallisieren.</p>
<p id="magicdomid165">Dies alles verlangt von jedem einzelnen ein viel größeres Maß der selbst geleisteten Kontrolle über Emotionen und Verhalten ab als wir es momentan gewöhnt sind. Der Mensch in der Informationsfreiheit muss die Selbstdisziplin aufweisen können, von sich heraus die Gedanken und Lebensweisen anderer offen anzuerkennen und zu respektieren.</p>
<p id="magicdomid171">Man mag diese Überlegung als wirr oder wahnsinnig betrachten. Da sich die Informationsfreiheit und die Informationskontrolle gegenüberstehen ist dies auch nur logisch, dass ein Wandel von einer Gesellschaft der Informationskontrolle zu einer der Informationsfreiheit einen radikalen Paradigmenwechsel erfordert.</p>
<p id="magicdomid176">Unabhängig von meinen Schlüssen bestehen die eingangs beschriebenen Probleme in unserer Gesellschaft und wir werden eine Lösung finden müssen. Es liegt an uns, zu entscheiden und erkämpfen, wie diese aussehen sollen.</p>
<p id="magicdomid179">Viele der vorangehenden Überlegungen müssen Mitgliedern unserer heutigen Kultur zwangsläufig als leichtfertig und gefährlich erscheinen.</p>
<p id="magicdomid181">Doch dies zeigt nur umsomehr die Dringlichkeit der Diskussion auf.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Erbärmlichkeit Des Vorsichtigen Anerkennens</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/10/zur-erbarmlichkeit-des-vorsichtigen-anerkennens/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 13:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionskultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt da so ein Muster welches mir immer wieder in sozialen Diskussionen begegnet. Man müht sich ab, seine Position deutlich zu machen, versucht sie mit Argumenten, Beispielen, Lemmata zu untermauern um dann auf das Muster, ich nenn es mal "vorsichtiges Anerkennen" zu treffen.

Dieses tritt in diversen Variationen auf, besteht aber immer aus zwei zentralen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt da so ein Muster welches mir immer wieder in sozialen Diskussionen begegnet. Man müht sich ab, seine Position deutlich zu machen, versucht sie mit Argumenten, Beispielen, Lemmata zu untermauern um dann auf das Muster, ich nenn es mal &#8220;vorsichtiges Anerkennen&#8221; zu treffen.</p>
<p>Dieses tritt in diversen Variationen auf, besteht aber immer aus zwei zentralen Momenten: nämlich der Zustimmung und der Abwägung. Mal heißt die Formulierung &#8220;Es ehrt dich, dass du das so sehen kannst, aber ich kann das nicht.&#8221; ein andern Mal &#8220;Wenn ich mich so verhalten, dann bin ich der Depp&#8221;. Wichtig ist, dass die Argumentation für die Abwägung darauf fußt, dass &#8220;die Welt&#8221; bzw. &#8221;man selbst&#8221; ja nun mal so sei und das einfach nicht ändern könne.</p>
<p>Das ganze ist rein Argumentationstheoretisch extrem anstrengend und frustrierend. Den Diskussionspartner_in stimmt zwar der eigenen Argumentation zu relativiert aber sofort im Anschluss mit meist exakt den selben Verhältnissen, gegen die man mit seiner Argumentation angehen will. Oder, anders formuliert: es wird einen zwar zugestimmt aber aus irgendwelchen Gründen, die ich jetzt gar nicht näher erläutern will, scheut Diskussionspartner_in dann doch die Konsequenz des Anerkannten.</p>
<p>Ich bin von diesem Verhalten zumindest extrem frustriert und neige dazu, die Gegenseite einfach zu ignorieren. Hättet ihr da eine bessere Idee, wie man dagegen vorgehen könnte?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Gleichstellung in Nerdkreisen</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/09/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 19:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[zweite Aufklärung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr bitte da ablassen :)


Einleitung
Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.

Hier ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="magicdomid2"><em>Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr <a href="http://kegelklub.wordpress.com/2011/09/25/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/">bitte da</a> ablassen :)</em></div>
<div><strong><em><br />
</em></strong></div>
<h3 id="magicdomid4"><strong>Einleitung</strong></h3>
<p>Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.<br />
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.<br />
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.</p>
<p>Hier soll&#8217;s um Gleichberechtigung gehen und mal anders, als bei meinen sonstigen Texten, um die Gleichstellung von Menschen im täglichen Umgang und mal nicht ganz so global gesehen. Ja, liebe Leser_innen und Leser, das ist wichtig! Ich werd das mal an zwei Beispielen verdeutlichen und werde mich dabei nicht scheuen meine eigene Meinung da mit einzumengen.</p>
<div><span id="more-453"></span></div>
<h3><strong>Bei den Coderinnen</strong></h3>
<p>Immer wieder die gleiche Chose. Vielleicht seid ihr dem Phänomen auch schon begegnet. Und ich mein jetzt nicht, dass es verdammt wenige Programmiererinnen gibt. Das hat auch seine Gründe und hängt auch genau mit unserem Thema zusammen, was ich aber gerade ansprechen will ist was anderes. Ich bin ein wenig unterwegs in der Ruby on Rails Community, ist halt nen nettes Framework für &#8217;ne sexy Sprache. Und in der großen weiten Welt der Programmiererinnen kommt es fast in regelmäßigen Abständen zu dem folgenden Phänomen.</p>
<p>Alle paar Monate kommt da so ein Arschloch auf irgend einer unserer hippen Techconfs auf die Idee, sich hinzustellen und eine sexistische Show abzuziehen. Der Großteil des Publikums nimmt das hin, stellenweise vielleicht mit Bauchschmerzen. Irgendwann platzt dann einer Programmiererin im Publikum der Kragen und sie setzt sich damit ihrer Profession gemäß auseinander: sie bloggt darüber.</p>
<p>An sich schon mal echt ne gute Sache. Soziale Missstände und respektloses Verhalten verschwinden ja nicht von selbst. Und meistens entwickelt sich dann auch im Anschluss eine Diskussion&#8230;</p>
<p>Naja, falls man es denn so nennen möchte. Es erscheint eher wie Glaubenskriege. Und ähnlich wie bei Glaubenskriegen haben diese Meinungsscharmützel immer wiederkehrenden Charakter von den stets gleichen Argumenten. <a href="http://www.gabbysplayhouse.com/wp-content/doodles/sexism-all.jpg" target="_blank">Dieser Comic</a> verdeutlich das ganz gut.</p>
<h3><strong>Bei den Piratinnen</strong></h3>
<p>Jupp, hier kocht das Thema auch schon länger. Ich hatte mir eigentlich schon nach Julias Blogpost bezüglich ihres letzten <a href="http://juliaschramm.de/blog/piraten/meinung-und-freiheit/" target="_blank">Shitstorms</a> vor gehabt, endlich meinen längst überfälligen Artikel zum Thema Sexismus in Nerdkreisen zu schreiben. Aber wie das mit der Arbeit im Programmiererhamsterrad so ist&#8230;</p>
<p id="magicdomid25">Unabhängig davon, dass sich die Presse gerade auf die Fraktion in Berlin stürzt, weil&#8217;s da keine Quote gibt (und sie ja irgendwas zum skandalieren brauchen. Sonst würd ja auffallen, dass sie kaum Informationen aufbereiten&#8230;) sollten wir auch von unserer eigenen Partei nicht den Blick abwenden.</p>
<p>Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, das des Beispiel nicht so griffig gewählt ist. Klar, wir haben ne gute Anzahl krass sexistischer Trolle im Kielwasser (ich sag nur: Koks und Nutten) sowie arg bedenkliche Auswüchse (siehe AG Männer), allerdings stehen diesen, gerade hier in Berlin, verdammt viele offen agierende und denkende Leute gegenüber. Mensch kann postgender als stumpfes Ausblenden dieser Kategorien betrachten (als Privilegierter geht das ja ganz einfach) aber auch bitte bedenken, dass es viele gibt, die dieses auch als ein Ausbrechen aus den alten Rollenbildern und Biologismus betrachten (Die Stichworte lauten hier Transgender und Transvestismus).</p>
<h3><strong>Kinners, da steckt ein Muster dahinter</strong></h3>
<p id="magicdomid31">Oder, wie es so schön heißt: &#8220;Auch du hast Sexismen verinnerlicht!&#8221;. Ist so. Jede und Jeder von uns. Kann mir auch schlecht vorstellen, wie es ohne gehen könnte. Wir leben in einer sexistischen Gesellschaft die auf festen Rollenbildern basiert und davon ärgerlicherweise auch nur genau zwei anbietet. Wir saugen das quasi mit der Muttermilch bzw. im Kindergarten auf. Alles wird in sie hinein gezwängt und diejenigen, die sie verinnerlicht haben verstärken sich noch untereinander, da sie sich ja die ewig gleichen Verhaltensweisen und Lebenspläne vorspielen.</p>
<p>Das ist jetzt für das geneigte Eichhörnchen auch nicht das neueste. Die Feministinnen beißen sich da auch schon länger die Zähne aus, ebenso wie die Streiter für homosexuelle Lebensweisen. Wichtig ist, dass wir uns mal alle dieser soziologischen Tatsache bewußt werden. Denn nur dann können wir wirklich mal angehen, die ständige und teilweise latente Diskriminierung von Menschen, die nicht in das allgemein vorgebetete Raster passen, in unserer Gesellschaft zu beenden. Das praktische daran: Jeder Mensch kann da direkt bei sich selbst mit anfangen! Das nennt sich dann nämlich Aufklärung, wenn man sich der Beweggründe für sein soziales Verhalten bewußt wird. Und die haben wir Menschen echt mal verdammt nötig. Ich hab übrigens den starken Verdacht, dass sich Kant jedes Mal in seinem Grab herum dreht, wenn irgend so&#8217;n Lehrer dieses unsägliche Zitat in der Schule vorbetet.</p>
<p>Aber ich komme vom Thema ab. Die aktuelle Situation, wie ich sie erfasse, ist folgende: Leute, die Verhaltensweisen aufweisen, die dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, oder die einfach gefangen in dem falschen Körper sind oder beide Geschlechtsmerkmale aufweisen haben generell immer noch nichts dazu sagen und halten sich aus Furcht vor negativen gesellschaftlichen Sanktionen meistens aus der Diskussion heraus. Die Frauen hatten im letzten Jahrhundert echt gute Erfolge erzielt, was ihre Gleichberechtigung angeht. Zumindest auf dem Papier sind sie ziemlich gleichgestellt. Dummerweise kommt die Entwicklung da irgendwie nicht voran, es scheitert einfach zu viel an kulturellen und sozialen Hürden.</p>
<h3><strong>Männer, jetzt müssen wir ran!</strong></h3>
<p id="magicdomid37">Es ist dringend nötig das wir als die Priviligierten dieses Rollenschmas anfangen, daran zu rütteln. Und das sind wir! Wer da was anderes sagt möge mal bitte die Augen aufmachen und sich einfach nur mal anschauen, wie die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern so aussieht. Oder wie das mit der Machtverteilung unter den Geschlechtern aussieht. Nennt sich übrigens Patriachat, sollte Mann schon mal was drüber gehört haben. Wir müssen verstehen lernen, wie diese Mechanismen der Unterdrückung funktionieren um sie richtig brechen zu können. Diejenigen stärken, die gegen ihre aufgezwungenen Rollenbilder kämpfen und ihre Position mit unserer Unterstützung bestärken. Wir Männer brauchen dringend neue Rollenbilder für die Welt von heute und Morgen. Der Lohn für unsere Mühen wäre eine Gesellschaft, die wieder ein bisschen besser geworden wäre. Mit glücklichen Menschen, die nicht an den ihnen aufgestülpten Rollenbildern zerbrechen.</p>
<p>Die Herausforderungen der Informationsfreiheit verlangen eine zweite, eine richtige Aufklärung der Menschen. Wir alle müssen daran mit arbeiten, wenn wir in der Gesellschaft der Informationsfreiheit zu Hause sein wollen.</p>
<div><strong>Männer, an die Arbeit!</strong></div>
</div>
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		<title>Abgestumpft?</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 07:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Acid erklärt sich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich seh den Schmerz in deinen Augen.
Ich geh vorbei, will es nicht ertragen.
Ihr verletzt euch nach alten Mustern.
Ihr zersetzt euch mit alten Lastern.

Die Leiden sind mir vertraut, die dich bedrücken.
Kenn dich zwar nicht und doch ist's wohlbekannt.
Kenn Mechanismen, Methoden, Möglichkeiten.
Die Wissenschaft erklärt's, meiner Denke verwandt.

Doch schreckte ich noch jedes Mal zurück,
Wenn ich mir vertraute ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich seh den Schmerz in deinen Augen.<br />
Ich geh vorbei, will es nicht ertragen.<br />
Ihr verletzt euch nach alten Mustern.<br />
Ihr zersetzt euch mit alten Lastern.</p>
<p>Die Leiden sind mir vertraut, die dich bedrücken.<br />
Kenn dich zwar nicht und doch ist&#8217;s wohlbekannt.<br />
Kenn Mechanismen, Methoden, Möglichkeiten.<br />
Die Wissenschaft erklärt&#8217;s, meiner Denke verwandt.</p>
<p>Doch schreckte ich noch jedes Mal zurück,<br />
Wenn ich mir vertraute Abgründe erblickte.<br />
Wenn Hilfe nötig, aber kaum möglich wirkte.<br />
Doch hattich&#8217;s nicht beschlossen? Kein Stück</p>
<p>Wollt ich abweichen vom Pfad des Denkers.<br />
Wollt die Zeit sparen für den des Schreibers.<br />
Wichtig ist&#8217;s dass meine Art dem Pfade folgt.<br />
Wichtig auch, nicht falschem Gewissen gebeugt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mensch&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 18:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[ich kenn schon kaputte Leute,
allerelei Volk, von überall her,
fügen sich dem Tritt von heute,
funktionieren bemüht, gar sehr.

Sie sind im Geiste eingefangen,
von Geschichten des So-Seins,
in der Muttermilch aufgesogen,
im homogenen Kanon vereins.

Verletzt von speer'nen Idealen,
alle trennende Leistungspflicht,
gehormsam am Schaft schieben,
tiefer in ihr Selbst, bis es bricht.

Manche bleiben liegen im Dreck,
kriechen weiter im ewigen Kampf,
viele gehen weiter, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich kenn schon kaputte Leute,<br />
allerelei Volk, von überall her,<br />
fügen sich dem Tritt von heute,<br />
funktionieren bemüht, gar sehr.</p>
<p>Sie sind im Geiste eingefangen,<br />
von Geschichten des So-Seins,<br />
in der Muttermilch aufgesogen,<br />
im homogenen Kanon vereins.</p>
<p>Verletzt von speer&#8217;nen Idealen,<br />
alle trennende Leistungspflicht,<br />
gehormsam am Schaft schieben,<br />
tiefer in ihr Selbst, bis es bricht.</p>
<p>Manche bleiben liegen im Dreck,<br />
kriechen weiter im ewigen Kampf,<br />
viele gehen weiter, im Geiste weg,<br />
wenige wandeln den Speer zu Dampf.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>An der Konsumwarteschlange</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/04/an_der_konsumwarteschlange/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 11:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleichsames bliepen.
Abgepackte Individualitat.
Unterdrücktes fiepen.
Gespielte Souveränität.

Totes Fleisch im Cellophan.
Obst, fern gepflückt von Kinderhand.
Werkzeug, kaum von Güte &#38; Bestand.
Fraß, maximal erlaubt vergiftet,
portioniert, gestückelt &#38; gestiftet.
Schnell wat auf'n hohlen Zahn.

Warten in stumm erzwungener Enge,
der Kleine vorn schlägt über Stränge.
Ich, inmitten, sehne mich voll Traurigkeit,
nach Respekt, Wärme &#38; Ehrlichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleichsames bliepen.<br />
Abgepackte Individualitat.<br />
Unterdrücktes fiepen.<br />
Gespielte Souveränität.</p>
<p>Totes Fleisch im Cellophan.<br />
Obst, fern gepflückt von Kinderhand.<br />
Werkzeug, kaum von Güte &amp; Bestand.<br />
Fraß, maximal erlaubt vergiftet,<br />
portioniert, gestückelt &amp; gestiftet.<br />
Schnell wat auf&#8217;n hohlen Zahn.</p>
<p>Warten in stumm erzwungener Enge,<br />
der Kleine vorn schlägt über Stränge.<br />
Ich, inmitten, sehne mich voll Traurigkeit,<br />
nach Respekt, Wärme &amp; Ehrlichkeit.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>ad pecuniam</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/12/ad-pecuniam/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 09:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Unzivilisation]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilisationskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Diejenigen von euch, die Mal ein bissl Latein hatten, wissen‘s schon: dieser Text sinniert über Geld.

Fasst währe ich dem Drang verfallen, zu erklären, was Geld ist und wie das funktioniert, aber das kann man ja schon an anderer Stelle hervorragend nachlesen. Außerdem würde das nur vom Kernpunkt meiner Überlegungen ablenken und somit kontraproduktiv sein. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diejenigen von euch, die Mal ein bissl Latein hatten, wissen‘s schon: dieser Text sinniert über Geld.</p>
<p>Fasst währe ich dem Drang verfallen, zu erklären, was Geld ist und wie das funktioniert, aber das kann man ja schon an anderer Stelle hervorragend nachlesen. Außerdem würde das nur vom Kernpunkt meiner Überlegungen ablenken und somit kontraproduktiv sein. Wenn ihr also wissen wollt, was Buchgeld, Zentralbankgeld und normales Geld ist und worin sich das unterscheidet, dann geht euch woanders informieren oder studiert VWL.</p>
<h2>Übersicht</h2>
<p>Es geht um die Betrachtung der sozialen Aspekte von Geld und was diese für unser Zusammenleben bedeuten. Dabei meine ich jetzt nicht, dass man ohne Kohle ganz schnell in Gefahr gerät, bei wichtigen sozialen Anlässen nicht mit machen zu können. Ich will auch ausnahmsweise gar nicht auf den Mechanismen und Sympthomen des Kapitalismus in Neoliberaler Form rum hacken und auch gar nicht erklären, warum die aktuelle Finanzblase bestimmt platzen wird.</p>
<h2>Basis</h2>
<p>Geld entstand, der Überlieferung nach, als allgemeingültiges Tauschmittel für den Tauschhandel. Da&#8217;s nicht so schnell verschimmelt und auch ansonsten nicht so viel Platz weg nimmt soll&#8217;s sich dann durch gesetzt haben. Tauschhandel war bei der vorherrschenden Güterknappheit der vergangenen Jahrtausende Gang und Gebe. Durch die lokale Beschränktheit der Märkte (so ohne die Transportations- und Kommunikationssysteme unserer Zeit hat Mensch nun mal keine weite Sphäre um sich schnell mit Informationen und Gütern zu versorgen) ergab sich ein reger Austausch durch fahrende Händler, die geschickt die unterschiedliche Nachfrage in den einzelnen Regionen zu ihrem Vorteil zu nutzten wussten.</p>
<p>Die Motivation der einzelnen Parteien eines Tauschhandels ist recht einfach zu verdeutlichen. Die Produzenten, stets mehr oder weniger mit dem Kampf um&#8217;s Überleben beschäftigt, hatten nichts zu verschenken, hatten aber den Bedarf an dem einen oder anderem Gut. Die Zwischenhändler, so es denn welche gab, versuchten sich mit dem Handel am Leben zu halten. Während in der Kommune noch im Großen und Ganzen die Gemeinschaft im Vordergrund stand, wurde jeder Mensch von Außerhalb dieser Gemeinschaft skeptisch betrachtet.</p>
<p>Dies beleuchtet ein wenig, warum die Idee, einem unbekannten Menschen mehr zu schenken, als es braucht, damit er nicht direkt vor meiner Haustür krepiert, so vollkommen abwegig in der Kultur der letzten Jahrtausende war. An fremde Leute wurden Güter nur im Austausch gegen andere Güter abgegeben.</p>
<h2>Entwicklung</h2>
<p>Doch warum gebe ich nicht dem Anderen, wenn ich selbst etwas gerade nicht zu Überleben benötige oder gar im Überfluß darüber verfüge, ohne eine Gegenleistung zu verlangen? Wäre denn nicht auch zu erwarten, dass mir dann andere auch Ihre überflüssigen Güter geben? Und sei es nur, um meinem gutem Beispiel zu folgen?</p>
<p>Doch da scheint mir ein altes, tief eingeprägte Misstrauen dem Fremden gegenüber vorzuherrschen. Eben jene Angst scheint zu stark ausgeprägt, zu weit verbreitet, zu sein, als dass sich solch eine Strategie des freien Abgebens entwickeln könnte. Eine löbliche Ausnahme bieten da Open Source, Creative Commons und andere Ausprägungen der freier Weitergabe von Gütern bzw. dem Wissen über ihre Erstellung.</p>
<p>Man tauscht also, weil man misstrauisch ist, dass man ansonsten für seine Mühen entlohnt wird/eine Gegenleistung erhält. Und da Geld dem Tauschandel auf dem Fuße folgt, können wir diese Annahme sogleich auf eben jenes übertragen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Geld ist also manifestieres Misstrauen den unbestimmten Anderen Gegenüber, dessen Wert mir von einer Instanz garantiert wird, der die meisten  auch nur bedingt vertrauen. Ich bin der Ansicht, dass Geld für ein soziales Gefüge von Menschen wie  Gift wirkt. Man könnte auch sagen eine Droge, von der wir uns wieder  lösen müssen. Es belastet unser Zusammenleben enorm (vor allen Dingen das Zusammenleben mit Mitmenschen, die weit von uns entfernt leben) und nachhaltig.</p>
<h2>Ausblick</h2>
<p>Meiner Bescheidenen Meinung werden wir uns in unserer weiteren sozialen  Entwicklung von dem Konzept des Geldes löscn müssen, das wird bloß noch  lange dauern können, wenn man bedenkt, wie tief das Konzept bei uns  verwurzelt ist.</p>
<p>Ad-hoc Lösungen zur Abfederung des schlechten sozialen Einflusses wären Konzepte wie die zinslose Geldwirtschaft, Geld was seinem Wert im Laufe der Zeit verliert und das garantierte Grundeinkommen, aber das sind Themen für andere Blogposts.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Geschichten von Wahrheit</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/12/geschichten-von-wahrheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 01:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Unzivilisation]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilisationskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Willkommen Kind, oh junge Brut.
Willkommen hier auf Erden,
willkommen hier im Sein.
Was soll nun aus dir werden?
Was wird dich wohl erfreu'n?
Was entünden deines Herzens Glut?

So gib fein acht und lerne!

Höre auf die Alten, die dir den Mensch erklären.
Denn lernen, musst du vieles.
Beizeiten, nicht nur Sprach &#38; Gang.
Und auch nicht nur Mathe &#38; Subtiles,
als Mensch braucht's ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Willkommen Kind, oh junge Brut.<br />
Willkommen hier auf Erden,<br />
willkommen hier im Sein.<br />
Was soll nun aus dir werden?<br />
Was wird dich wohl erfreu&#8217;n?<br />
Was entünden deines Herzens Glut?</p>
<p>So gib fein acht und lerne!</p>
<p>Höre auf die Alten, die dir den Mensch erklären.<br />
Denn lernen, musst du vieles.<br />
Beizeiten, nicht nur Sprach &amp; Gang.<br />
Und auch nicht nur Mathe &amp; Subtiles,<br />
als Mensch braucht&#8217;s auch Ehr&#8217; &amp; Anstand.<br />
Damit ihn seine eigenen Fehler nicht verzehren.</p>
<p>Das wichtigste ist Familie und Stand, das weiß jedes Kind!</p>
<p>In der Familie lässt sich&#8217;s vorzüglich leben,<br />
umsorgt von Vater, Mutter &amp; Verwandtschaft.<br />
Im Sein gefestigt durch Glauben und Dogma.<br />
An&#8217;s weltliche gebunden durch&#8217;s Paradigma,<br />
lernst von uns wie braver Mensch was schafft,<br />
denn nur so kann dein Leben was ergeben.</p>
<p>Sozial ist der Mensch und Gütig, wenn wohl behütet.</p>
<p>Doch achte auf dich selbst am meisten,<br />
bist dir immerhin selbst am nächsten.<br />
Und beachte stets, was du weiter gibst,<br />
schau auch, dass dich kein anderer tritt.<br />
Sollst deine Macht ja nicht vergeuden,<br />
vielmehr an ihren Früchten erfreuen.</p>
<p>Fürsorglich geht die Welt zugrunde, sind&#8217;s doch solch Barabaren!</p>
<p>Und glaub bloß nicht das Geschwätz der Gutmenschen.<br />
Und stell unser natürliches Verhalten nicht in Frage.<br />
Und beachte stets was früher gelehrt worden ist.<br />
Wie sie richten &amp; agitieren über unsr Aller Lage.<br />
Wie das Netz brüllet, wie es aufzeigt als sei&#8217;s in Rage.<br />
Wie&#8217;s eindringlich redet über überleben durch bewegen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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