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	<description>Nachdenkliches aus dem Sprawl</description>
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		<title>Der Lange Weg Zur Zufriedenheit</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 12:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Acid erklärt sich]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Freunden gelacht, gemacht, gehacht.
Von jenen vieles erlernt, perlte vieles Lob.
Von andren geschätzt, manches Glas erhob.
Mit bekommen, mit Zweifel, aber mit gemacht.

Die Skepsis hat Gründe, stahl ich mir doch Ziele.
Und mit denen Pläne, Ehrgeiz getriebene. Spiele
Und Tanz gehörtn stets zu mir, ja auch Helligkeit
Die strahlte, den Weg bahnte in Selbstgefälligkeit.

Aber davor beim wachsen, lernt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Freunden gelacht, gemacht, gehacht.<br />
Von jenen vieles erlernt, perlte vieles Lob.<br />
Von andren geschätzt, manches Glas erhob.<br />
Mit bekommen, mit Zweifel, aber mit gemacht.</p>
<p>Die Skepsis hat Gründe, stahl ich mir doch Ziele.<br />
Und mit denen Pläne, Ehrgeiz getriebene. Spiele<br />
Und Tanz gehörtn stets zu mir, ja auch Helligkeit<br />
Die strahlte, den Weg bahnte in Selbstgefälligkeit.</p>
<p>Aber davor beim wachsen, lernt ich zu verachten.<br />
Wie mir ergibt leben &amp; denken, handlen &amp; lenken,<br />
Wie&#8217;s mich treibt vor Intresse &amp; Suche nach Sinn.<br />
Aber dies versteckte lange, vergessen in mir drinn.</p>
<p>Also steh ich mir, wie die andren, selbst im Weg,<br />
Zur Veränderung, zur Akzeptanz meines Selbst,<br />
Zur Wegfindung, Planfindung, Abfindung,<br />
Also pack ich das jetzt an. Seh ja&#8217;n Steg.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://acidblog.de/?flattrss_redirect&amp;id=508&amp;md5=0a66278eba1242127ac2b0eceb9dae66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://acidblog.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bewegungslos Aufgewühlt (oder: Zyklus unter Ritalin)</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/12/bewegungslos-aufgewuhlt-oder-zyklus-unter-ritalin/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 22:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Acid erklärt sich]]></category>
		<category><![CDATA[Ritalin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fliege zur Sonne meiner Erwartungen.
Gelenke schmelzen, bersten unruhig.
Falle hinab, zur Frustration am Boden.

Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Pralle auf, Pläne platzen, Power aus.
Stehe wieder auf, genervt und stetig.
Arme tief durch, schaue um &#38; voraus.

Prüf grob Status, Säumeligkeiten, Soll.
Fege Scherben, kläre, analysiere eifrig.
Gehe gemütlich, Kraft strömt wie toll.
Ich bin so ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.<br />
Fliege zur Sonne meiner Erwartungen.<br />
Gelenke schmelzen, bersten unruhig.<br />
Falle hinab, zur Frustration am Boden.</p>
<p>Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.<br />
Pralle auf, Pläne platzen, Power aus.<br />
Stehe wieder auf, genervt und stetig.<br />
Arme tief durch, schaue um &amp; voraus.</p>
<p>Prüf grob Status, Säumeligkeiten, Soll.<br />
Fege Scherben, kläre, analysiere eifrig.<br />
Gehe gemütlich, Kraft strömt wie toll.<br />
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.</p>
<p>Fang an zu laufen, zu jagen an Orten.<br />
Der Zusammenkunft, nie überdrüssig.<br />
Springe, hebe ab, gen Sonne fliegen.<br />
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Und da schreib ich über Feminismus&#8230;</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/12/und-da-schreib-ich-uber-feminismus/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2011/12/und-da-schreib-ich-uber-feminismus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 22:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe einen Text geschrieben. Über Alltagssexismus. Nen schick geschriebenen Text. Über ein Thema, was wichtig ist. Ich habe den Alltagssexismus behandelt wie ich ihn erlebe und auch auslebe. Nun stellt sich für viele meiner Leser_innen die Frage, warum ich das gemacht habe. Das will ich versuchen, in diesem Text darzulegen.
Ich schrieb den Text, da ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="magicdomid219">Ich habe einen <a href="http://kegelklub.wordpress.com/2011/12/05/ich-bin-alltagssexist-aber-ich-arbeite-daran/" target="_blank">Text</a> geschrieben. Über Alltagssexismus. Nen schick geschriebenen Text. Über ein Thema, was wichtig ist. Ich habe den Alltagssexismus behandelt wie ich ihn erlebe und auch auslebe. Nun stellt sich für viele meiner Leser_innen die Frage, warum ich das gemacht habe. Das will ich versuchen, in diesem Text darzulegen.</p>
<p id="magicdomid680">Ich schrieb den Text, da ich dieses Thema für richtig wichtig halte. Ein Thema, welches von allen behandelt werden muss, nicht nur von denen, die so richtig drunter leiden. Ich habe diesen Text geschrieben, um Männern* das Problem des Sexismus aufzuzeigen, ohne mit einem anklagendem Zeigefinger zu wedeln. Viel Männer* gehen im feministischen Diskurs in Abwehrhaltung und verweigern sich der Realität, dass Frauen* nicht gleichberechtigt sind. Ich wollte mit meinem Text zeigen, wie schnell ein Mann* sexistisch sein kann, ohne dass er sich des Problems bewusst wird oder ist. Habe ich das erreicht? Ich denke, ja.</p>
<p id="magicdomid1163">Der Text ist nicht anklagend oder besserwisserisch geschrieben, wie es leider doch vielen Feminist_innen in ihren Texten passiert. Ich erachte das für wichtig, nein essentiel zur Kommunikation. Ich kann und will es mir nicht leisten Menschen durch Aggressivität zurückzuweisen. Ich lerne nur von denen, die mir freundlich gesinnt sind, und mir Liebe begegnen. Der Diskurs ist agressiv, muss sogar agressiv sein, damit er gehört wird und die notwenige Wahrnehmung erfährt. Das ist es jedoch, was viele Männer*, selbst die, die prinzipiell offen sind, zurück schrecken lässt. Die Anklage ihres Verhaltens baut Mauern auf.</p>
<p id="magicdomid2297">Ich will helfen, diese Mauern einzureissen, zu verdeutlichen, warum dieser aggressive Diskurs für nötig erachtet wird. Dafür muss ich aber mit den &#8220;einfachen&#8221; Dingen anfangen, langsam sensibilisieren und heranführen. Mir ist klar, dass es noch sehr viele Aspekte gibt, die ich nicht behandelt habe. Es geht nicht nur um die Ungleichwertung von Mann* und Frau*, es geht um die Ungleichwertung von allen Menschen untereinander. Sei es, weil sie sich nicht in das binäre Schema passen, sei es, weil sie nicht derart sind wie andere, das ist nicht von Belang.</p>
<p id="magicdomid2304">Mir ist klar, dass eine Feminist_in das schon mehrer hundert Male getan hat und der Nerv dafür oft gar nicht mehr vorhanden ist. Ich kenne das sogar selbst schon aus Gesprächen und dabei bin ich lange nicht so sensibilisiert wie einige von euch. Ich bin davon überzeugt, dass dies der Weg ist, den wir zusammen gehen müssen.</p>
<p id="magicdomid2411">Mein Ziel ist es, Männern* den Feminismus näher zu bringen, ohne sie anzugreifen. Ich will ihnen zeigen, dass wir gemeinsam eine bessere Welt schaffen können, ja müssen.</p>
<p id="magicdomid2496">Ich bin <a href="http://twitter.com/acid23">@acid23</a> und <a href="http://twitter.com/herrurbach">@herrurbach</a> und ich versuche, Männern* den Feminismus zu erklären.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich bin Alltagssexist &#8230; aber ich arbeite daran!</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/12/ich-bin-alltagssexist-aber-ich-arbeite-daran/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 21:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab mal mit dem wunderbaren Herrn Urbach einen Text zusammen geschrieben. Wir haben das dann zuerst beim kegelklub veröffentlicht.


Ich bin ein Alltagssexist. Ich schaue Frauen auf den Hintern und auf ihre Brüste. In der U-Bahn, im Supermarkt oder auch auf der Straße. Werbung mit leichtbekleideten Frauen darin finde ich gut. Wenn mich Frauen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="magicdomid2453"><em>Ich hab mal mit dem wunderbaren Herrn Urbach einen Text zusammen geschrieben. Wir haben das dann zuerst beim <a href="https://kegelklub.wordpress.com/2011/12/05/ich-bin-alltagssexist-aber-ich-arbeite-daran/">kegelklub</a> veröffentlicht.</em></div>
<div><strong><br />
</strong></div>
<p id="magicdomid2457">Ich bin ein Alltagssexist. Ich schaue Frauen auf den Hintern und auf ihre Brüste. In der U-Bahn, im Supermarkt oder auch auf der Straße. Werbung mit leichtbekleideten Frauen darin finde ich gut. Wenn mich Frauen nach technischen Sachverhalten fragen, erkläre ich es ihnen anders, als wenn ein Mann mich fragt. Ich verändere das Niveau der Erklärung – nach unten.</p>
<p id="magicdomid2605">Ich schaue beim Überholen von der lahmen Sau vor mir, ist doch bestimmt ne Frau! Wenn ich aus dem Bürofenster jemanden beim Einparken beobachte, der sich besonders kompliziert anstellt, erwarte ich, dass eine Frau aus dem dann parkenden Auto aussteigt. Und wenn ich ehrlich bin: es nervt mich. Und das jeden Tag immer wieder. Ich weiß, dass dieses Verhalten falsch ist. Um genau zu sein, ist es sexistisch. Es entwürdigt andere Menschen, die nicht meinem Geschlecht angehören. Es erklärt sie zu Objekten, raubt ihnen einen Teil ihres Menschseins.</p>
<p id="magicdomid2591">Ich will das alles nicht vorleben, weil es prägt. Noch mehr, es verstärkt und bestätigt sich immer wieder selbst, will mich und andere in vorgegebene Förmchen packen. Förmchen, die nicht zu uns passen. Ich weiß das alles. Ich weiß das alles und dennoch finde ich mich immer wieder in diesem Förmchen. Ich versuche, mich nicht von ihnen formen zu lassen. Versuche auszubrechen, aufzuzeigen, aufzuklären. Es gelingt stellenweise, zeitweise, teilweise. Und dann, wenn ich nicht aufpasse, schnappt das Gummiband zurück und ich ertappe mich wieder dabei, in ihnen zu denken. In diesen Augenblicken schäme ich mich dafür. Vor mir und vor den anderen Geschlechtern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2595">Dann versuche ich mich zusammen zu reißen, noch besser aufzupassen, noch mehr an mir zu arbeiten. Aber für je zwei Schritte vor kommt gefühlt ein Schritt zurück. Und es wird mir dabei nichts einfach gemacht. Es ist so erschreckend einfach mit zu schwimmen. Ich wurde über die letzten 30 Jahre als Mann sozialisiert. Ich bin in einer sexistschen Umgebung aufgewachsen, ohne das wissen oder reflektieren zu können. Für meine Eltern und mein Umfeld waren die Vorurteile und kleinen Späße gegenüber anderen Geschlechtern kein Problem, wurden auch nicht thematisiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2599">Heute weiß ich ob der diskriminierenden Handlungen und Aussagen, musste dieses Wissen aber erst in langen Gesprächen lernen. In langen Gesprächen, in denen mir die Opfer der kleinen Späße und der beleidigenden Äußerungen ihre Sicht, ihr Empfinden und ihre Rezeption dieses, meines Handelns erklärt haben.  Es war nicht einfach, zuzuhören, nicht einfach, anzuerkennen, dass ich selbst der Unterdrücker war. Ich brauchte Zeit, zu verstehen, dass ich in dieser Gesellschaft bevorzugt behandelt werde. Ich glaubte, zu den Guten zu gehören und musste feststellen, dass ich trotzdem Schlechtes tat.</p>
<p id="magicdomid2601">Zum ersten Mal mit meinem Handeln konfrontiert sah ich mich gar selbst in der Opferrolle – der Feminismus will mich diskriminieren! Die Beispiele sexistischen Handelns empfand ich als Bedrohung, als Herabsetzung meiner selbst. &#8220;So bin ich nicht!&#8221;</p>
<p id="magicdomid2602">Heute weiß ich: Ich bin so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p id="magicdomid2604">Aber ich will so nicht bleiben. Ich arbeite daran, in langsamen Schritten. Es ist ein schwerer Weg, der sich aber lohnt zu gehen. Und während ich so diesen Weg gehe, sage ich mir, wer und was ich bin, damit ich nicht so bleibe: Ich bin <a href="http://twitter.com/herrurbach" target="_blank">@herrurbach</a> und <a href="http://twitter.com/acid23" target="_blank">@acid23</a> und ich bin Alltagssexist. Ich arbeite daran.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Grundstein</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/11/grundstein/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 00:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Acid erklärt sich]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie war da dieser Antjeschrupp-Artikel in meinem Handy noch offen gewesen. Und als ich mal wieder U6 fuhr, in der notorisch eine Netzspezifische Unterversorgung herscht, habe ich den halt zuende gelesen. Und wurde mir mal wieder klar, dass ich doch irgendwie mal was klarstellen sollte. Nämlich zu meiner Motivation, was das Texte schreiben, mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie war da <a href="http://antjeschrupp.de/gleichstellung" target="_blank">dieser Antjeschrupp-Artikel</a> in meinem Handy noch offen gewesen. Und als ich mal wieder U6 fuhr, in der notorisch eine Netzspezifische Unterversorgung herscht, habe ich den halt zuende gelesen. Und wurde mir mal wieder klar, dass ich doch irgendwie mal was klarstellen sollte. Nämlich zu meiner Motivation, was das Texte schreiben, mit Leuten diskutieren und noch viel mehr angeht. Also gibt es jetzt diesen Diskussionsgrundstein, damit ich immer drauf verlinken kann :)</p>
<p>Aber dafür muss ich von meinem Lebensziel, der sich daraus ergebenden Philosphie und meinem aktuellen großen Plan erzählen. Aber wir haben ja Zeit, ich fang einfach mal an ;)</p>
<h1>Des acids Lebensziel</h1>
<p>Als ich mit 13 oder 14 in der Konfirmationsgruppe saß und uns der Pfarrer fragte, was wir im Leben werden wollten, sagte ich nur eines &#8220;glücklich&#8221;. Die anderen Kinder lachten nur. Heutzutage weiß ich nicht, ob ich über sie lachen oder weinen soll(, das ist &#8211; zugegebenermaßen &#8211; Stimmungsabhängig).</p>
<p>Inzwischen bin ich mir über so einiges klar geworden, z.B. dass ich Religion sehr gefährlich &amp; problematisch finde. Dabei ist mein Ziel eigentlich gleich geblieben. Ich hab&#8217;s nur konkretisiert: Ich will nachhaltige Zufriedenheit erlangen.</p>
<p>Da unsere Gesellschaft eine grausame, ausbeuterische und kalte ist und ich eigentlich echt ein sozialer Mensch bin (abgesehen von gelegentlichen Isolationsphasen) kann es für mich nur ein Ziel geben: die Welt zu einer solchen machen, in der ich gerne leben möchte. Da dieses nun mal nicht so einfach zu erreichen ist, führt es direkt zum nächsten Punkt:</p>
<h1>Des acids Philosophie</h1>
<p>Nun, eigentlich möchte ich diesen Begriff mit Vorsicht betrachten. Bislang habe ich noch keine Eudaemonie ausformuliert, was ich als wichtigen Bestandteil einer solchen betrachten würde.  Momentan kann man wohl meine Arbeiten zum Thema Informationsfreiheit als die Anfänge meiner Philosophie ansehen.</p>
<p>Eudaemonie ist aber ein zentraler Begriff in dem noch unspezifiziert dahinwabernden Raum meiner Philosophie. Die Zufriedenheit auch in starken Lebensstürmen bewahren und negative Emotionen erleben und gleich wieder gehen lassen, dies sind zentrale Punkte meiner Lebenseinstellung. Durch sie kann ich mir Ziele vornehmen und Arbeitsberge angehen, die alleine in einer Lebenszeit nicht zu erklimmen sind.</p>
<p>Geplant sind auch Arbeiten zum Zusammenleben von Menschen, außerdem möchte ich mit an Gedankengut für eine Gesellschaft nach der aktuellen arbeiten, da ich befürchte, dass der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten ist.</p>
<p>&#8220;Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen&#8221; schrieb Albert Camus so schön. Und so versuche ich auf dem steinigen Weg möglichst zufrieden zu sein. Nuja, ich bin ja <a href="https://sindeloke.wordpress.com/2010/01/13/37/" target="_blank">privilegiert</a>, also ist der Weg lange nicht ganz so steinig wie bei vielen anderen.</p>
<h1>Des acids Plan</h1>
<p>Ich sehne mich nach einer Gesellschaft wie ich sie nie kennen lernen werde. Einer Gesellschaft in der es zum guten Ton gehört, möglichst offen und kooperativ zu sein. In der ein Großteil der Menschen sich von sich heraus so verhält, dass es keiner Unterdrückung zum friedlichen Zusammenleben bedarf. Mir geht es darum, einer Gesellschaft den Weg zu bahnen, in der Kooperation die vorherschende Maxime ist und nicht Unterdrückung wie in unserer jetzigen.</p>
<p>Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass uns all diese -ismen dabei mehr behindern als helfen. Ihnen allen wohnt der Gedanke inne, dass man Menschen bzw. ihre Gemeinschaften durch Druck von außen formen kann. Das stellt für die Bildung autoritärer Gesellschaftsstrukturen eine ausgiebig und erfolgreich angewandte Strategie dar. Jedoch kann es uns auf dem Weg hin zu meiner Utopie nicht helfen. Äußerer Druck formt zwar kurzfristig Gemeinschaften jedoch brauchen diese immer weiteren Druck um bestehen zu bleiben. Da hatte ich auch schon mal <a title="Der fundamentale Irrtum unserer Gesellschaftstheorien" href="http://acidblog.de/index.php/2009/09/der-fundamentale-irrtum-unserer-gesellschaftstheorien/" target="_blank">in deutlich verkopfter drüber geschrieben</a>.</p>
<p>So&#8217;n bissl Geschichte habe ich aber auch mit genommen. Deshalb weiß ich, dass sich sich Veränderungen im allgemeinen echt langsam unter den Menschen verbreiten. Also liegt es konsequenterweise auf meinem Weg versuchen Positionen zu erarbeiten, im Diskurs weiter zu entwickeln, Ergebnisse aufzuarbeiten und natürlich dabei auch zu verbreiten. Insofern besteht mein aktueller Plan einfach aus drei Punkten: 1. überleben, 2. bilden, 3. diskutieren</p>
<p>Zugegeben, etwas unkonkret, aber wolltet ihr jetzt lesen, dass ich jetzt ersmal arbeite, bis ich meine Schulden los geworden bin. Dann noch ein bissl weiter arbeite, bis ich nen kleines Polster habe, um dann irgendwo weit weg in den Norden mit viel Natur und Interwebz zu ziehen und Bücher zu schreiben? Ne, oder? ;)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So, ich geh dann mal die Beschreibung von meinem Blog hier ändern und danach fange ich vielleicht noch mit dem Artikel an, den ich eigentlich schreiben wollte, als ich merkte, dass ich den Grundstein hier brauchte&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Herausforderungen der Informationsfreiheit</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/10/herausforderungen-der-informationsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 17:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Informationskontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigmenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Uncivilisation]]></category>

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		<description><![CDATA[(Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte dort abgeben.)
oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.
Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="magicdomid16"><em>(Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte <a href="http://blog.spackeria.org/2011/10/25/herausforderungen-der-informationsfreiheit/">dort </a>abgeben.)</em></p>
<p><em>oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.</em></p>
<p id="magicdomid24">Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der Feststellung, dass ich mit Kristian Köhntopp übereinstimme, das es auf <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html%29" target="_blank">folgende Frage hinaus</a><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html%29" target="_blank"> läuft</a>:</p>
<blockquote>
<div id="magicdomid26">Hier ist die Wahl. Sie ist die einzige Wahl. Sie ist digital, wie das</div>
<div id="magicdomid27">Medium, das die Wahl erzwingt:</div>
<div>1. Kopieren hinnehmen.</div>
<div id="magicdomid31">2. jede Kommunikation von Jedermann mit jedem anderen immer auf ihre Legalität hin untersuchen und filtern.</div>
<div id="magicdomid34">Wenn Fall 2 nicht stattfindet, bildet sich sofort ein Overlay-Netzwerk und Fall 1 tritt ein.</div>
</blockquote>
<p>Wir alle erleben gerade selbst, mehr oder weniger am eigenen Leibe, welche Grundrechte und Freiheiten die Verteidiger der Informationskontrolle zum Erhalt eben jener zu opfern bereit sind.</p>
<p>Dieses ist nicht hinnehmbar, weshalb ich mich entschieden auf die Seite der Informationsfreiheit stelle. Doch was bedeutet Informationsfreiheit für mich?</p>
<p><span id="more-467"></span></p>
<h3>Eine Definition der Informationsfreiheit</h3>
<p id="magicdomid52">Ich benutze hier Informationsfreiheit für die Beschreibung eines Zustandes in dem<em> annähernd alle</em> Informationen <em>direkt nach Ihrer Entstehung</em> und <em>jederzeit von überall</em> zur Verfügung stehen. Dies ist als gesellschaftliches Ideal zu verstehen, welches sich aber auch als polistische Forderung eignet.<br />
Ihr steht die Informationskontrolle in Reinform als Extrempunkt gegenüber.</p>
<h4><strong>Zur Erläuterung:</strong></h4>
<p id="magicdomid65">Mit &#8220;annähernd alle&#8221; bezeichne ich alle Informationen von Individuen und Organisationen, die im Laufe Ihrer Existenz anfallen bzw. von diesen erzeugt werden. Die Einschränkung resultiert daraus, dass Individuen Ihre Möglichkeit nutzen, gesonderte Informationen nicht fest zu halten, bzw. nur mit einen ausgewählten  Kreis zu teilen.<br />
Mensch muss sich allerdings bewusst sein, dass jede geschriebene/festgehaltene Information potenziell und auf jeden Fall so gut wie öffentlich ist.</p>
<p id="magicdomid74">Es ist extrem wichtig, dass Informationen möglichst zeitnah nach Ihrer Entstehung ge- und verteilt werden, da sie andernfalls von den Leuten, die Ihre Freigabe verzögern, kontrolliert werden. Des weiteren bin ich der Meinung, dass der Zugang zu Informationen allen Menschen möglichst unkompliziert und ohne Schranken ermöglicht werden muss.</p>
<p id="magicdomid76">Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man durch ein breite Beteiligung und Plattformneutralität die aktuellen Probleme lösen können wird.</p>
<div id="magicdomid78">
<h3>Was sind die Herausforderungen?</h3>
</div>
<p id="magicdomid82">Während die vorrausgehenden Überlegungen, bzw. die aus Ihnen resultierenden Forderungen, noch öfters anzutreffen sind, fehlt eine Diskussion Ihrer Konsequenzen weitesgehend.</p>
<p id="magicdomid86">Ein Kampf für die Informationsfreiheit ohne dabei zu bedenken, welche sozialen Herausforderungen diese mit sich bringt kann, meine Meinung nach, nur katastrophal enden.</p>
<p id="magicdomid89">Diese Problematik lässt sich sehr gut anhand der Rolle ihres Gegenparts in unserer aktuellen Gesellschaft aufzeigen.</p>
<h3 id="magicdomid91">Macht basiert auf Informationskontrolle</h3>
<p id="magicdomid96">Die mächtigste Partei in einem Konflikt ist heutzutage stets die, die sich der meisten Informationen, bzw. ihrer Nutzungsrechte, ermächtig und so der Gegenseite den Zugang zu eben jenen verwehren/verzögern kann.</p>
<p id="magicdomid106">Im Wirtschaftsystem kann man dies recht gut beobachten. Zum einem an dem Patentwahnsinn, der mit der Lizensierung von Genen und Algorithmen in den letzten Jahren die wildesten Blüten trieb. Zum anderen basiert jegliche Form des Handels auf Informationskontrolle oder profitiert zumindest entscheidend von ihr. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass dies ein zentrales Monument des Kapitalismusses darstellt.</p>
<p id="magicdomid109">Aber es betrifft nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte:</p>
<p>Informationskontrolle ist auch ein zentrales Element unsere Kultur. Konzepte wie Kindheit, Altersfreigaben oder auch Privatsphäre wären ohne sie nicht umzusetzen. Das interessante bei dieser Betrachtung ist allerdings, dass diese Konzepte alle relativ jung sind.</p>
<p>Sind sie doch gerade mal 2-300 Jahre alt, und stellen ein festes Fundament der bürgerlichen Kultur dar. Mit deren Hilfe das Bürgertum den Adel im Anschluß an die Revolutionen des 18. und 19.en Jahrhunderts in seiner Vormachtstellung verdrängte.</p>
<h3 id="magicdomid123">Wie können wir diesen Herausforderungen entgegen treten?</h3>
<p id="magicdomid130">Ebenso wichtig wie das reine anlysieren und erkennen der Problematik ist die Erörterung bzw. Erarbeitung von Lösungsansätzen für unsere Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die näher an der Informationsfreiheit liegt als an der Informationskontrolle verlangt von Ihren Mitgliedern automatisch ab, sich mit dem unweigerlich entstehenden Strom von Informationen auseinander setzen zu können.</p>
<p id="magicdomid135">Wir alle müssen lernen uns widerstrebende Ideen, Werte &amp; Normen als solche zu akzeptieren. Ich sage hier ausdrücklich akzeptieren, da ein reines tolerieren von widerstrebenden Informationen bzw. Gedanken die tolerierenden Menschen von der wichtigen Aufgabe der Auseinandersetzung befreit und somit der absichtlichen und isolierenden Ignoranz den Raum frei macht.</p>
<p id="magicdomid143">Des weiteren ist es aber auch nötig, dass die Menschen dieser Gesellschaft auch die Zeit haben um sich mit dieser Flut an Gedanken anderer Menschen auseinanderzusetzen. Weshalb ich der Meinung bin, dass ein Kampf für die Informationsfreiheit auch immer ein Kampf für die soziale Gleichstellung aller Menschen darstellt. Im übrigen verlangt der Erhalt unseres unsäglichen Geldsystemes selbst nach Konzepten wie dem garantierten Grundeinkommen &#8211; doch auch dieses ist ein Thema für einen weiteren Artikel.</p>
<h4 id="magicdomid145">Regulierung über die Gemeinschaft und nicht über Gesetze</h4>
<p id="magicdomid149">Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass positive wie negative Sanktionierung des Umgangs mit Informationen anderer über gesonderte Organe zum einen aufgrund des exponentiell steigenden Informationsflusses ab einem gewissen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht mehr zu realisieren sein wird.</p>
<p id="magicdomid153">Zum anderen kann dieses für eine Gesellschaft auf lange Sicht auch nicht wünschenswert sein, ergibt sich doch das Problem der Überwachung der Überwacher. Also der Elitenbildung und den daraus resultierenden Machtmissbrauch der Überwacher.</p>
<p id="magicdomid157">Schlußendlich kann eine Beeinflußung des sozialen Verhaltens der Mitglieder einer Gesellschaft, die nicht aus der Mitte eben jener kommt sich nie so schnell entwickeln wie sich neue Formen des sozialen Zusammenlebens heraus kristallisieren.</p>
<p id="magicdomid165">Dies alles verlangt von jedem einzelnen ein viel größeres Maß der selbst geleisteten Kontrolle über Emotionen und Verhalten ab als wir es momentan gewöhnt sind. Der Mensch in der Informationsfreiheit muss die Selbstdisziplin aufweisen können, von sich heraus die Gedanken und Lebensweisen anderer offen anzuerkennen und zu respektieren.</p>
<p id="magicdomid171">Man mag diese Überlegung als wirr oder wahnsinnig betrachten. Da sich die Informationsfreiheit und die Informationskontrolle gegenüberstehen ist dies auch nur logisch, dass ein Wandel von einer Gesellschaft der Informationskontrolle zu einer der Informationsfreiheit einen radikalen Paradigmenwechsel erfordert.</p>
<p id="magicdomid176">Unabhängig von meinen Schlüssen bestehen die eingangs beschriebenen Probleme in unserer Gesellschaft und wir werden eine Lösung finden müssen. Es liegt an uns, zu entscheiden und erkämpfen, wie diese aussehen sollen.</p>
<p id="magicdomid179">Viele der vorangehenden Überlegungen müssen Mitgliedern unserer heutigen Kultur zwangsläufig als leichtfertig und gefährlich erscheinen.</p>
<p id="magicdomid181">Doch dies zeigt nur umsomehr die Dringlichkeit der Diskussion auf.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blanke Fläche</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 22:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Metagedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibblockade]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Starre auf die blanke Fläche,
Sinniere, wie ich sie breche,
Informationen, kompakt &#38; gut,
In lockres lesbares Lesegut.

Umkreis die imaginäre Beute,
stell Fallen auf, Abschnitte,
Stichpunkte, Sätze, Schritte,
um se jetz zu fangen, heute!

Fang zögerlich an &#38; redigiere.
Fahre klobig fort &#38; reduziere,
skeptisch das Werk betrachten,
solltichs nicht mehr beachten?

Seufze auf in Frustration.
So scheiterts an Resignation.
Die wohlüberlegten Gedanken,
dicht an Schreibschranken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Starre auf die blanke Fläche,
Sinniere, wie ich sie breche,
Informationen, kompakt &amp; gut,
In lockres lesbares Lesegut.

Umkreis die imaginäre Beute,
stell Fallen auf, Abschnitte,
Stichpunkte, Sätze, Schritte,
um se jetz zu fangen, heute!

Fang zögerlich an &amp; redigiere.
Fahre klobig fort &amp; reduziere,
skeptisch das Werk betrachten,
solltichs nicht mehr beachten?

Seufze auf in Frustration.
So scheiterts an Resignation.
Die wohlüberlegten Gedanken,
dicht an Schreibschranken.</pre>
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		<title>Zur Erbärmlichkeit Des Vorsichtigen Anerkennens</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 13:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionskultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt da so ein Muster welches mir immer wieder in sozialen Diskussionen begegnet. Man müht sich ab, seine Position deutlich zu machen, versucht sie mit Argumenten, Beispielen, Lemmata zu untermauern um dann auf das Muster, ich nenn es mal "vorsichtiges Anerkennen" zu treffen.

Dieses tritt in diversen Variationen auf, besteht aber immer aus zwei zentralen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt da so ein Muster welches mir immer wieder in sozialen Diskussionen begegnet. Man müht sich ab, seine Position deutlich zu machen, versucht sie mit Argumenten, Beispielen, Lemmata zu untermauern um dann auf das Muster, ich nenn es mal &#8220;vorsichtiges Anerkennen&#8221; zu treffen.</p>
<p>Dieses tritt in diversen Variationen auf, besteht aber immer aus zwei zentralen Momenten: nämlich der Zustimmung und der Abwägung. Mal heißt die Formulierung &#8220;Es ehrt dich, dass du das so sehen kannst, aber ich kann das nicht.&#8221; ein andern Mal &#8220;Wenn ich mich so verhalten, dann bin ich der Depp&#8221;. Wichtig ist, dass die Argumentation für die Abwägung darauf fußt, dass &#8220;die Welt&#8221; bzw. &#8221;man selbst&#8221; ja nun mal so sei und das einfach nicht ändern könne.</p>
<p>Das ganze ist rein Argumentationstheoretisch extrem anstrengend und frustrierend. Den Diskussionspartner_in stimmt zwar der eigenen Argumentation zu relativiert aber sofort im Anschluss mit meist exakt den selben Verhältnissen, gegen die man mit seiner Argumentation angehen will. Oder, anders formuliert: es wird einen zwar zugestimmt aber aus irgendwelchen Gründen, die ich jetzt gar nicht näher erläutern will, scheut Diskussionspartner_in dann doch die Konsequenz des Anerkannten.</p>
<p>Ich bin von diesem Verhalten zumindest extrem frustriert und neige dazu, die Gegenseite einfach zu ignorieren. Hättet ihr da eine bessere Idee, wie man dagegen vorgehen könnte?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Zur Gleichstellung in Nerdkreisen</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/09/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 19:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[zweite Aufklärung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr bitte da ablassen :)


Einleitung
Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.

Hier ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="magicdomid2"><em>Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr <a href="http://kegelklub.wordpress.com/2011/09/25/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/">bitte da</a> ablassen :)</em></div>
<div><strong><em><br />
</em></strong></div>
<h3 id="magicdomid4"><strong>Einleitung</strong></h3>
<p>Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.<br />
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.<br />
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.</p>
<p>Hier soll&#8217;s um Gleichberechtigung gehen und mal anders, als bei meinen sonstigen Texten, um die Gleichstellung von Menschen im täglichen Umgang und mal nicht ganz so global gesehen. Ja, liebe Leser_innen und Leser, das ist wichtig! Ich werd das mal an zwei Beispielen verdeutlichen und werde mich dabei nicht scheuen meine eigene Meinung da mit einzumengen.</p>
<div><span id="more-453"></span></div>
<h3><strong>Bei den Coderinnen</strong></h3>
<p>Immer wieder die gleiche Chose. Vielleicht seid ihr dem Phänomen auch schon begegnet. Und ich mein jetzt nicht, dass es verdammt wenige Programmiererinnen gibt. Das hat auch seine Gründe und hängt auch genau mit unserem Thema zusammen, was ich aber gerade ansprechen will ist was anderes. Ich bin ein wenig unterwegs in der Ruby on Rails Community, ist halt nen nettes Framework für &#8217;ne sexy Sprache. Und in der großen weiten Welt der Programmiererinnen kommt es fast in regelmäßigen Abständen zu dem folgenden Phänomen.</p>
<p>Alle paar Monate kommt da so ein Arschloch auf irgend einer unserer hippen Techconfs auf die Idee, sich hinzustellen und eine sexistische Show abzuziehen. Der Großteil des Publikums nimmt das hin, stellenweise vielleicht mit Bauchschmerzen. Irgendwann platzt dann einer Programmiererin im Publikum der Kragen und sie setzt sich damit ihrer Profession gemäß auseinander: sie bloggt darüber.</p>
<p>An sich schon mal echt ne gute Sache. Soziale Missstände und respektloses Verhalten verschwinden ja nicht von selbst. Und meistens entwickelt sich dann auch im Anschluss eine Diskussion&#8230;</p>
<p>Naja, falls man es denn so nennen möchte. Es erscheint eher wie Glaubenskriege. Und ähnlich wie bei Glaubenskriegen haben diese Meinungsscharmützel immer wiederkehrenden Charakter von den stets gleichen Argumenten. <a href="http://www.gabbysplayhouse.com/wp-content/doodles/sexism-all.jpg" target="_blank">Dieser Comic</a> verdeutlich das ganz gut.</p>
<h3><strong>Bei den Piratinnen</strong></h3>
<p>Jupp, hier kocht das Thema auch schon länger. Ich hatte mir eigentlich schon nach Julias Blogpost bezüglich ihres letzten <a href="http://juliaschramm.de/blog/piraten/meinung-und-freiheit/" target="_blank">Shitstorms</a> vor gehabt, endlich meinen längst überfälligen Artikel zum Thema Sexismus in Nerdkreisen zu schreiben. Aber wie das mit der Arbeit im Programmiererhamsterrad so ist&#8230;</p>
<p id="magicdomid25">Unabhängig davon, dass sich die Presse gerade auf die Fraktion in Berlin stürzt, weil&#8217;s da keine Quote gibt (und sie ja irgendwas zum skandalieren brauchen. Sonst würd ja auffallen, dass sie kaum Informationen aufbereiten&#8230;) sollten wir auch von unserer eigenen Partei nicht den Blick abwenden.</p>
<p>Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, das des Beispiel nicht so griffig gewählt ist. Klar, wir haben ne gute Anzahl krass sexistischer Trolle im Kielwasser (ich sag nur: Koks und Nutten) sowie arg bedenkliche Auswüchse (siehe AG Männer), allerdings stehen diesen, gerade hier in Berlin, verdammt viele offen agierende und denkende Leute gegenüber. Mensch kann postgender als stumpfes Ausblenden dieser Kategorien betrachten (als Privilegierter geht das ja ganz einfach) aber auch bitte bedenken, dass es viele gibt, die dieses auch als ein Ausbrechen aus den alten Rollenbildern und Biologismus betrachten (Die Stichworte lauten hier Transgender und Transvestismus).</p>
<h3><strong>Kinners, da steckt ein Muster dahinter</strong></h3>
<p id="magicdomid31">Oder, wie es so schön heißt: &#8220;Auch du hast Sexismen verinnerlicht!&#8221;. Ist so. Jede und Jeder von uns. Kann mir auch schlecht vorstellen, wie es ohne gehen könnte. Wir leben in einer sexistischen Gesellschaft die auf festen Rollenbildern basiert und davon ärgerlicherweise auch nur genau zwei anbietet. Wir saugen das quasi mit der Muttermilch bzw. im Kindergarten auf. Alles wird in sie hinein gezwängt und diejenigen, die sie verinnerlicht haben verstärken sich noch untereinander, da sie sich ja die ewig gleichen Verhaltensweisen und Lebenspläne vorspielen.</p>
<p>Das ist jetzt für das geneigte Eichhörnchen auch nicht das neueste. Die Feministinnen beißen sich da auch schon länger die Zähne aus, ebenso wie die Streiter für homosexuelle Lebensweisen. Wichtig ist, dass wir uns mal alle dieser soziologischen Tatsache bewußt werden. Denn nur dann können wir wirklich mal angehen, die ständige und teilweise latente Diskriminierung von Menschen, die nicht in das allgemein vorgebetete Raster passen, in unserer Gesellschaft zu beenden. Das praktische daran: Jeder Mensch kann da direkt bei sich selbst mit anfangen! Das nennt sich dann nämlich Aufklärung, wenn man sich der Beweggründe für sein soziales Verhalten bewußt wird. Und die haben wir Menschen echt mal verdammt nötig. Ich hab übrigens den starken Verdacht, dass sich Kant jedes Mal in seinem Grab herum dreht, wenn irgend so&#8217;n Lehrer dieses unsägliche Zitat in der Schule vorbetet.</p>
<p>Aber ich komme vom Thema ab. Die aktuelle Situation, wie ich sie erfasse, ist folgende: Leute, die Verhaltensweisen aufweisen, die dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, oder die einfach gefangen in dem falschen Körper sind oder beide Geschlechtsmerkmale aufweisen haben generell immer noch nichts dazu sagen und halten sich aus Furcht vor negativen gesellschaftlichen Sanktionen meistens aus der Diskussion heraus. Die Frauen hatten im letzten Jahrhundert echt gute Erfolge erzielt, was ihre Gleichberechtigung angeht. Zumindest auf dem Papier sind sie ziemlich gleichgestellt. Dummerweise kommt die Entwicklung da irgendwie nicht voran, es scheitert einfach zu viel an kulturellen und sozialen Hürden.</p>
<h3><strong>Männer, jetzt müssen wir ran!</strong></h3>
<p id="magicdomid37">Es ist dringend nötig das wir als die Priviligierten dieses Rollenschmas anfangen, daran zu rütteln. Und das sind wir! Wer da was anderes sagt möge mal bitte die Augen aufmachen und sich einfach nur mal anschauen, wie die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern so aussieht. Oder wie das mit der Machtverteilung unter den Geschlechtern aussieht. Nennt sich übrigens Patriachat, sollte Mann schon mal was drüber gehört haben. Wir müssen verstehen lernen, wie diese Mechanismen der Unterdrückung funktionieren um sie richtig brechen zu können. Diejenigen stärken, die gegen ihre aufgezwungenen Rollenbilder kämpfen und ihre Position mit unserer Unterstützung bestärken. Wir Männer brauchen dringend neue Rollenbilder für die Welt von heute und Morgen. Der Lohn für unsere Mühen wäre eine Gesellschaft, die wieder ein bisschen besser geworden wäre. Mit glücklichen Menschen, die nicht an den ihnen aufgestülpten Rollenbildern zerbrechen.</p>
<p>Die Herausforderungen der Informationsfreiheit verlangen eine zweite, eine richtige Aufklärung der Menschen. Wir alle müssen daran mit arbeiten, wenn wir in der Gesellschaft der Informationsfreiheit zu Hause sein wollen.</p>
<div><strong>Männer, an die Arbeit!</strong></div>
</div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mag nicht am Zwang zerbrechen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 00:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Acid erklärt sich]]></category>

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		<description><![CDATA[Da steh ich, übend in Zufriedenheit.
Streite mit Worten für die Freiheit.
Streite mich über Gleichgestelltheit.
Da wissend meiner Unvollständigkeit.

Mag nicht mehr stets aussichtslos hoffen.
Mag nicht die Hoffnung der Gebundenen.
Mag nicht das Jammern der Geschundenen.
Mag nicht mehr, von Tagträumen getroffen,

Mir die Linderung durch in Überwindung
Durch die Leitung Angeschriebe erhoffen.
Durch dies Verhalten, ich sag's ganz offen,
Mir erschien wie normativ geprägter ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da steh ich, übend in Zufriedenheit.<br />
Streite mit Worten für die Freiheit.<br />
Streite mich über Gleichgestelltheit.<br />
Da wissend meiner Unvollständigkeit.</p>
<p>Mag nicht mehr stets aussichtslos hoffen.<br />
Mag nicht die Hoffnung der Gebundenen.<br />
Mag nicht das Jammern der Geschundenen.<br />
Mag nicht mehr, von Tagträumen getroffen,</p>
<p>Mir die Linderung durch in Überwindung<br />
Durch die Leitung Angeschriebe erhoffen.<br />
Durch dies Verhalten, ich sag&#8217;s ganz offen,<br />
Mir erschien wie normativ geprägter Dung.</p>
<p>Mag nicht von Gnade abhängen.<br />
Mag meine Evolution genießen.<br />
Mag&#8217;s endlich nimma vermissen.<br />
Mag nicht am Zwang zerbrechen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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