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	<title>acidblog &#187; Netzkultur</title>
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	<description>Nachdenkliches aus dem Sprawl</description>
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		<title>Zur Gleichstellung in Nerdkreisen</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2011/09/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 19:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[zweite Aufklärung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr bitte da ablassen :)


Einleitung
Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.

Hier ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<div id="magicdomid2"><em>Diesen Text habe ich für den Kegelklub geschrieben. Deshalb sind Kommentare hier deaktiviert, die könnt ihr <a href="http://kegelklub.wordpress.com/2011/09/25/zur-gleichstellung-in-nerdkreisen/">bitte da</a> ablassen :)</em></div>
<div><strong><em><br />
</em></strong></div>
<h3 id="magicdomid4"><strong>Einleitung</strong></h3>
<p>Es ist längst überfällig, dass ich über dieses Thema schreibe.<br />
Es ist längst überfällig, dass wir uns alle offen mit diesem Thema beschäftigen.<br />
Es ist längst überfällig, dass ich dies als weißer, (halbwegs) gutverdienender, nerdiger Mann tue.</p>
<p>Hier soll&#8217;s um Gleichberechtigung gehen und mal anders, als bei meinen sonstigen Texten, um die Gleichstellung von Menschen im täglichen Umgang und mal nicht ganz so global gesehen. Ja, liebe Leser_innen und Leser, das ist wichtig! Ich werd das mal an zwei Beispielen verdeutlichen und werde mich dabei nicht scheuen meine eigene Meinung da mit einzumengen.</p>
<div><span id="more-453"></span></div>
<h3><strong>Bei den Coderinnen</strong></h3>
<p>Immer wieder die gleiche Chose. Vielleicht seid ihr dem Phänomen auch schon begegnet. Und ich mein jetzt nicht, dass es verdammt wenige Programmiererinnen gibt. Das hat auch seine Gründe und hängt auch genau mit unserem Thema zusammen, was ich aber gerade ansprechen will ist was anderes. Ich bin ein wenig unterwegs in der Ruby on Rails Community, ist halt nen nettes Framework für &#8217;ne sexy Sprache. Und in der großen weiten Welt der Programmiererinnen kommt es fast in regelmäßigen Abständen zu dem folgenden Phänomen.</p>
<p>Alle paar Monate kommt da so ein Arschloch auf irgend einer unserer hippen Techconfs auf die Idee, sich hinzustellen und eine sexistische Show abzuziehen. Der Großteil des Publikums nimmt das hin, stellenweise vielleicht mit Bauchschmerzen. Irgendwann platzt dann einer Programmiererin im Publikum der Kragen und sie setzt sich damit ihrer Profession gemäß auseinander: sie bloggt darüber.</p>
<p>An sich schon mal echt ne gute Sache. Soziale Missstände und respektloses Verhalten verschwinden ja nicht von selbst. Und meistens entwickelt sich dann auch im Anschluss eine Diskussion&#8230;</p>
<p>Naja, falls man es denn so nennen möchte. Es erscheint eher wie Glaubenskriege. Und ähnlich wie bei Glaubenskriegen haben diese Meinungsscharmützel immer wiederkehrenden Charakter von den stets gleichen Argumenten. <a href="http://www.gabbysplayhouse.com/wp-content/doodles/sexism-all.jpg" target="_blank">Dieser Comic</a> verdeutlich das ganz gut.</p>
<h3><strong>Bei den Piratinnen</strong></h3>
<p>Jupp, hier kocht das Thema auch schon länger. Ich hatte mir eigentlich schon nach Julias Blogpost bezüglich ihres letzten <a href="http://juliaschramm.de/blog/piraten/meinung-und-freiheit/" target="_blank">Shitstorms</a> vor gehabt, endlich meinen längst überfälligen Artikel zum Thema Sexismus in Nerdkreisen zu schreiben. Aber wie das mit der Arbeit im Programmiererhamsterrad so ist&#8230;</p>
<p id="magicdomid25">Unabhängig davon, dass sich die Presse gerade auf die Fraktion in Berlin stürzt, weil&#8217;s da keine Quote gibt (und sie ja irgendwas zum skandalieren brauchen. Sonst würd ja auffallen, dass sie kaum Informationen aufbereiten&#8230;) sollten wir auch von unserer eigenen Partei nicht den Blick abwenden.</p>
<p>Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, das des Beispiel nicht so griffig gewählt ist. Klar, wir haben ne gute Anzahl krass sexistischer Trolle im Kielwasser (ich sag nur: Koks und Nutten) sowie arg bedenkliche Auswüchse (siehe AG Männer), allerdings stehen diesen, gerade hier in Berlin, verdammt viele offen agierende und denkende Leute gegenüber. Mensch kann postgender als stumpfes Ausblenden dieser Kategorien betrachten (als Privilegierter geht das ja ganz einfach) aber auch bitte bedenken, dass es viele gibt, die dieses auch als ein Ausbrechen aus den alten Rollenbildern und Biologismus betrachten (Die Stichworte lauten hier Transgender und Transvestismus).</p>
<h3><strong>Kinners, da steckt ein Muster dahinter</strong></h3>
<p id="magicdomid31">Oder, wie es so schön heißt: &#8220;Auch du hast Sexismen verinnerlicht!&#8221;. Ist so. Jede und Jeder von uns. Kann mir auch schlecht vorstellen, wie es ohne gehen könnte. Wir leben in einer sexistischen Gesellschaft die auf festen Rollenbildern basiert und davon ärgerlicherweise auch nur genau zwei anbietet. Wir saugen das quasi mit der Muttermilch bzw. im Kindergarten auf. Alles wird in sie hinein gezwängt und diejenigen, die sie verinnerlicht haben verstärken sich noch untereinander, da sie sich ja die ewig gleichen Verhaltensweisen und Lebenspläne vorspielen.</p>
<p>Das ist jetzt für das geneigte Eichhörnchen auch nicht das neueste. Die Feministinnen beißen sich da auch schon länger die Zähne aus, ebenso wie die Streiter für homosexuelle Lebensweisen. Wichtig ist, dass wir uns mal alle dieser soziologischen Tatsache bewußt werden. Denn nur dann können wir wirklich mal angehen, die ständige und teilweise latente Diskriminierung von Menschen, die nicht in das allgemein vorgebetete Raster passen, in unserer Gesellschaft zu beenden. Das praktische daran: Jeder Mensch kann da direkt bei sich selbst mit anfangen! Das nennt sich dann nämlich Aufklärung, wenn man sich der Beweggründe für sein soziales Verhalten bewußt wird. Und die haben wir Menschen echt mal verdammt nötig. Ich hab übrigens den starken Verdacht, dass sich Kant jedes Mal in seinem Grab herum dreht, wenn irgend so&#8217;n Lehrer dieses unsägliche Zitat in der Schule vorbetet.</p>
<p>Aber ich komme vom Thema ab. Die aktuelle Situation, wie ich sie erfasse, ist folgende: Leute, die Verhaltensweisen aufweisen, die dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, oder die einfach gefangen in dem falschen Körper sind oder beide Geschlechtsmerkmale aufweisen haben generell immer noch nichts dazu sagen und halten sich aus Furcht vor negativen gesellschaftlichen Sanktionen meistens aus der Diskussion heraus. Die Frauen hatten im letzten Jahrhundert echt gute Erfolge erzielt, was ihre Gleichberechtigung angeht. Zumindest auf dem Papier sind sie ziemlich gleichgestellt. Dummerweise kommt die Entwicklung da irgendwie nicht voran, es scheitert einfach zu viel an kulturellen und sozialen Hürden.</p>
<h3><strong>Männer, jetzt müssen wir ran!</strong></h3>
<p id="magicdomid37">Es ist dringend nötig das wir als die Priviligierten dieses Rollenschmas anfangen, daran zu rütteln. Und das sind wir! Wer da was anderes sagt möge mal bitte die Augen aufmachen und sich einfach nur mal anschauen, wie die Gehaltsverteilung zwischen den Geschlechtern so aussieht. Oder wie das mit der Machtverteilung unter den Geschlechtern aussieht. Nennt sich übrigens Patriachat, sollte Mann schon mal was drüber gehört haben. Wir müssen verstehen lernen, wie diese Mechanismen der Unterdrückung funktionieren um sie richtig brechen zu können. Diejenigen stärken, die gegen ihre aufgezwungenen Rollenbilder kämpfen und ihre Position mit unserer Unterstützung bestärken. Wir Männer brauchen dringend neue Rollenbilder für die Welt von heute und Morgen. Der Lohn für unsere Mühen wäre eine Gesellschaft, die wieder ein bisschen besser geworden wäre. Mit glücklichen Menschen, die nicht an den ihnen aufgestülpten Rollenbildern zerbrechen.</p>
<p>Die Herausforderungen der Informationsfreiheit verlangen eine zweite, eine richtige Aufklärung der Menschen. Wir alle müssen daran mit arbeiten, wenn wir in der Gesellschaft der Informationsfreiheit zu Hause sein wollen.</p>
<div><strong>Männer, an die Arbeit!</strong></div>
</div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wer will denn jetzt herrschen?</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/10/wer-will-denn-jetzt-herrschen/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 12:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratiekrise]]></category>
		<category><![CDATA[Garantiertes Grundeinkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es brodelt in meiner Timeline. Oh wie es brodelt! Man könnte fast meinen, dass das Stimmvieh langsam aus seinem Dämmerschlaf erwacht.

Und das ist nicht nur #S21, man merkte das auch schon sehr gut bei dem Loveparade-Debakel, von solchen krassen Dingern wie Laufzeitverlängerung und 5%-Erhöhung der Armengängelung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es brodelt in meiner Timeline. Oh wie es brodelt! Man könnte fast meinen, dass das Stimmvieh langsam aus seinem Dämmerschlaf erwacht.</p>
<p>Und das ist nicht nur #S21, man merkte das auch schon sehr gut bei dem Loveparade-Debakel, von solchen krassen Dingern wie Laufzeitverlängerung und 5%-Erhöhung der Armengängelung<sup class='footnote'><a href='#fn-360-1' id='fnref-360-1'>1</a></sup> ganz zu schweigen. Der Wind des Wandels beginnt sich von einem lauen Lüftchen zu einer sanften Bö zu steigern.</p>
<p>Immer mehr wird klar: so kann es nicht weiter gehen. So darf es nicht weiter gehen! Das Netz zerrt die <a href="http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2010/10/man-darf-doch-wohl-noch-volk-sein.html" target="_blank">dämliche Klüngeltechnik der Politik und ihrer hungrigen Freunde</a> immer wieder auf unangenehm deutliche Art und Weise an&#8217;s Tageslicht des Socialverse. Oft genug wird&#8217;s von dortaus weiter gespühlt in die alten Medien, sehr zu Mißgunsten der Akteure.  Doch dies ist nichts Neues. Dies ist nur eine, in meinen Augen, positive Entwicklung des Medienwandels, den wir gerade unweigerlich erleben. Aber das soll gar nicht Thema dieses Beitrages sein.</p>
<p>Das Interessante an der Entwicklung der letzten Monate ist eigentlich, dass immer mehr Stimmen die <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/" target="_blank">Natur unserer &#8220;Demokratie&#8221;</a> in Frage stellen.  Viele empfinden eine <a href="http://fxneumann.de/2010/10/01/ohnmacht-wut-und-repraesentative-demokratie/" target="_self">Ohnmacht</a> dem Staat gegenüber, ganz besonders dann, wenn der Staat seine Muskeln spielen lässt und das <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2010/10/04/das-besondere-an-stuttgart-21-ist-gar-nicht-so-besonders/#more-949" target="_blank">Gewaltmonopol</a> ausnutzt. In letzter Zeit machte dieses unser Staat<sup class='footnote'><a href='#fn-360-2' id='fnref-360-2'>2</a></sup> dieses immer mehr gegenüber ganz normalen Bürgern und nicht nur gegenüber linken Gruppen, bei denen man das ja gewöhnt währe. Gepaart mit dem Eindruck, dass die politische &#8220;Elite&#8221; einfach das tut, wozu sie lustig ist und sich einfach nicht drum schert, was das Volk denn so interessiert.</p>
<p>Man kann dies eigentlich nur begrüßen. Es ist eh verwunderlich, wie denn immer noch der Glaube vorherrschen kann, dass ein System, welches für die sozialen und technischen Gegebenheiten des 18. &amp; 19. Jahrhunderts gedacht war, heutzutage noch zeitgemäß sein sollte. Ja, überhaupt noch funktionieren könnte! Doch, das <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/zum-allgemein-vorherrschenden-dogmatismus-der-demokratie/" target="_blank">Dogma</a> herrscht noch vor, auch wenn es an allen Ecken und Enden am schwanken ist. Es ist toll, dass immer mehr nach neuen Ideen verlangen, doch muss man sich einiger Sachen bewußt sein:</p>
<ul>
<li>Dass, die Akteuere unseres aktuellen Gesellschaftsspieles (Politiker, Medienmogule &amp; Leute, die viel zu viel Geld und große Firmen kontrollieren) sich darauf spezialisiert haben, dieses zu spielen und keine Lust haben werden, dieses Spiel zu ändern.</li>
<li>Aufgrund dessen werden die alten Medien so lange Systemerhaltendes publizieren, wie es Ihnen nur irgend möglich ist.</li>
<li>Dieses widerum nach sich zieht, dass es sehr lange brauchen kann, bis eine Veränderung im Denken der breiten Masse von sich gehen wird.</li>
</ul>
<p>Diese lange Zeit ist einerseits wirklich grausam, da es impliziert, dass sich noch viel mehr Elend und Wut anstauen wird, andererseits benötigen wir alle diese Zeit.</p>
<p>Denn, egal wie ein System, welches unser aktuelles ablösen kann, nun am Ende aussehen wird, klar ist, dass es von jedem seiner Bürger auch verlangen wird, sich an der Politik zu beteiligen. <strong>Der Gedanke, dass der Souverän sich nicht mit der Willensbildung der von ihn gebildeten Entität beschäftigen müsste, ist meiner Meinung nach einfach nur Wunschdenken vergangener Jahrhunderte.</strong> Mit den stringenten Sozialgefüge vergangener Jahrhunderte mag das wohl noch ganz gut funktioniert haben, doch heutzutage kann dies einfach nicht mehr funktionieren. Weder haben wir so wenige entscheidende Themen wie damals, noch haben wir so fest definierte soziale Schichten <sup class='footnote'><a href='#fn-360-3' id='fnref-360-3'>3</a></sup>.</p>
<p>Eine wahre Demokratie kann in meinen Augen nur funktionieren, wenn jeder einzelne Bürger des Staates sich aktiv an der politischen Willensbildung beteiligt. Sicherlich, man kann nicht zu allem eine eindeutige Meinung haben. Dafür bieten sich Systeme wie liquid Democracy an, bei der ich meine Stimme in Themenbereichen delegieren kann, so lange ich das möchte. Die aktuelle Systemkrise zeigt sehr deutlich, dass wir mit Mandatsträgern, die nur ihrem Gewissen verpflichtet sind, nicht weiter kommen, es braucht Systeme der Verantwortung gegenüber den Wählern. Und dies vor allen Dingen nicht in großen Zeitperioden sondern mit einem direkten und unmittelbaren Feedback der Wähler welches aktiv in&#8217;s politische Geschehen eingreifen kann.</p>
<p>Dies impliziert natürlich, dass die Grenzen zwischen &#8220;Politiker&#8221; und &#8220;Bürger&#8221; immer mehr verschwinden werden. Eine Entwicklung die ich allerdings nur begrüßen kann. Sicherlich ist auf diesem Wege auch das Konzept der Privatsphäre bedroht. Doch diese schwindet aufgrund von soziologischen und technologischen Faktoren eh, aber das ist ein Thema für einen anderen Blogbeitrag.</p>
<p>Doch zur politischen Meinungsbildung braucht es Zeit. Zeit, die jedes Individuum einzeln für sich nehmen muss. Zeit, die wir in unserer heutigen Gesellschaft einfach nicht haben. Und so hätten wir, neben den ohnehin drängenden ökonomischen Faktoren, ein weiteres Argument für das Garantierte Grundeinkommen.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-360-1'>Die dann wohl <a href="http://bit.ly/bKTr2Y" target="_blank">doch keine zu sein scheint</a>. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-360-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-360-2'>und so wie ich das von hier aus verfolgen kann, geht das in den anderen &#8220;westlichen&#8221; Staaten auch nicht anders zu <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-360-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-360-3'>Dies ist im übrigen mit Schuld an dem heutigen Debakel: Durch das weg fallen eindeutiger Schichten verloren die Parteien ihre Bezugsgruppen und damit den Kontakt zu ihrer Basis.  <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-360-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Lesefutter, die dreizehnte</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 16:39:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
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		<description><![CDATA[
	Neunetz zu Sascha Lobos Denkfehler wirklich lesenswerter Artikel zu Immaterialiengüterk(r)ampf unserer Zeit.
	Die Taz zur Geschichte des Urheberrechts, passend zur Debatte.
	recode.nl hat dann auch gleich mal ein abschreckendes Beispiel gegen Copyright.
	Krieg ist Frieden. Der Spiegelfechter zu unserer Gesellschaft.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.neunetz.com/2010/07/07/denkfehler-sascha-lobo-glaubt-dass-man-immaterielle-gueter-stehlen-kann/" target="_blank">Neunetz zu Sascha Lobos Denkfehler</a> wirklich lesenswerter Artikel zu Immaterialiengüterk(r)ampf unserer Zeit.</li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/kopieren-verboten/" target="_blank">Die Taz zur Geschichte des Urheberrechts</a>, passend zur Debatte.</li>
<li><a href="http://sites.google.com/site/redcodenl/" target="_blank">recode.nl</a> hat dann auch gleich mal ein abschreckendes Beispiel gegen Copyright.</li>
<li><a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3503/krieg-ist-frieden" target="_blank">Krieg ist Frieden.</a> Der Spiegelfechter zu unserer Gesellschaft.</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lesefutter, die zwölfte</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 15:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
	Westerwelle fordert Mindestlöhne, merkt es nur nicht ein erfrischender Kommentar aus der Carta.
	Das Fürchten gelehrt über das Extremismus-Schema. Ein schöner Artikel aus dem Freitag.
	Wozu noch Journalismus? Herr Niggemeier schreibt wieder einleuchtendes über seine Zunft.
	Talking to God... Ich bin überzeugter Humanist, aber ich kann wirklich mit dieser Version leben.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://carta.info/22877/westerwelle-fordert-mindestloehne-merkt-es-nur-nicht/" target="_blank">Westerwelle fordert Mindestlöhne, merkt es nur nicht</a> ein erfrischender Kommentar aus der Carta.</li>
<li><a href="http://www.freitag.de/positionen/1006-extremismus-demokratie-mitte-demirovic?p=1&amp;-C=" target="_blank">Das Fürchten gelehrt</a> über das Extremismus-Schema. Ein schöner Artikel aus dem Freitag.</li>
<li><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wozu-noch-journalismus/" target="_blank">Wozu noch Journalismus</a>? Herr Niggemeier schreibt wieder einleuchtendes über seine Zunft.</li>
<li><a href="http://www.fullmoon.nu/articles/art.php?id=tal" target="_blank">Talking to God&#8230;</a> Ich bin überzeugter Humanist, aber ich kann wirklich mit dieser Version leben.</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Lesefutter, die elfte</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:41:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[
	Das Wesentliche ist für die Verleger unsichtbar Herr Knüwer hat wieder was schönes zum Medienwandel geschrieben.
	Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung iX über Frau Gaschke, ich arbeite mich auch gerade durch ihr Buch
	Stehler, Hehler und Befehler Herr Neumann zu dem Ankauf der "Steuersünder-CD"
	Aufstand von unten ein Interview mit Kurt Biedenkopf. Was mich am meisten daran ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/das-wesentliche-ist-fur-die-verleger-unsichtbar/" target="_blank">Das Wesentliche ist für die Verleger unsichtbar</a> Herr Knüwer hat wieder was schönes zum Medienwandel geschrieben.</li>
<li><a href="http://wirres.net/article/articleview/5486/1/6/" target="_blank">Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung</a> iX über Frau Gaschke, ich arbeite mich auch gerade durch ihr Buch</li>
<li><a href="http://fxneumann.de/2010/02/01/stehler-hehler-und-befehler/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+fxneumann+%28fxneumann+%C2%B7+Blog+von+Felix+Neumann%29" target="_blank">Stehler, Hehler und Befehler</a> Herr Neumann zu dem Ankauf der &#8220;Steuersünder-CD&#8221;</li>
<li><a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/selber-machen/artikel/aufstand-von-unten.html" target="_blank">Aufstand von unten</a> ein Interview mit Kurt Biedenkopf. Was mich am meisten daran verwunderte, war, dass er durchaus sinnvolle Sachen zu sagen hat :)</li>
<li><a href="http://www.edge.org/3rd_culture/lanier06/lanier06_index.html" target="_blank">Digital Maoism</a> Ein Essay zum &#8220;Hive Mind&#8221;, interessante Aspekte und Gedanken!</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lesefutter, die zehnte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/01/lesefutter-die-zehnte/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:40:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
	Der Mensch wird zum Datensatz und CCC-Sprecher Frank Rieger gibt einen Kommentar dazu
	Virtuelle Währung zu  realer Währung in Korea ist da jetzt legal machbar
	Anti-Parteien-Partei 2.0 Herr Neumanns Analyse der Piraten
	Sozialverträglich ableben Eine wunderbare Polemik von ad sinistram
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E38A2F6DD0A734EB789AAD27EDE6F9A35~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Der Mensch wird zum Datensatz</a> und CCC-Sprecher Frank Rieger gibt einen Kommentar dazu</li>
<li><a href="http://pinguinmaedchen.wordpress.com/2010/01/19/korea-tausch-virtueller-wahrung-in-echtes-geld-legal/" target="_blank">Virtuelle Währung zu  realer Währung</a> in Korea ist da jetzt legal machbar</li>
<li><a href="http://fxneumann.de/2009/12/23/anti-parteien-partei-2-0/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+fxneumann+%28fxneumann+%C2%B7+Blog+von+Felix+Neumann%29" target="_blank">Anti-Parteien-Partei 2.0</a> Herr Neumanns Analyse der Piraten</li>
<li><a href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/01/sozialvertraglich-ableben.html" target="_blank">Sozialverträglich ableben</a> Eine wunderbare Polemik von ad sinistram</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wissen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 23:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissen ist Information und Information ist Wissen. Doch
  Wissen ist auch noch weitaus mehr:
  Wissen ist aufgenommene Information.Â
  Wissen ist nach Kategorien geordnete Information.
  Wissen ist nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortierte Information.
  Wissen ist verstandene Information. Doch was ist Information?
  Information wird durch sensorischen Input transportiert.
Wissen ist Information und Information ist Wissen. Gleichwohl,
Wissen ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">Wissen ist Information und Information ist Wissen. Doch</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Wissen ist auch noch weitaus mehr:</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Wissen ist aufgenommene Information.Â</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Wissen ist nach Kategorien geordnete Information.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Wissen ist nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortierte Information.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Wissen ist verstandene Information. Doch was ist Information?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">[23:49:]  Information wird durch sensorischen Input transportiert.</div>
<p>Wissen ist Information und Information ist Wissen. Gleichwohl,<br />
Wissen ist sogar noch weitaus mehr: Wissen ist aufgenommene.<br />
in Kategorien eingeordnete, sowie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit<br />
sortierte Information. Kurz gesagt:<br />
Wissen ist verstandene Information. Doch was ist Information?</p>
<p>Information wird durch sensorischen Input transportiert, von uns<br />
meist unbewusst katalogisiert, bewusst vermacht und als Gut geschätzt.<br />
Abhängig vom Intellekt und Vorwissen des Konsuments, kann dieser aus<br />
einer Information mehr oder weniger Wissen schöpfen.<br />
Information stellt deshalb den wichtigsten Schatz der Menschheit dar, da durch<br />
sie Wissen über die Generationen hinweg vermittelt und angesammelt werden kann.</p>
<p>Wissen ist Macht, das weiß jedes Kind. Und durch Kontrolle der<br />
Information wird der Zugriff auf eben jene Aspekte der Macht streng reglementiert.<br />
Wissen ist aber auch Erwartungswert. Je nach Bildung, je nach Stand, wird<br />
es bei gegebener Information ganz selbstverständlich erwartet, ja vorausgesetzt.<br />
Nicht alles Wissen ist schön, vieles ist sogar gefährlich, doch an der Akzeptanz,<br />
der Reflektion und Beherrschung von Wissen wächst der Mensch.</p>
<p>Wissen ist unsre stärkste Waffe im Kampf um Gerechtigkeit, zur Evolution.<br />
Erst wenn ein Großteil der Menschen sich mit genügend Wissen bewaffnet hat,<br />
um bei wichtigen sozialen Fragen mitreden zu können, werden wir die furchtbare<br />
Herrschaft der menschlichen Dummheit und Gier überwinden können.<br />
Nur durch die Informationsfreiheit können wir den Sieg über den kurzsichtigen,<br />
hass- und giererfüllten Geist unserer Tage und somit die Evolution unserer Spezies erringen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Kampf um die Informationsfreiheit</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 10:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe seit meiner letzten Erkenntnis zum Thema Informationszeitalter weiter über das Thema nachgedacht. Zuerst einmal fällt auf, dass die Begriffe Informationszeitalter und Informationsgesellschaft das ganze eigentlich nicht greifen. Denn diese Begriffe sind für unserere aktuelle Gesellschaft geprägt worden. Nicht zu Unrecht wird unsere Gesellschaft deshalb auch oft als Übergangs- oder Transformationsgesellschaft bezeichnet. Ich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe seit <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/09/die-politische-einstellung-der-piraten-fur-alte-hasen-der-politik-erklaert/" target="_blank">meiner letzten Erkenntnis zum Thema Informationszeitalter</a> weiter über das Thema nachgedacht. Zuerst einmal fällt auf, dass die Begriffe Informationszeitalter und <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Informationsgesellschaft/Aktuell,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Informationsgesellschaft </a>das ganze eigentlich nicht greifen. Denn diese Begriffe sind für unserere aktuelle Gesellschaft geprägt worden. Nicht zu Unrecht wird unsere Gesellschaft deshalb auch oft als Übergangs- oder Transformationsgesellschaft bezeichnet. Ich will aber gerade über das schreiben, was vor uns liegt. Und diese Gesellschaft, die wir erleben könnten, ist eine gänzlich andere Gesellschaft als die jetzige, da die Menschen in ihr ganz anders mit Informationen umgehen (müssen).</p>
<p>Das ganze wird sich an einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit, der binäre Gretchenfrage, wie mspro sie so schön nannte, entscheiden. Diese lässt sich zu Informationskontrolle versus Informationsfreiheit kondensieren. Informationsfreiheit bezeichnet hierbei, dass einem Bürger alle möglichen Informationen jederzeit zur Verfügung stehen. <sup class='footnote'><a href='#fn-218-1' id='fnref-218-1'>1</a></sup> Momentan herrscht bei den Mächtigen die Tendenz zur Informationskontrolle vor. Dummerweise gehen bei diesen plumpen Versuchen immer mehr Grundrechte über den Jordan oder werden bis zur Unkenntlichkeit beschnitten.</p>
<p>Um die Beweggründe für diese Vorgehensweise verstehen zu können, muss man sich erst einmal vergegenwärtigen, was ein Leben in der absoluten Informationsfreiheit von einem Menschen abverlangt. Dies ist vor allem erst einmal ein weitaus offener und bewussterer Umgang mit Informationen. Denn wenn man einen riesigen Informationsfluss aus verschiedensten Quellen anzapfen kann, dann tritt immer mehr der Inhalt dieser Informationen in den Vordergrund. Oder anders gesagt: man akzeptiert zuerst alle Informationen an sich um sie dann nach Sinnhaftigkeit, künstlerischen Wert, Aussage, Intention und sonstigen praktischen Kategorien zu ordnen. Die Informationen werden also nicht mehr ideologisch sondern individuell bewertet. Dies erfordert von den Menschen natürlich auch, dass sie sich mehr mit dem Themenfeld der Information auseinandersetzen um diese auch bewerten zu können. Wenn man aber nun jeder Information gleich gegenüber steht, dann resultiert daraus auch, dass man nicht gewisse Informationen als absolute Wahrheit annimmt.</p>
<p>Und gerade das ist der Knackpunkt, weshalb die Internetausdrucker rund um den Globus versuchen, das Netz unter Kontrolle zu bringen. Wir leben in einem politischen System, welches darauf basiert, dass der konform geprägten Masse durch eine Mischung aus <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/09/angst/" target="_blank">Angst</a>, Sex und Hass ihre Meinung in wichtigen Fragen präsentiert, ja quasi diktiert, wird. Das hat die Wahl am letzten Sonntag in erschreckender Weise gezeigt.<sup class='footnote'><a href='#fn-218-2' id='fnref-218-2'>2</a></sup> Aus einer individuellen Wertung der Informationen folgen individuelle Weltbilder, Meinungen und Geschmäcke, kurz gesagt: eine nonkonforme Menschenmenge und somit Bürger, die sich mit den jetzigen Mitteln nicht steuern lassen.</p>
<p>Deshalb mag es einen auch so vor kommen, als würde da die alte Welt verzweifelt versuchen, dass nächste Zeitalter, die nächste Epoche der Menschheitsgeschichte aufzuhalten, ja, am besten nie eintreten zu lassen. Und sie sind dafür bereit alles zu opfern, für das unsere Vorfahren ihr Blut auf den Straßen vergossen haben. Wir müssen uns darüber klar werden, dass die jenigen, die gerade darüber an der Macht sind<sup class='footnote'><a href='#fn-218-3' id='fnref-218-3'>3</a></sup>, die menschliche Evolution mit allen Mitteln verhindert. Die versuchte Internetzensur in den Industrieländern ist nur ein Beispiel dafür.</p>
<p>Dieser Kampf findet nicht mehr auf der Straße statt, er findet in den Köpfen der Menschen statt. Seine Waffen sind nicht Gewehre und Barrikaden sondern Feuilletons, TV-Sendungen, Radiobeiträge und Blogs. Und wir können ihn nur durch Aufklärung gewinnen. Das mag zwar frustrierend langsam von statten gehen, aber ich glaube daran, dass die Zeit für uns arbeiten wird.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-218-1'>Dies ist für uns momentan noch schwer greifbar, ist Informationskontrolle sowie daraus resultierend Informationsvorsprung ein zentrales Moment unserer Selektionsmechanismen und Verwertungsrechte sowie Grundlage in unserem Umgang mit anderen Nationen.  <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-218-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-218-2'>Es wird aber nicht erst seit gestern thematisiert. Interessierten Lesern sei das Studium von Theodor W. Adorno oder John Pilger an das Herz gelegt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-218-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-218-3'>indem sie die öffentliche Meinung &amp; Vorlieben diktieren <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-218-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lesefutter, die sechste</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/09/lesefutter-die-sechste/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 10:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
	War is Peace wahre Worte über unsere Imperialistischen Kampfgenossen.
	No we can't ein Insiderbericht über den SPD-Online Wahlkampf.
	Abschied der Volksvertreter über die Berufspolitiker, die aussteigen, weil's zu derb wird.
	Don't stay a virgin Das nenne ich mal Einsatz für Netzneutralität! ;)
	Überwachung is k3w7 Publikumsbeschimpfung zum Sprachgebrauch von Frau Zypries
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.tomdispatch.com/post/175115/war_is_peace" target="_blank">War is Peace</a> wahre Worte über unsere Imperialistischen Kampfgenossen.</li>
<li><a href="http://www.freitag.de/wochenthema/0939-wahlkampf-spd-wahlkampfzentrale-insider" target="_blank">No we can&#8217;t</a> ein Insiderbericht über den SPD-Online Wahlkampf.</li>
<li><a href="http://www.freitag.de/politik/0939-demokratie-bundestag-parlamentarier-politiker" target="_blank">Abschied der Volksvertreter </a>über die Berufspolitiker, die aussteigen, weil&#8217;s zu derb wird.</li>
<li>D<a href="http://dontstayvirgin.movielol.org/main3.php" target="_blank">on&#8217;t stay a virgin</a> Das nenne ich mal Einsatz für Netzneutralität! ;)</li>
<li><a href="http://publikumsbeschimpfung.blogspot.com/2009/09/wenn-bei-einer-belagerung-den.html" target="_blank">Überwachung is k3w7</a> Publikumsbeschimpfung zum Sprachgebrauch von Frau Zypries</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die politische Einstellung der Piraten für alte Hasen der Politik erklärt</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 11:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dogmen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es begann damit, dass ich davon erfuhr, wie sich darüber pikiert wurde, dass der Vizevorsitzende der Piraten Andreas Popp ein Interview für die Junge Freiheit gegeben hatte. Ich war irritiert, nahm das ganze dann aber als einen naiven Ausrutscher wahr. Doch dann setzte unser Vorstandsvorsitzende noch einen drauf und gab, nach und während der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es begann damit, dass ich davon erfuhr, wie sich darüber pikiert wurde, d<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/die-freiheit-die-wir-meinen/" target="_blank">ass der Vizevorsitzende der Piraten Andreas Popp ein Interview für die Junge Freiheit gegeben hatte</a>. Ich war irritiert, nahm das ganze dann aber als einen naiven Ausrutscher wahr. Doch dann setzte unser Vorstandsvorsitzende noch einen drauf und gab, nach und während der Welle der Entrüstung, noch ein Interview mit diesem Blatt!<span id="more-194"></span></p>
<p>Ich verstand die Piraten nicht mehr, alte linke Beißreflexe griffen und ein guter Freund diskutierte mit mir über die Vorfälle. Ich führte an, dass dies doch politischer Selbstmord sei (vor allen Dingen so kurz vor der Wahl!!!11elf) und er meinte, dass man für den optimalen Weg mit allen reden müsse. Ich verstand nicht, zweifelte ernsthaft daran, ob ich in dieser Partei am richtigen Fleck bin, ob ich dort hin gehöre und mich auf eine Partei einlassen wollte, deren Vorstand solche Sachen machte. Wussten die denn nicht, dass man mit denen nicht spricht?!? Klar, wenn sie einem im RL übern Weg laufen kann man sich ja durchaus mit denen unterhalten, ich meinte ja schon länger, dieses komische links/rechts Schema hinter mir gelassen zu haben, aber doch nicht offen in den Medien!</p>
<p>Dann <a href="http://mspr0.de/?p=891" target="_blank">schrieb mspro einen klugen Beitrag dazu </a>und ich fing langsam an zu begreifen. Es geht Piraten nicht zuerst um die wichtigen Fragen, die einem als normal politisierter Mensch so unter den Nägeln brennen wie z.B. Ausbeutung, dem klaffenden Unterschieden zwischen Arm und Reich, der Umwelt oder Krieg. Es geht primär um die zentrale Frage dieses Jahrhunderts, die <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2518-Falscher-Planet,-falsches-Jahrtausend.html" target="_blank">binäre Gretchenfrage</a>: <strong>Wollen wir eine totale Freiheit der Informationen oder den Versuch einer totale Kontrolle sämtlicher Kopiervorgänge? </strong>Diese Frage ist enorm wichtig für unser Leben und sie muss<strong> jetzt</strong> geklärt werden!</p>
<p>Und diese angestrebte totale Freiheit der Informationen führt zwingend dazu dass man <strong>alle Informationen zuerst als gleichwertig akzeptieren muss</strong>, bevor jeder für sich selbst entscheidet, welche Information er/sie/es wie einordnet. Da ist die radikale Konsequenz des Kampfes für Informationsfreiheit und es unterscheidet sich vollkommen von der Politisierung aller, die sich vorher mit Mitte/Rechts/Links identifiziert haben. Das bedeutet nicht, dass sich die Piraten nicht für andere Themen interessieren<sup class='footnote'><a href='#fn-194-1' id='fnref-194-1'>1</a></sup> aber diese zentrale Frage hat definitiv Vorrang. Und manche Fragen, haben sich auch einfach schon für Piraten erledigt, wie z.B. <a href="http://www.anicatha.de/blog/index.php?/archives/700-Die-Piratenpartei-und-die-Frauen.html" target="_blank">die Geschlechterfrage</a>. Es ist auch lange noch nicht allen Mitgliedern der Piratenpartei bewusst, <a href="http://blog.fukami.io/archives/2009/09/18/piratenpartei-gibts-die-wirklich/" target="_blank">manche wollen die Schäfchen auch gerne nach der Wahl wieder in&#8217;s saubere Boot der linken Politik zurück holen</a> ( <em>Heil Kalisti! Heil Eris! Ewig Heil Diskordia!</em> &#8211; Entschuldigung, das wollte ich bei dem Logo immer mal gesagt haben ;)) ). Und natürlich fühlt es sich irgendwie &#8220;hässlich&#8221; an, dieser Gedanke auch &#8220;schlechtes&#8221; Gedankengut neben &#8220;gutem&#8221; existieren zu lassen. Aber dies ist der Preis der Freiheit und keiner hat, um mspro noch mal zu zitieren, gesagt, dass die Freiheit gut riecht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Dieser Politikansatz ist radikal anders als die gewohnten der letzten zwei Jahrhunderte und genau das macht es so schwer für derart politisierte Menschen ihn zu verstehen. Ihn als unwissend, naiv oder gar als Desinteresse an wichtigen politischen Fragen zu bewerten zeugt nur vom Unverständnis des oder der Wertenden.</strong></span></p>
<p>Das begriff ich Vorgestern und ich fand es beschämend wie stark ich doch noch in meiner links-außen Denke stecke &#8211; wo ich doch das links/rechts Denken schon längst hinter mir gelassen glaubte &#8211; aber ich würde es noch viel beschämender finden, wenn ich jetzt nicht von dieser Denke ablassen könnte. Das bedeutet wahrlich nicht, dass ich die Ausbeutung jetzt weniger schlimm finden oder die anderen Fragen vernachlässigen würde, sondern nur, dass ich versuche über den Dingen zu stehen und alle Informationen unvoreingenommen gegenüber zu stehen und mich von alten Vorurteilen zu lösen. Ich halte die Piratenpartei nach wie vor für wichtig und unterstützenswert, merke aber immer mehr, dass es mir nicht zusagt, mich in einer Partei zu organisieren und einzubringen. Nicht nur zuletzt dadurch, dass ich <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/" target="_blank">mir über den Zustand unseres Systems bewusst bin</a> und ich glaube, viele Piraten glauben noch in einen Ausmaß an die Demokratie, <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/nur-dem-gewissen-verpflichtet/" target="_blank">wie meiner einer es schon lange nicht mehr tut</a>. Ich werde jetzt nicht mit pompösen Tamtam austreten, das bewahre ich mir für den Moment auf, in dem auch diese Partei korrupt wird, aber auch nicht wirklich viel in der Partei oder für die Partei tun.</p>
<p>Es ist an der Zeit, dass sich die Bewegung mehr formiert und auch abseits der Parteienlandschaft versucht aufzuklären. Die Frage ist, wie man das heutzutage am besten tut. Ich weiß nicht, ob die Straße da noch das richtige Medium für ist, es wird aber wohl darauf hinaus laufen, denn wir müssen vermehrt die Menschen aufklären, die das Netz noch gar nicht für sich entdeckt haben.</p>
<h3>Philosophische Folgegedanken</h3>
<p>Dies alles zeigt mir mal wieder, dass ich noch gar nicht begriffen habe, was die Informationsgesellschaft eigentlich wirklich ist. Und ich befürchte, ich bin damit wirklich nicht alleine.</p>
<p>Schon heute ist es für einige wenige, den Netizens, immer mehr so, dass wir uns unsere Kultur selbst zusammen suchen aus der Myriade an Kulturschnipseln, die da draußen in der Kultursuppe des Netzes herum schwimmen. Wenn sich diese Tendenz fort setzt, Dann folgt daraus, dass sich innerhalb der Gesellschaft immer mehr schillernde Facetten entwickeln werden, wild zusammen gewürfelte Kulturblasen entstehen und es, gelinde gesagt, sehr unübersichtlich wird. Dies würde es dann auch sehr schwer machen, die große Masse einzuschätzen.</p>
<p>Des weiteren erfordert diese Informationsgesellschaft von ihren Menschen eine weitaus höhere Medienkompetenz und deutlich mehr Fähigkeiten als an die Menschen der Konsumgesellschaft der Moderne. Daraus folgt, dass sich die Menschen wieder mehr bilden müssen, was mich zu der Hoffnung führt, dass sich die breite Masse von der Meinungsmache lösen könnte und wir endlich die wichtigen Probleme angehen könnten, aber diese Hoffnung <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/08/zeit-des-wandels/" target="_blank">habe ich auch schon an anderer Stelle formuliert</a>.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-194-1'>Wobei einem manchmal eine enorme Naivität begegnet was Kapital, Globalisierung und noch viele Fragen mehr betrifft. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-194-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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