<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>acidblog &#187; Politikkultur</title>
	<atom:link href="http://acidblog.de/index.php/tag/politikkultur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://acidblog.de</link>
	<description>Nachdenkliches aus dem Sprawl</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 01:30:35 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Lesefutter, die dreizehnte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/07/lesefutter-die-dreizehnte/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2010/07/lesefutter-die-dreizehnte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 16:39:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[geistiges Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=340</guid>
		<description><![CDATA[
Neunetz zu Sascha Lobos Denkfehler wirklich lesenswerter Artikel zu Immaterialiengüterk(r)ampf unserer Zeit.
Die Taz zur Geschichte des Urheberrechts, passend zur Debatte.
recode.nl hat dann auch gleich mal ein abschreckendes Beispiel gegen Copyright.
Krieg ist Frieden. Der Spiegelfechter zu unserer Gesellschaft.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.neunetz.com/2010/07/07/denkfehler-sascha-lobo-glaubt-dass-man-immaterielle-gueter-stehlen-kann/" target="_blank">Neunetz zu Sascha Lobos Denkfehler</a> wirklich lesenswerter Artikel zu Immaterialiengüterk(r)ampf unserer Zeit.</li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/kopieren-verboten/" target="_blank">Die Taz zur Geschichte des Urheberrechts</a>, passend zur Debatte.</li>
<li><a href="http://sites.google.com/site/redcodenl/" target="_blank">recode.nl</a> hat dann auch gleich mal ein abschreckendes Beispiel gegen Copyright.</li>
<li><a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3503/krieg-ist-frieden" target="_blank">Krieg ist Frieden.</a> Der Spiegelfechter zu unserer Gesellschaft.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2010/07/lesefutter-die-dreizehnte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesefutter, die zwölfte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-zwolfte/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-zwolfte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 15:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Transzendenz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsgesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=310</guid>
		<description><![CDATA[
Westerwelle fordert Mindestlöhne, merkt es nur nicht ein erfrischender Kommentar aus der Carta.
Das Fürchten gelehrt über das Extremismus-Schema. Ein schöner Artikel aus dem Freitag.
Wozu noch Journalismus? Herr Niggemeier schreibt wieder einleuchtendes über seine Zunft.
Talking to God&#8230; Ich bin überzeugter Humanist, aber ich kann wirklich mit dieser Version leben.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://carta.info/22877/westerwelle-fordert-mindestloehne-merkt-es-nur-nicht/" target="_blank">Westerwelle fordert Mindestlöhne, merkt es nur nicht</a> ein erfrischender Kommentar aus der Carta.</li>
<li><a href="http://www.freitag.de/positionen/1006-extremismus-demokratie-mitte-demirovic?p=1&amp;-C=" target="_blank">Das Fürchten gelehrt</a> über das Extremismus-Schema. Ein schöner Artikel aus dem Freitag.</li>
<li><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wozu-noch-journalismus/" target="_blank">Wozu noch Journalismus</a>? Herr Niggemeier schreibt wieder einleuchtendes über seine Zunft.</li>
<li><a href="http://www.fullmoon.nu/articles/art.php?id=tal" target="_blank">Talking to God&#8230;</a> Ich bin überzeugter Humanist, aber ich kann wirklich mit dieser Version leben.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-zwolfte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesefutter, die elfte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-elfte/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-elfte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=303</guid>
		<description><![CDATA[
Das Wesentliche ist für die Verleger unsichtbar Herr Knüwer hat wieder was schönes zum Medienwandel geschrieben.
Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung iX über Frau Gaschke, ich arbeite mich auch gerade durch ihr Buch
Stehler, Hehler und Befehler Herr Neumann zu dem Ankauf der &#8220;Steuersünder-CD&#8221;
Aufstand von unten ein Interview mit Kurt Biedenkopf. Was mich am meisten daran verwunderte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/das-wesentliche-ist-fur-die-verleger-unsichtbar/" target="_blank">Das Wesentliche ist für die Verleger unsichtbar</a> Herr Knüwer hat wieder was schönes zum Medienwandel geschrieben.</li>
<li><a href="http://wirres.net/article/articleview/5486/1/6/" target="_blank">Susanne Gaschkes Strategien gegen Verdummung</a> iX über Frau Gaschke, ich arbeite mich auch gerade durch ihr Buch</li>
<li><a href="http://fxneumann.de/2010/02/01/stehler-hehler-und-befehler/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+fxneumann+%28fxneumann+%C2%B7+Blog+von+Felix+Neumann%29" target="_blank">Stehler, Hehler und Befehler</a> Herr Neumann zu dem Ankauf der &#8220;Steuersünder-CD&#8221;</li>
<li><a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/selber-machen/artikel/aufstand-von-unten.html" target="_blank">Aufstand von unten</a> ein Interview mit Kurt Biedenkopf. Was mich am meisten daran verwunderte, war, dass er durchaus sinnvolle Sachen zu sagen hat :)</li>
<li><a href="http://www.edge.org/3rd_culture/lanier06/lanier06_index.html" target="_blank">Digital Maoism</a> Ein Essay zum &#8220;Hive Mind&#8221;, interessante Aspekte und Gedanken!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2010/02/lesefutter-die-elfte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jünger der Ausbeutung</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2010/01/juenger-der-ausbeutung/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2010/01/juenger-der-ausbeutung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 02:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[drunken blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Unzivilisation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=193</guid>
		<description><![CDATA[Was leben wir doch in herrlichen Zeiten!
Alle leben friedlich miteinander, keiner muss Hungern. Wir alle können im Supermarkt den letzten Fraß für ganz wenig Geld erwerben. Und jeder, der arbeiten will, kann auch arbeiten, um sich etwas von dem glückspendenden virtuellen Gut zu erwerben. Jener übergroßen &#38; bunten Mohrrübe an einer Angel, die wir Esel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was leben wir doch in herrlichen Zeiten!</p>
<p>Alle leben friedlich miteinander, keiner muss Hungern. Wir alle können im Supermarkt den letzten Fraß für ganz wenig Geld erwerben. Und jeder, der arbeiten will, kann auch arbeiten, um sich etwas von dem glückspendenden virtuellen Gut zu erwerben. Jener übergroßen &amp; bunten Mohrrübe an einer Angel, die wir Esel ständig erreichen wollen während wir uns vor dem Karren spannen lassen, der sich hierzulande &#8220;soziale Marktwirtschaft&#8221; schimpft.</p>
<p>Der Begriff an sich ist schon abenteuerlich genug. &#8220;Soziale Marktwirtschaft&#8221; ist ungefähr so sinnvoll wie &#8220;Hyänen mit Anstand&#8221;<sup class='footnote'><a href='#fn-193-1' id='fnref-193-1'>1</a></sup> oder &#8220;Raubmörder mit Herz&#8221;. Abgesehen davon ist er nun wirklich nicht mehr aktuell. Die Tage keynsianistischer  Wirtschaftspolitik sind ja in diesem Lande nunmehr seit über 3 Dekaden gezählt. Jedoch, wir sehen uns halt gerne als die guten an, die in der bestmöglichen Gesellschaftsform Leben und Glück und Frieden auf der Welt verbreiten.</p>
<p>An unseren Händen klebt Blut. Aber wir sehen es nicht. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die den Kakao für unsere günstige Schokolade aus dem Supermarkt pflücken, während sie im pestizidverseuchten Wasser waten. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die unsere Schuhe, Kleidung und Sportgeräte nähen. Wir sehen nicht die schweißbedeckten und überarbeiteten Männer, die die grüne Lungen unseres Planeten für unseren Luxus abholzen oder unsere Meere leer fischen. Nein, das tun wir nicht, denn wir wollen es nicht sehen.</p>
<p>Die Römer hatten zu mindest noch die Eier in der Hose, einem Sklaven zu sagen, dass er keine Rechte hatte. Wir lassen unsere Sklaven einfach so weit entfernt halten, dass wir es nicht mehr gezeigt bekommen müssen. Das wurde bei uns eh schon genug geübt, dass nicht zeigen. So viel, dass wir schon seit Jahren Kriege gegen die ärmsten Länder der Welt führen und uns dabei auch noch einreden, wir wären die Guten!</p>
<p>Doch was wir im Großen mit der ganzen Welt machen, zieht sich auch bei uns durch alles. Die, die nur den Rest der Menschheit dadurch ausbeuten können, dass sie total billiges Zeug kaufen, arbeiten dadurch dem Reichtum derer zu, die schon viel zu viel davon haben. Nicht, dass sie da groß eine Wahl zu hätten, die meisten zwingen die Umstände dazu und sie haben auch meist gar keine Ahnung wo die Produkte aus dem Supermark her kommen oder es interessiert sie auch einfach nicht. Der aussterbende Mittelstand schaut neidisch dabei zu und bemüht sich eifrig darum, auch seinen Teil vom Kuchen abzubekommen.</p>
<p>Nur läuft das hier nicht ganz so offensichtlich, als dass es Hans Dampf von der Straße, der sich jede Abend seine kleine Portion Wahrheit von der Meinungsmaschinerie aus den alten Medien abholt, kapieren könnte. Hier bekommt er seine Skandale und Kataströpchen gezeigt, über die er sich schön brav aufregen kann und die gerade angesagte Geissel der Menschheit, welche unsere aller Untergang ankünden könnte, präsentiert.</p>
<p>Aber eines ist allen dabei klar. Eigentlich ist das alles ja egal. Denn der &#8220;Fortschritt&#8221; wird immer weiter gehen, das Wachstum, diese uns alle vereinende Götze, wird immer weiter fort schreiten. Nichts wird uns in unserer wahnwitzigen Herrschaft über die &#8220;Natur&#8221; aufhalten können.<br />
Aber das alles darf man ja nicht in Frage stellen. Es ist ja allgemein bekannt, das Fortschritt was tolles ist und wir ewig wachsen müssen.</p>
<p>Da lassen wir uns auch nicht von so profanen Fakten abhalten. Wie zum Beispiel, dass die Ressourcen auf diesem Klumpen Erde im All endlich sind. Oder, dass wir unseren eigenen Lebensraum, und natürlich auch den vieler anderer Lebewesen, verpesten und vernichten. Wenn da so ein paar ideologisch verblendete Spinner her kommen, und was davon erzählen wollen, dann schickt man halt die Wissenschaftler aus ihren gut staffierten Instituten in die Medien, die dann alles relativieren, so schlimm ist das nämlich alles gar nicht.</p>
<blockquote><p>&#8220;Geht wieder nach Hause Leute und konsumiert brav weiter. Es gibt hier keine Menschheit auf dem Irrweg zu sehen. Los, geht wieder nach Hause Leute. Unsere Zivilisation ist toll und wird es auch immer bleiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jetzt werdet ihr Leser euch eventuell fragen, was man dagegen tun kann. Und dass man ja schon soo viel tut. Und ich will euch ja auch gar nicht angreifen und sagen, dass ihr das nicht tun würdet. Aber wir müssen uns und unseren Mitmenschen klar machen, worin die große arrogante Dummheit unserer Spezies liegt, die zu all diesem Übel führt.</p>
<p>Wir befinden uns auf einem gefährlichen Irrweg. Das Gedankengut unserer &#8220;Zivilisation&#8221; ist tief in uns verwurzelt. Wie sollte es auch anders sein? Wir Menschen werden ja durch die uns überlieferten Geschichten und Gedanken geprägt. Es ist an der Zeit unseren Blick auf die Welt von den Mythen der letzten Jahrtausende zu lösen. Es gibt keine von uns getrennte Natur. Wir Menschen sind lediglich eine der vielen Tierspezies auf diesem wunderschönen Erdball und ein Teil des Ökosystems, zu dem wir beitragen und von dem wir abhängen.</p>
<p>Ich sage nicht, dass wir uns von der Technik abwenden sollen. Es gibt ja wahrlich wundervolle Errungenschaften, die wir uns dank ihrer erschaffen konnten. Nicht zuletzt so etwas wie das Netz und die ihm zugrunde liegende Technik. Aber wir werden uns wirklich endlich und umfassend mal damit beschäftigen müssen, wie wir gerade leben.</p>
<p>Denn, im Endeffekt wollen alle Tiere auf diesen Erdball eines: In Erfüllung und Zufriedenheit leben. Die mehr Instinktgesteuerten Arten haben den Luxus, dass sich dies recht einfach bewerkstelligen lässt. Der Preis unserer Spezialisierung auf unseren Denkapparat bringt die Bürde mit sich, dass wir darüber nachdenken, reflektieren und kommunizieren müssen.</p>
<p>Fest steht, dass der Großteil der Menschen unzufrieden ist, und das durchaus zu Recht, aber nicht sehen kann oder sehen will, worin unser Problem liegt. Die einen, weil sie von übermächtigen Kräften ausgebeutet werden, die anderen, weil sie in einer kalten, unmenschlichen Gesellschaft existieren müssen. Die wenigen, die Zufriedenheit erlangen konnten, müssen sehr viel Kraft dafür aufwenden, sich gegen das Leid um sie herum zu stärken, um nicht daran zu Grunde zu gehen.</p>
<p>Und die, die ganz oben am Ende der Ausbeutungskette stehen? Ich weiß es nicht genau. Aber hey, wir sind Herdentiere. Wenn es der ganzen Herde beschissen geht, wie kann es da den einzelnen Tieren gut gehen?
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-193-1'>Man verzeihe mir, dass ich dieses Stilmittel nutze und diesen Tieren menschliche Eigenschaften verleihe <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-193-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2010/01/juenger-der-ausbeutung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesefutter, die fünfte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/09/lesefutter-die-funfte/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2009/09/lesefutter-die-funfte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 11:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Programmieren]]></category>
		<category><![CDATA[Verdachtsgesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=212</guid>
		<description><![CDATA[
Die Revolution der Piraten passend zu meinem letzten Beitrag ein Kommentar zu den Piraten. Der Mensch sollte wohl zum Thema Urheberrecht noch ein Update bekommen. Nichtdestotrotz wirklich lesenswert.
Verschwörungstheoretisch gesehen&#8230; Der Herr Jäger schreibt echt tolle Sachen, wer&#8217;s noch nicht kennt, sollte auch Frau Huber nicht verpassen.
Neoliberalismus und die heutige große Politik der Artikel ist zwar etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E54C409D5122C42FDA9CA81ADB298584E~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Die Revolution der Piraten</a> passend zu meinem letzten Beitrag ein Kommentar zu den Piraten. Der Mensch sollte wohl zum Thema Urheberrecht noch ein <a href="http://aggregat7.ath.cx/2009/07/19/probleme-der-ethischen-begrundung-von-“geistigem-eigentum”-und-immaterialguterrechten-im-informationszeitalter" target="_blank">Update</a> bekommen. Nichtdestotrotz wirklich lesenswert.</li>
<li>Verschwörungstheoretisch gesehen&#8230; Der Herr Jäger schreibt echt tolle Sachen, wer&#8217;s noch nicht kennt, sollte auch <a href="http://www.michaeljaeger.tv/?s=Frau+Huber" target="_blank">Frau Huber</a> nicht verpassen.</li>
<li><a href="http://martina-kausch.de/index.php?/archives/3954-Neoliberalismus-und-die-heutige-grosse-Politik-Update.html#extended" target="_blank">Neoliberalismus und die heutige große Politik</a> der Artikel ist zwar etwas älter aber nicht weniger aktuell.</li>
<li><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2611-Was-bedeutet-eigentlich-Never-check-for-an-error-condition-you-dont-know-how-to-handle.html#extended" target="_blank">Was bedeutet eigentlich &#8220;Never check for an error condition you don&#8217;t know how to handle&#8221;</a> Für die Programmierer unter uns. Sehr guter Artikel, hat mir echt die Augen geöffnet.</li>
<li><a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2212" target="_blank">Die Verdachtsgesellschaft </a>England macht&#8217;s mal wieder vor, wo wir nicht hin kommen möchten.</li>
<li><a href="http://feynsinn.org/?p=1448" target="_blank">Feindwahlkampf</a> wahre Worte vom Feynsinn</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2009/09/lesefutter-die-funfte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesefutter, die dritte</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/08/lesefutter-die-dritte/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2009/08/lesefutter-die-dritte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 10:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=132</guid>
		<description><![CDATA[
&#8220;Über Politiker, unsere Verfassung und Rechtsfreie Räume&#8221; Der Herr Danisch beschreibt den Sumpf sehr gut :/
&#8220;Wollt ihr die totale Überwachung?&#8221; Herr Jäger schreibt mal wieder in einfachen Worte wichtige Zusammenhänge. Falls ihr ihn noch nicht kennen solltet, dann lest euch unbedingt mal die Geschichten mit Frau Huber durch.
&#8220;Schöne Städte lassen grüßen&#8221; Wieder mal ein sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.danisch.de/blog/2009/08/10/uber-politiker-unsere-verfassung-und-rechtsfreie-raume/" target="_blank">&#8220;Über Politiker, unsere Verfassung und Rechtsfreie Räume&#8221;</a> Der Herr Danisch beschreibt den Sumpf sehr gut :/</li>
<li><a href="http://www.michaeljaeger.tv/wollt-ihr-die-totale-uberwachung/" target="_blank">&#8220;Wollt ihr die totale Überwachung?&#8221;</a> Herr Jäger schreibt mal wieder in einfachen Worte wichtige Zusammenhänge. Falls ihr ihn noch nicht kennen solltet, dann lest euch unbedingt mal die Geschichten mit Frau Huber durch.</li>
<li><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/14/schone-stadte-lassen-grusen/" target="_blank">&#8220;Schöne Städte lassen grüßen&#8221;</a> Wieder mal ein sehr schöner Artikel vom RA Vetter über ein unschönes und wichtiges Thema.</li>
<li><a href="http://www.solokarpfen.de/gerede/1363-vier-minuten-hass/" target="_blank">&#8220;Vier Minuten Hass&#8221;</a> Herr Lachmann lässt sich über das Fernsehen aus. Ich schaue schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in die Volksverdummungsmaschine und kann seinen Artikel nur unterschreiben :)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2009/08/lesefutter-die-dritte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nur dem Gewissen verpflichtet?</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/07/nur-dem-gewissen-verpflichtet/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2009/07/nur-dem-gewissen-verpflichtet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 08:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[repräsentative Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Volk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://safehosting.de/wordpress/?p=22</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man die werten Journalisten, Lehrer &#38; Politiker unseres schönen Landes von Demokratie sprechen hört, dann sprechen sie dabei eigentlich immer von repräsentativer Demokratie. Die Argumentation dafür läuft meist so ab, ich zitiere mal Wikipedia:
In der repräsentativen Form der Demokratie können Entscheidungsfindung schneller und preisgünstiger vollzogen werden. [...] Weiter führen die Befürworter des Systems an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man die werten Journalisten, Lehrer &amp; Politiker unseres schönen Landes von Demokratie sprechen hört, dann sprechen sie dabei eigentlich immer von <a href="http://www.politik-kommunikation.de/wahl2009/lexikon/Repraesentative-Demokratie/65" target="_self">repräsentativer Demokratie</a>. Die Argumentation dafür läuft meist so ab, ich zitiere mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Repräsentative_Demokratie#Vorteile_der_repr.C3.A4sentativen_Demokratie" target="_blank">Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>In der repräsentativen Form der Demokratie können Entscheidungsfindung schneller und preisgünstiger vollzogen werden. [...] Weiter führen die Befürworter des Systems an, dass die Repräsentanten sich voll auf ihre politische Arbeit konzentrieren können und der politische Entscheidungsprozess so professionalisiert wird. Für komplexe Sachverhalte [...] kann so Expertenwissen genutzt werden, über das der durchschnittliche Bürger nicht verfügt.</p></blockquote>
<p>Das Konzept ist kurz nach der französischen Revolution entstanden. Leuchtet auch vollkommen ein, dass man damals zu einem Vertretermodell kommen musste, da Reisen damals sehr teuer und aufwendig war. Ich stelle mir ein paar hundert Kilometer in einer Pferdekutsche auch nicht gerade angenehm vor. Das System wurde dann im Laufe der Jahrhunderte in fast allen anderen Demokratien mit eingebaut, außer bei den Schweizern, die machen&#8217;s an der Stelle richtig. Aber ich habe ja noch gar nicht ausgeführt, was ich an einer repräsentativen Demokratie für falsch halte. Fangen wir mal an :)</p>
<p><span id="more-22"></span></p>
<p>Zuerst einmal sind Repräsentaten auf dem Papier nur dem Gewissen verpflichtet. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick, z.B. als unerfahrener Schüler, noch ganz toll. Wird dann aber lange nicht mehr so toll, wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie jemand zu einem eben solchen bestimmt wird. Um gewählt zu werden muss sich der Kandidat erst einmal fleißig in einer Systempartei engagieren. Das wäre jetzt auch noch nicht so schlimm, doch auch in dieser sind nur normale Menschen, die lieber den wählen, den sie gern haben oder von dem sie sich ein Vorteil für sie versprechen und nicht den, der am besten für die Position geeignet wäre. Das wissen die Kandidaten natürlich und achten deshalb darauf, dass sie sich mit mächtigen Parteimitgliedern gut stellen und zur wichtigen Wahl auch möglichst viele Unterstützer anwesend sind. In höheren Positionen, für die ordentlich Wahlkampf gemacht werden muss, sucht man sich am besten noch ein paar Freunde in den Medien. Nun ja, ihr werdet das alle kennen: denen, die einem geholfen haben, den ist man natürlich auch zu Gegenleistung verpflichtet, aber ich bin ja auch schon <a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/" target="_blank">an anderer Stelle</a> auf diesen Themenkomplex eingegangen.</p>
<p>Das problematische an diesem Persilschein für die parlamentarische Tätigkeit sehe ich darin, dass sich die Volksvertreter nur einmal in der Legislaturperiode für diejenigen interessieren, die ihnen ihre Macht verleihen. Nach erfolgter Wahl interessiert ihn alle möglichen Faktoren, die Einfluß auf ihn ausüben können (die Fraktion, die Partei, die Medien, seine Frau, etc.) aber halt nicht die, die ihm eigentlich am wichtigsten sein sollte: nämlich die WählerInnen, die vertreten werden. In der Theorie sollen das ja die Wähler dadurch bestrafen können, dass sie einfach eine andere Partei wählen. In der Praxis hat man mit den Alternativen aber die genau die selben Probleme. Dies führte dann dazu, dass das Volk nach ein paar jahrzehnten Politikpraxis den Eindruck gewann, dass &#8220;die da oben&#8221; eh nur das machen was sie wollen. Das ist ebenso kurzsichtig wie falsch. Dummerweise machte das Volk außer meckern nicht wirklich etwas daran, so das sich dadurch eine kleine &#8220;Politikelite&#8221; bilden konnte, die vor der Wahl <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/285/476793/text/" target="_blank">lügt</a>, <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2147" target="_blank">dass sich</a> <a href="http://ra-melchior.blog.de/2007/05/03/hat_herr_schauble_gelogen~2201271/" target="_blank">die Balken</a> <a href="http://ra-melchior.blog.de/2007/05/03/hat_herr_schauble_gelogen~2201271/" target="_blank">biegen</a> um&#8217;s dann nach der Wahl ganz anders zu machen.</p>
<p>Deshalb betrachte ich die repräsentative Demokratie für einen Irrweg, den wir hoffentlich bald verlassen können. Das Argument, dass eine repräsentative Demokratie schneller reagieren kann als eine direkte, verliert in den Zeiten des elektronischen Datenverkehrs immer mehr an Bedeutung und wird gegenüber den Wählern verantwortlichen Räten bedeutungslos.</p>
<p>Andererseits will ich auch nicht leugnen, dass man für solche Formen der Demokratie auch ein Volk bräuchte, welches sich auch für die Geschicke ihrer Gesellschaft und ihres Staates interessiert. Manche benutzen das sogar als Argument für die repräsentative Demokratie, so nach dem Motto:</p>
<blockquote><p>Wenn ich mir die Bürger da draußen so angucke, ist das doch ganz gut, dass sie sich nur einmal in vier Jahren Gedanken um Politik machen müssen.<sup class='footnote'><a href='#fn-22-1' id='fnref-22-1'>1</a></sup></p></blockquote>
<p>Wer so argumentiert macht den Bock zum Gärtner und lässt auch weiterhin dem Wahnsinn, dass wenige viele regieren, weil sich die vielen nicht dafür interessieren, freien Lauf und macht sich somit zum Mittäter.</p>
<p>Mir ist auch bewußt, dass sich eine Veränderung der Gesellschaft hin zu einer Kultur der Mitbestimmung leider nur in Generationen vollzieht. Aber sie muss geschehen, die Politikeliten arbeiten immer mehr daran, unsere Demokratien ad absurdum zu führen, indem sie unsere Gesellschaft zu einer Überwachungsgesellschaft umstrukturieren. Doch das einzige, was wir tun können ist aufklären. Unsere Mitbürger immer wieder informieren, aufmerksam machen und mit ihnen diskutieren.</p>
<p>Es benötigt dringend einer Bewegung der zweiten Aufklärung um das, was die Aufklärung begonnen hat, auch wirklich umzusetzen.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-22-1'>So ähnlich noch letztens auf der NRW-Mailingliste der Piratenpartei gelesen, kann&#8217;s leider gerade nicht verlinken <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-22-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2009/07/nur-dem-gewissen-verpflichtet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkommen in der Postdemokratie!</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 11:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://acidblog.de/?p=25</guid>
		<description><![CDATA[Was meint der denn nun wieder mit Postdemokratie? Werden sich jetzt wohl einige von euch fragen. Diese seien beruhigt, genau das werde ich hier erläutern. Doch bevor wir uns damit beschäftigen, was nach der Demokratie kommt, sollten wir uns noch kurz damit beschäftigen, was denn nun Demokratie ist und wie es dazu kam, dass wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was meint der denn nun wieder mit Postdemokratie? Werden sich jetzt wohl einige von euch fragen. Diese seien beruhigt, genau das werde ich hier erläutern. Doch bevor wir uns damit beschäftigen, was nach der Demokratie kommt, sollten wir uns noch kurz damit beschäftigen, was denn nun Demokratie ist und wie es dazu kam, dass wir in der Schule erzählt bekommen, wir würden in einem demokratischen System leben.</p>
<p>Entstanden ist der Begriff im antiken Griechenland und setzt sich zusammen aus „Demos“ für Volk und „-kratie“ für Herrschaft. Zu beachten ist dabei, dass man damals als Volk alle Vollbürger auffasste. Das waren vornehmlich eben jene Männer, die die „High Society“ der Polis bildeten und in großen Villen mit 1-2 Dutzend Sklaven, einigen Lustknaben und allem sonstigen ihrem Stande gemäßen Luxus lebten. Diese hatten natürlich genug Zeit sich mit Kunst, Kultur &amp; Politik zu beschäftigen, während andere die Arbeit für sie taten.</p>
<p>Machen wir einen Zeitsprung in das 18. Jahrhunderts. Der Würgegriff der Kirchen um die Bildung hatte sich im Laufe der Jahrhunderte wieder gelockert und die großen Denker der Aufklärung brauchten einen Sammelbegriff mit dem sie ihre Vorstellungen von Freiheit &amp; Gleichheit verbreiteten konnten. Sie definierten so unseren modernen Demokratiebegriff bestehend aus den Menschenrechten, die garantieren sollten, dass jeder Mensch gleich behandelt wird, und einer Gewaltenteilung der Regierung in richterliche, gesetzgebende &amp; ausführende Gewalt.</p>
<p><span id="more-25"></span> So weit, so gut. Erzählen wir die Geschichte mal weiter. Als der verlotterte Adel und der korrupte Klerus einfach nicht wussten, wann es denn mal mit der offensichtlichen Ausbeutung gut ist, stand die Masse auf und begehrte eben jene Rechte für alle. Nicht, dass sie ganz von alleine auf die Idee gekommen wäre. Das  damals rechtlose Bürgertum war mit seinem Zustand so gar nicht zufrieden und machte ordentlich Meinung für ihre, ähh Entschuldigung, aller Menschen Sache. Das Bürgertum waren vornehmlich reiche Männer, die in stattlichen Herrschaftshäusern mit 1-2 Dutzend Bediensteten, einigen Mägden und allem sonstigen ihrem Stande gemäßen Luxus lebten.  Bei denen waren die alten Griechen gerade „in“ und ihre Damen trugen diese sexy Schwangerschaftskleidchen aus leicht durchsichtigen Stoffen, durch die man fast alles erkennen konnte, Rrrrr!</p>
<p>Noch ein Zeitsprung. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bekam Westdeutschland die Demokratie auf&#8217;s Auge gedrückt und es kehrte Frieden in der so genannten „westlichen Hemisphäre“ ein. Die Wahlbeteiligung zu dieser Zeit war hoch und die Menschen beteiligten sich rege in den Parteien während sie sich mehr oder weniger ihrer neuen Freiheit im Wirtschaftsboom erfreuten. An dieser Freiheit klebt &amp; klebte nur ein Makel: Sie ist einfach noch nicht in unserer aller Köpfen angekommen. Denn die Aufklärer versprachen deshalb solch blühende Zustände, da sie davon ausgingen, dass sich die Aufklärung gerade in unseren Köpfen manifestieren würde. Doch mit denen stecken wir nämlich immer noch in den Mythen der vergangenen Jahrtausenden.  Aber das ist ja jetzt auch nicht die neueste Erkenntnis, die älteren Semester werden vielleicht den Kampfspruch „Unter den Talaren, Muff von tausend Jahren!“ noch kennen.</p>
<p>Nun gut. Die damals neuen Medien Telefon &amp; Fernsehen hielten in die Haushalte und Köpfe ihrer Bewohner Einzug. Ich möchte hier jetzt nicht näher auf die Veränderungen die der Fernseher oder die Telekommunikation für unsere Gemeinschaft mit sich brachte eingehen, sondern einfach fest halten, dass die Medien immer mehr zu einem lukrativen Geschäft wurden. Wer sich für den Einfluss der Medien auf unsere Gesellschaft interessiert, dem sei die Lektüre von  Neil Postman, Noam Chomsky oder John Pilger ans Herz gelegt.</p>
<p>Zurück zu den Menschen, auf die prasselten und prasseln nämlich mehr und mehr für sie größtenteils uninteressante, bzw. ungefährliche, weil sie selbst nicht direkt betreffende, Informationen ein und das Leben beschleunigte sich zu diesem wahnwitzigen, berauschenden und fesselnden Galopp, den wir alle jeden Tag mehr oder weniger mit leben, erleben sowie beleben. Dies führte natürlich dazu, dass man sich immer mehr auf jene verlassen musste und muss, die diese Flut von Informationen sichten, ordnen und wieder aufbereitet weitergeben. Aber dafür gibt es ja die Pressefreiheit.</p>
<p>Als die Menschenrechte verfasst wurden, waren die Medien jedoch lange nicht so ein Geschäft, wie sie es heutzutage sind. Der Großteil der Bevölkerung konnte eh nicht lesen und besaßen auch gar nicht die Bildungsaspiration, geschweige denn die Ressourcen, dazu, der Schrift mächtig zu werden. Seit dem letzten Jahrhundert ist das freilich anders, der Anteil derer, die mit der Schriftsprache Probleme haben, beträgt wenige Prozent der Bevölkerung. Es bildeten sich immer mehr Medienunternehmen, die im Laufe der Jahrzehnte einem Prozess der Konzentration auf wenige große Konzerne unterworfen wurden. So was kommt natürlich sehr uncool beim Rezipienten an und deshalb gibt es immer noch einen schönen bunten Park von zielgruppenspezifischer Medien, die im Endeffekt aber extrem wenigen Leuten gehören. Und da man nicht gerne die Hand beisst, die einen füttert, ergab es sich einfach, dass gewisse Nachrichten nicht mehr das Volk erreichten und immer suggestiver gearbeitet wird. Ich sag&#8217; nur: „Bild dir meine Meinung!“</p>
<p>Interessant wird die ganze Sache jetzt, wenn man bedenkt, dass so ein Volksvertreter natürlich bei möglichst vielen Leuten beliebt sein möchte. Ergo möchte er nur gute Presse haben, aber mit den Freunden in den richtigen Positionen klappt das ja auch ganz gut. Um seine Beliebtheit noch zu steigern, fährt so ein Politiker ständig durch die Republik, von Termin zu Termin um mit  Parteifreunden, Lobby &amp; Stimmvieh in Kontakt zu bleiben. Dazu kommt dann noch die eigentliche Politik in Form von Parlaments-, Ausschuss-, Partei-  sowie Fraktionsarbeit hinzu. Das führt dann dazu, dass die armen Volksvertreter so gut wie keine Freizeit haben und erst Recht nicht die Zeit, sich darüber  Gedanken zu machen, wo man denn mit seiner politischen Arbeit so hin will<sup class='footnote'><a href='#fn-25-1' id='fnref-25-1'>1</a></sup>.</p>
<p>Aber dafür gibt&#8217;s ja praktischerweise die Lobbyorganisationen und &#8220;Think Tanks&#8221;, die den überarbeiteten Parlamentarier (und selbstverständlich auch den interessierten Bürger) freundlicherweise mit den Informationen über die Lage der Nation und was denn alles so geschehen müsste versorgen. In Deutschland sind da z.B. die <a title="Bertelsmann" href="http://anti-bertelsmann.de/" target="_blank">Bertelsmann-Stiftung</a> oder die <a title="INSM" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=28" target="_blank">INSM</a> ganz groß dabei. Bedenklich wird das ganze, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wer hinter diesen Organisationen steckt. Das sind nämlich eben jene, die auch die Medien in der Hand haben und so dem Volk die Meinung vor geben. Das hat ja auch nicht die Zeit, groß über die Nachrichten nachzudenken oder selbst mal zu recherchieren.</p>
<p>Ich werd&#8217; jetzt nicht groß auf die möglichen Beweggründe dieser medialen Schattenherscher eingehen. Wer sich dafür interessiert, der möge mal anfangen das Netz danach zu durchsuchen. Dort findet sich viel abstruses und ich überlasse es eurer Medienkompetenz die Spreu vom Weizen zu trennen. Und es ist ja auch schon erschreckend genug, sich das Offensichtliche genauer anzuschauen.</p>
<p>Wen man diese Informationen allerdings im Hinterkopf behält, dann erklärt es sich sehr gut, wie es nach den 68ern zu dieser Politikverdrossenheit gekommen ist, die die schleichende Veränderung zur Postdemokratie begünstigt hat. Schon als ich ein Jugendlicher war<sup class='footnote'><a href='#fn-25-2' id='fnref-25-2'>2</a></sup> nahm ich von extrem vielen Menschen um mich herum eine &#8220;die da oben machen doch eh was sie wollen&#8221;-Haltung wahr. Zu Anfangs wusste ich noch nicht genau warum, war ich doch politisch aktiv, doch bald realisierte ich, wie es dazu kam.</p>
<p>Da unsere Volksvertreter ja auf dem Papier nur ihrem Gewissen verpflichtet sind<sup class='footnote'><a href='#fn-25-3' id='fnref-25-3'>3</a></sup>, versprechen sie im Wahlkampf weitaus mehr als sie halten können, einfach damit sie gewählt werden. Doch einmal in der Machtposition angelangt, gibt es Druck von lauter wichtigen Seiten (Der Partei, den Lobbies, den Medien) so dass die politische Arbeit fast ausschließlich aus Sachzwangpolitik besteht, mit der versucht wird, möglichst all diese Seiten glücklich zu machen.</p>
<p>Nun würde man ja in der Theorie davon ausgehen, dass der Wähler ein solches Verhalten bei der nächsten Wahl bestrafen wird. Doch dem ist leider nicht so. Denn zum einem zieht sich dieses Phänomen durch alle Parteien<sup class='footnote'><a href='#fn-25-4' id='fnref-25-4'>4</a></sup>, so dass dem Wähler nicht wirklich eine Option geboten wird, und zum andern wird er durch das Medienkarussell derart auf Trab gehalten, dass die letzte Wahl schon vergessen ist, wenn die nächste ansteht.</p>
<p>So hat es sich ergeben, dass eine enorme Distanz zwischen Souverän und Volk entstanden ist. Dies gipfelte dann die abenteuerlichsten &#8220;Reformen&#8221;. Unsere Volksvertreter haben dank der obig beschriebenen Einflüße immer mehr für die Allgemeinheit kritische Funktionen wie (Tele-)Kommunikation, ÖPNV und Gesundheitswesen privatisiert. Doch es kommt noch schlimmer: Inzwischen werden immer mehr Aufgaben innerhalb von Behören an Unternehmen ausgelagert. Outsourcing ist ja total in, das predigen die Marktweisen schon seit langen. Und die Gesetze werden mit Hilfe von Anwälten entwickelt, die freundlicherweise von der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Das Volk interessiert die Akteure in diesem wahnwitzigen Spiel um Macht &amp; Einfluß eigentlich gar nicht mehr. Hauptsache es wählt einen und wird ansonsten möglichst wenig mit Politik belastet. Gerade an der Gestaltung der EU und den Volksabstimmungen bezüglich dieser in den Ländern, bei denen man eine Volksabstimmung nicht umgehen konnte, zeigt sich das sehr gut. Da wird scheinbar getreu dem Motto &#8220;Und bist du nicht willig, so wählst du nochmal!&#8221; gehandelt. Doch auch in unserem schönen Deutschland kann man dies sehr gut in der aktuellen Legislaturperiode betrachten. Das sogenannte Zugangserschwernisgesetzt tritt die Gewaltenteilung mit Füßen, es gab schon zwei Versuche, den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu legitimieren und das Parlament erklärt sich dank immer öfter gar nicht geführten Diskussionen immer mehr zur Farce, indem Reden <a title="Sueddeutsche: zu Protokoll" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/655/479149/text/" target="_self">zu Protokoll</a> gegeben und die Gesetzte mit Hilfe des Fraktionszwanges innerhalb der Fraktionen der großen Koalition durch gewunken werden.</p>
<p>Nun gut, das ganze ist ja schon ein recht komplizierter Themenkomplex und ich hoffe ich habe es halbwegs verständlich aufdröseln können. Ich möchte auch nicht die Schuldigen suchen und dann anfangen meinen Hass auf diese Vereinigungen und Menschen zu entladen. Das macht keinen glücklich und ist im Allgemeinen für die eigene soziale Reputation nicht wirklich zuträglich. Viel wichtiger ist, dass wir uns dieser Entwicklungen bewußt werden und auf breiter Front wieder anfangen die demokratischen Mechanismen einzufordern und zu nutzen, bevor es zu spät ist.</p>
<p>Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-25-1'> Ganz ehrlich Leute: Ich will den Job nicht machen! <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-25-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-25-2'>also zu Beginn der 90er <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-25-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-25-3'>Wer sagt eigentlich, dass dieser Umstand demokratisch ist? Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-25-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-25-4'>Wenn sie denn groß genug geworden sind um kleine Brocken der Macht zu erlangen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-25-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Piraten? Was will ich denn da?!?</title>
		<link>http://acidblog.de/index.php/2009/07/piraten-was-will-ich-denn-da/</link>
		<comments>http://acidblog.de/index.php/2009/07/piraten-was-will-ich-denn-da/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 18:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>acid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Politikkultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://safehosting.de/wordpress/?p=16</guid>
		<description><![CDATA[Diese Frage stelle ich mir gerade.
Irgendwie hatte sich das im wilden Trubel der ganzen Anti-Zensurgeschichte halt ergeben, dass ich mich da angemeldet hatte.  Die ePetition war beeindruckend und die Blogosphäre feierte sich beim Kampf für das Gute gegen die  ignoranten Internetausdrucker, die das abartige (Internet-)Zensurgesetz im Schnellverfahren durch gewunken hatten.
Und da profilierte sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage stelle ich mir gerade.</p>
<p>Irgendwie hatte sich das im wilden Trubel der ganzen Anti-Zensurgeschichte halt ergeben, dass ich mich da angemeldet hatte.  Die ePetition war beeindruckend und die Blogosphäre feierte sich beim Kampf für das Gute gegen die  ignoranten Internetausdrucker, die das abartige (Internet-)Zensurgesetz im Schnellverfahren durch gewunken hatten.</p>
<p>Und da profilierte sich die Piratenpartei als Partei der Netzkultur. Basisdemokratisch, gut koordiniert durchs Netz der Netze. Und irgendwie, ich weiß gar nicht mehr so genau wie, klang das in meinen Augen toll. Eine Partei, die ihre Positionen größtenteils noch finden muss, die sich selbst noch entdecken muss und in die man sich ohne den Balast eingekrusteter Strukturen einbringen kann um unser alle Sache zu pushen. Und so meldete ich mich voller Tatendrang an, voller Begeisterung, wilde Träume von politischer Mitbestimmung im Geiste.<span id="more-16"></span></p>
<p>Doch wenig später kam die Ernüchterung. Das begann, als ich mich ein wenig durch die Blogbeiträge zum Causa Thiese las. Bei manchen Kindergeschrei sollte man auch vielleicht eher Schlammschlacht sagen, wie da „unwählbar“ gekreischt wurde, um direkt danach die Systempartei der Grünen anzuführen. Eine Partei, die sich mehrmals selbst verraten und im Selbstreinigungsprozess so lange angepasst hat, bis ihr politisches Profil nur noch ein fahles Abbild ihrer Ideale, sie aber selbst dadurch für einen annehmbaren Wählerkreis wählbar wurde. Sicherlich, in Sachen Verrätertum hat ihnen die SPD gut 80 Jahre Praxis voraus, aber das ändert nichts daran, dass sie inzwischen genau so eine Systempartei für machtaffine Menschen ist, die mit Sympthombehandlung &amp; Personenkult Politik betreiben, wie die anderen Parteien auch.</p>
<p>Aber zurück zu meiner Ernüchterung. Die kam mir zuerst als ich in einem vernünftigen Blogbeitrag im übertragenen Sinne die Position las: „Ich finde die Piraten gut, aber bei Ihnen beteiligen kann ich mich nicht. Einfach dadurch, dass sie eine Partei sind.“ Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich schreibe Texte wie „<a href="http://acidblog.de/index.php/2009/07/willkommen-in-der-postdemokratie/" target="_blank">Willkommen in der Postdemokratie</a>“<sup class='footnote'><a href='#fn-16-1' id='fnref-16-1'>1</a></sup>, lese Bücher wie das „Manifest des evolutionären Humanismus“<sup class='footnote'><a href='#fn-16-2' id='fnref-16-2'>2</a></sup> und denke ernsthaft darüber nach bei einer Partei mit zu machen? Sind die Parteien nicht mit ein Teil des großen Problems, welches ich jeden Tag wahr nehme? Kann ich mich überhaupt noch mit einer Parteilinie vereinbaren?</p>
<p>Ich hatte aufgehört, mich in Parteistrukturen zu bewegen, als mir klar wurde, dass ich in Ihnen nichts bewirken kann, da meine Positionen zu extrem sind. Ohne den Intellekt und die geistige Entwcklung meiner Mitmenschen in Parteien beleidigen zu wollen, ich denke einfach zu weit voraus. Anders formuliert: Jenes, welches mich an unserer Gesellschaft und unserem Zusammenleben stört, liegt zu tief in unserer Kultur verwurzelt, als dass es Teil eines Parteiprogrammes werden könnte. Oder noch einmal anders ausgedrückt: Ich möchte das Spiel nicht anders mit spielen, ich will die Spielregeln ändern.</p>
<p>Aber ich hatte mich ja angemeldet und dann konnte ich mich, trotz aller Bedenken, auch einbringen! Gesagt, getan. Gestern war der erste Paderborner Piratenstammtisch, ordentlich Leute, viele Geeks, die wild zusammen redeten, viele Bekannte und wenig Organisation. Aber das läuft an und wir werden uns schon einpendeln. Und da ich entweder ganz oder gar nicht mit mache, habe ich heute hunderte von Kilometer Reise auf mich genommen, um mich bei dem Treffen des inoffiziellen AK Steuern &amp; Finanzen einzubringen. Und was ich dort traf, bestätigte mir meine größten Befürchtungen. Handfeste Realo-Aussagen trafen auf überzeugte Fundi-Positionen kombiniert damit, dass wir noch gar nicht wissen, was wir (tun) wollen. Na gut, einer wußte das dann schon: Dem AK Bildung zu arbeiten, damit die ihre Forderungen auch gut begründen können und diese vernünftig erscheinen.</p>
<p>Und irgendwie machte mich das sehr nachdenklich und führte dazu, dass ich jetzt diesen Text schreibe, anstatt zu arbeiten oder im wundervollen Manifest weiter zu lesen.  Ich habe mich vor einigen Jahren für meinen neuen Weg entschieden. Ich begann, der Weltflucht im Konsum zu entsagen und arbeite darauf zu, eine gesellschaftliche Position zu erreichen von der aus ich hoffe, meine Idee des menschlichen Miteinanders für die Nachwelt zu erhalten. Auf dass diejenigen, die die Kultur prägen sie vielleicht eines Tages in eine sinnvolle Richtung prägen könnten<sup class='footnote'><a href='#fn-16-3' id='fnref-16-3'>3</a></sup>.</p>
<p>Ich wählte diesen Weg, weil mir vollkommen klar war und immer noch ist, dass man in diesem unserem Lande mit Politik nichts gestalten kann. Zu mindest nicht in dem Sinne, das man wirklich etwas in meinen Augen entscheidendes ändern könnte. Ich habe noch zu gut den Ausspruch von Matthias Berninger im Ohr, als ich noch jung, unerfahren und voller Inbrunst bei der grünen Jugend und er gerade frisch MdB war: „Politik ist der Freiraum den die Wirtschaft lässt.“ sagte er mir damals. Ich habe trotz den wilden Jahren meiner Weltflucht jenen Satz nie vergessen und begriff seine ganze Bedeutung erst nach einiger Zeit, lange nachdem ich mich von den politischen Jugendorganisationen zurück gezogen hatte. Und er erklärt auch ganz gut, warum Herr Berninger nach drei Legislaturperioden in eben jene ging.</p>
<p>Nun ja, jetzt sitze ich hier und habe meine Gedanken auf&#8217;s digitale Papier gebracht. Einfach weil sie mal raus mussten. Und ich denke, ich werde sie auch in einem Blog veröffentlichen, irgendwie erscheint mir so ein Text dann gleich viel sinnvoller<sup class='footnote'><a href='#fn-16-4' id='fnref-16-4'>4</a></sup>.</p>
<p>Was ich genau bei den Piraten will, das weiß ich immer noch nicht so genau. Ich würde gerne eine politische Heimat dort finden, aber ob sie mir als solche dienen können, das muss sich noch zeigen. Mit engstirnigen „da habe ich keine Kompetenz, dazu kann ich nichts sagen“ und kleinbürgerlichen „wir müssen aber schon was sinnvolles innerhalb der Gegebenheiten bringen“ werde ich mich nicht anfreunden können. Ersteres klingt mir zu sehr nach der Aussage eines vorsichtigen Naturwissenschaftlers, der ja nichts verkehrtes sagen will und letzteres bringt vielleicht eine Zustimmung auf einer breiteren Basis, ändert aber wieder mal höchstens Sympthomerscheinungen und lässt sich einen Rahmen diktieren.</p>
<p>Nach „Klarmachen zum ändern!“ klingt das alles für mich nicht. Wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen wir auch etwas fordern! Und zwar nichts, was die Vertreter der gleichgeschalteten Presse oder unsere politischen Konkurrenten als „vernünftig“ wahr nehmen, sondern wirklich Positionen, die etwas verändern. Wir brauchen Positionen die Utopien fordern, an die wir glauben können und an denen wir fest halten wollen. Auf dass die Menschen auch an uns glauben und wir durch diesen Druck, den wir so aufbauen können, nach einem langen und harten Kampf, kleine Schritte in die richtige Richtung bewirken können. In die Richtung von Freiheit, Gleichheit &amp; Brüderlichkeit – diesen Traum, den ein Großteil der Bevölkerung unserer Republik schon lange verloren hat.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-16-1'>Ist noch in Mache, gibt&#8217;s irgendwann dieses Wochenende <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-16-2'>Lesebefehl! <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-16-3'>Ich hoffe zu mindest, dass meine Vision irgendwann Wirklichkeit werden könnte <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-16-4'>done <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-16-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://acidblog.de/index.php/2009/07/piraten-was-will-ich-denn-da/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
