Acid anderswo

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Selbst

30/08/12

Kraftlos fühlend,
Arbeit anstarrend,
Arbeit sammelnd,
Wieder aufraffend.

Wild ergreifen,
Fäden sichten,
Fäden folgen,
Knoten fürchten.

Klaro sagste,
Helfen kannste,
Helfen willste,
Puuha denkste.

Post bereit,
Eignes soweit,
Eignes Leid,
Keine Zeit.

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Mit Freunden gelacht, gemacht, gehacht.
Von jenen vieles erlernt, perlte vieles Lob.
Von andren geschätzt, manches Glas erhob.
Mit bekommen, mit Zweifel, aber mit gemacht.

Die Skepsis hat Gründe, stahl ich mir doch Ziele.
Und mit denen Pläne, Ehrgeiz getriebene. Spiele
Und Tanz gehörtn stets zu mir, ja auch Helligkeit
Die strahlte, den Weg bahnte in Selbstgefälligkeit.

Aber davor beim wachsen, lernt ich zu verachten.
Wie mir ergibt leben & denken, handlen & lenken,
Wie’s mich treibt vor Intresse & Suche nach Sinn.
Aber dies versteckte lange, vergessen in mir drinn.

Also steh ich mir, wie die andren, selbst im Weg,
Zur Veränderung, zur Akzeptanz meines Selbst,
Zur Wegfindung, Planfindung, Abfindung,
Also pack ich das jetzt an. Seh ja’n Steg.

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Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fliege zur Sonne meiner Erwartungen.
Gelenke schmelzen, bersten unruhig.
Falle hinab, zur Frustration am Boden.

Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Pralle auf, Pläne platzen, Power aus.
Stehe wieder auf, genervt und stetig.
Arme tief durch, schaue um & voraus.

Prüf grob Status, Säumeligkeiten, Soll.
Fege Scherben, kläre, analysiere eifrig.
Gehe gemütlich, Kraft strömt wie toll.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.

Fang an zu laufen, zu jagen an Orten.
Der Zusammenkunft, nie überdrüssig.
Springe, hebe ab, gen Sonne fliegen.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.

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Starre auf die blanke Fläche,
Sinniere, wie ich sie breche,
Informationen, kompakt & gut,
In lockres lesbares Lesegut.

Umkreis die imaginäre Beute,
stell Fallen auf, Abschnitte,
Stichpunkte, Sätze, Schritte,
um se jetz zu fangen, heute!

Fang zögerlich an & redigiere.
Fahre klobig fort & reduziere,
skeptisch das Werk betrachten,
solltichs nicht mehr beachten?

Seufze auf in Frustration.
So scheiterts an Resignation.
Die wohlüberlegten Gedanken,
dicht an Schreibschranken.

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Da steh ich, übend in Zufriedenheit.
Streite mit Worten für die Freiheit.
Streite mich über Gleichgestelltheit.
Da wissend meiner Unvollständigkeit.

Mag nicht mehr stets aussichtslos hoffen.
Mag nicht die Hoffnung der Gebundenen.
Mag nicht das Jammern der Geschundenen.
Mag nicht mehr, von Tagträumen getroffen,

Mir die Linderung durch in Überwindung
Durch die Leitung Angeschriebe erhoffen.
Durch dies Verhalten, ich sag’s ganz offen,
Mir erschien wie normativ geprägter Dung.

Mag nicht von Gnade abhängen.
Mag meine Evolution genießen.
Mag’s endlich nimma vermissen.
Mag nicht am Zwang zerbrechen.

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Abgestumpft?

08/09/11

Ich seh den Schmerz in deinen Augen.
Ich geh vorbei, will es nicht ertragen.
Ihr verletzt euch nach alten Mustern.
Ihr zersetzt euch mit alten Lastern.

Die Leiden sind mir vertraut, die dich bedrücken.
Kenn dich zwar nicht und doch ist’s wohlbekannt.
Kenn Mechanismen, Methoden, Möglichkeiten.
Die Wissenschaft erklärt’s, meiner Denke verwandt.

Doch schreckte ich noch jedes Mal zurück,
Wenn ich mir vertraute Abgründe erblickte.
Wenn Hilfe nötig, aber kaum möglich wirkte.
Doch hattich’s nicht beschlossen? Kein Stück

Wollt ich abweichen vom Pfad des Denkers.
Wollt die Zeit sparen für den des Schreibers.
Wichtig ist’s dass meine Art dem Pfade folgt.
Wichtig auch, nicht falschem Gewissen gebeugt.

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Interesse geweckt,
Emotionen erweckt,
Indizien gecheckt,
Erscheinen schmeckt.

Kontakt erhalten,
Karma wirken,
Ansichten walten,
Absichten galten.

Zuneigung ersehen,
Gefühle überragen,
Zweifel entstehen,
Gedanken überschlagen!

Emotionen entschlackt,
Erleichterung erschreckt,
Aufbruch lockt,
Abkühlen rockt.

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Musik auf den Ohren.
Wand aus Coolness.
Weg sicher befolgen.
Modisch und fesch.

 

Stockendes Herz.
Sabbernde Blicke.
Klopfendes Herz.
Klebende Blicke.

 

Gefangen im Modus.
Hemmung tritt ein.
Hoffnung im Fluß.
Getraut hat’s kein.

 

Zeit verstreicht.
Zuneigung bleibt.
Hoffen verstreicht.
Herzklopfen bleibt.

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Ich mach es schon so lange.
So lange, mir wird von Bange.
Anfangs nicht nachgedacht,
Später auf der Flucht gelacht.

Ich schwamm hinaus auf’s Meer,
Glücklose sind darin versunken.
Bezwang die Lebensstürme mehr
Durch Willen, knapp nich ertrunken.

Schnell zu weit hinaus getrieben,
Fast im Selbsthass aufgerieben.
Dann zu mir selbst gekommen,
Musste weg, bin geschwommen.

Nun arbeite ich mich da jetzt raus.
Voll Mühsal in den Arbeitsmühlen.
Gerade Land erahnend, weit voraus.
Ich sag euch, dis is kein Vergnügen.

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Gelebte Formen,
Erstrebte Rhythmen,
Erprobte Schritte,
Geliebte Blicke.

Schweißnass glücklich,
Pumpendes Adrenalin,
Wasser erfrischlich,
Kilometer ziehn dahin.

Raum suchend,
Fraun fliehend,
Freun, trauern,
Traum säuern.

Weiter tanzen,
Heiter weiter,
Mittags gehen,
Tagelang besser.

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