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Ich wurde gebeten, eine ausführliche Antwort auf diese Frage zu stellen. Da bietet es sich doch an, diese auch gleich hier zu veröffentlichen.
Die Gesellschaft in der ich lebe, ist eine sehr facettenreiche. Sie mag einem, je nach Perspektive, vollkommen unterschiedlich vorkommen und es ringen verschiedenste Kräfte darum, sie nachhaltig in ihrem Interesse zu prägen. Mit mehr oder minderen Erfolg. Dies hat mehrere Gründe die auf unterschiedlichen Ebenen zeitgleich wirken: (weiterlesen…)
Lesefutter, die vierte
25/08/09
- “Religion: Die neuesten Erkenntnisse (Teil 3)” Sehr lesenswerte Artikelserie
- “Genetischer Fingerabdruck kann leicht gefälscht werden” Das klingt ja gar nicht gut.
- “Die Zukunft des Lesens” Sehr schöner Artikel zum Wandel der Mediennutzung
- “Sommerlicher Sonnenambulismus” Zu der Medienkriese und dem Sommerloch
- “Polemik zum rechtsfreien Raum des Netzes” Der kann man einfach nur zustimmen
- “Propheten des Medienwandels” Wo wir gerade bei Polemik sind. Irgendwie ist mir der Don wirklich nicht sympathisch, aber zu einem kleinen Teil ist auch was drann an seiner Kritik. Auch wenn ich ihm in einigen Punkten widersprechen muss, aber ich glaube, das arbeite ich demnächst noch mal in nem Blogpost aus.
- “Sicherheit total” erstaunlich, dass ich das noch nicht verlinkt hatte. Die Zeit ist war nicht immer toll, aber dieser Kommentar ist echt gut.
Irgendwie sonderbar,,,
23/08/09
Ich war gerade spazieren.
An sich wandle ich wirklich gerne draußen herum, Paderborn bietet für eine Stadt einiges an Grünflächen und Naherholungsgebiete, da lässt sich ein Spaziergang recht angenehm gestalten. Heute aber waren viele Leute unterwegs. Leuchtet ja auch ein, ist ja Sonntag, da kann man eigentlich nur früh Morgens in aller Ruhe spazieren gehen.
Es ist nicht so, dass mich die Leute an sich stören würden, die sind ja auch einfach nur Menschen. Es ist sogar durchaus mal interessant zu beobachten, wie Familien und Freizeitgruppen sich außerhalb bewegen, in was für Formationen sie sich bewegen (und welche Rollenbilder dabei erfüllen). Aber mich stört diese Einsamkeit in der Masse. Dieses stumme aneinander Vorübergehen ohne einander zu grüßen oder einen sonstige Anstalt der nonverbalen Kommunikation zu machen, dass man den Gegenüber wahr genommen hat.
Mir will das nicht so ganz in den Kopf. Wir sind Herdentiere, die in einer Gemeinschaft leben müssen. Ab und zu gibt es zwar Ausreisser die irgendwo weitab als Einsiedler ihr Heil zu finden suchen, aber derer gibt es wahrlich nicht viele. Unser Gemeinschaftsleben ist durch dieser unmenschlichen Art des definitiv-nicht-gemeinschaftlichen ignorieren/ausblenden geprägt. Diese zwischenmenschliche Kälte, die da draußen vorherrscht, schmerzt mich jedes Mal. Kaum jemand, der einen in die Augen schaut, noch viel seltener ein (schüchternes) Lächeln. Man verkehrt nur mit den Menschen, die man schon kennt oder seiner sozialen Klasse entsprechend gekleidet sind.
Nun, ich muss einräumen, dass ich es meinen Mitmenschen wahrlich nicht einfach mache. Seit über einem Jahrzehnt schon bevorzuge ich ein Styling welches auf einige Mitmenschen beängstigend, auf den Großteil aber zu mindest irritierend wirkt. Ursprünglich begann ich damit u.a. als eine Art Schutzschild, den ich gegenüber dem Mobbing meiner Mitschüler und den Bewohnern der ländlichen Gegend, in dem ich aufwuchs, aufbaute. Natürlich versuchte ich damit auch ein wenig mir eine andere Herde in der großen Herde zu suchen. Aber im Laufe der Jahre entwuchs ich auch dieser und führte mein Bestreben – einfach ich zu sein und mich so zu kleiden, wie es mir beliebt – konsequent fort.
Aber genug von mir und meinem Auftreten. Ich würde einfach gerne durch die Gegend gehen und den Menschen fröhlich einen guten Tag wünschen können und/oder von anderen Fremden gegrüßt werden. Ohne dabei schräg mit einem “auf was für ‘ner Droge ist den der Freak unterwegs?”-Blick betrachtet zu werden oder zu sehen, wie ihre Eltern ihre Kinder vor mir in Schutz bringen. Aber dafür müsste man sich ja von seinen Ängsten und Vorurteilen befreien,,,
Nuja, vielleicht wohne ich auch einfach in der verkehrten Gegend, im Allgemeinen sind ja Ostwestfalen nun wirklich nicht für Offenheit und Herzenswärme bekannt. Ich finde es jedenfalls sehr Schade.
Warum ich bei den Piraten bin
22/08/09
Ich hatte mich ja schon über meine Probleme mit den Piraten, der repräsentativen Demokratie und unserer aktuellen gesellschaftlichen Lage ausgelassen. Trotzdem bin ich Mitglied der Piratenpartei und werde das wohl noch ne ganze Weile bleiben. Das hat mehrere Gründe:
Es ist die Partei der Netizens
Die Partei kommt aus dem Netz und streitet für das Netz. Und als Netizen fühle ich mich natürlich stark angezogen von einer Partei, der meine Lebensweise näher liegt. Hinzu kommt bei diesem Punkt, dass sie wichtige Fragen des Urheberrechts und der Bürgerrechte in den Gesellschaftlichen Diskurs bringen.
Es ist eine junge Partei
Man ist frisch und voller Tatendrang und es konnten noch kaum Strukturen zu Klüngelkreisen verkrusten. Das führt zwar leider auch oftmals zu blinden Aktionismus, aber dieser ist mir weitaus lieber als die festgefahrenen Hierachien anderer Parteien. Zu Beginn träumte ich sogar davon, ein wenig an der politischen Ausrichtung der Partei zu feilen. Doch ehrlich gesagt sehe ich nicht ein, warum ich mich da über die Crew hinaus binden sollte.
Die Piraten haben sich (noch) nicht verraten
Das ist ein wichtiger Punkt für mich. Ich bin mir zwar leider sicher, dass dies spätestens mit dem Erwerb kleiner “Macht”brocken in Land- oder Bundestagen folgen wird. Und wenn das geschieht, dann pack’ ich meine Sachen und bin raus, mein Kind. Aber bis da streit’ ich mit ihnen und wir haben Rückenwind!
Hier wird das Spiel anders gespielt
Die Art, wie die Piraten organisiert sein wollen, unterscheidet sich fundamental von dem, was ich in anderen Parteien erlebt habe. Das hat natürlich auch seine Schattenseiten, setzt aber, meiner Meinung nach, ein großes Potential frei. Dadurch können wir viel schneller und flexibler agieren als die anderen Parteikolosse. Das ist denen auch bekannt und vielleicht mit ein Grund dafür, warum traditionelle Kräfte schon anfangen, den Piratenwahlkampf mit unlauteren Mitteln zu behindern.
Lesefutter, die dritte
21/08/09
- “Über Politiker, unsere Verfassung und Rechtsfreie Räume” Der Herr Danisch beschreibt den Sumpf sehr gut :/
- “Wollt ihr die totale Überwachung?” Herr Jäger schreibt mal wieder in einfachen Worte wichtige Zusammenhänge. Falls ihr ihn noch nicht kennen solltet, dann lest euch unbedingt mal die Geschichten mit Frau Huber durch.
- “Schöne Städte lassen grüßen” Wieder mal ein sehr schöner Artikel vom RA Vetter über ein unschönes und wichtiges Thema.
- “Vier Minuten Hass” Herr Lachmann lässt sich über das Fernsehen aus. Ich schaue schon seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in die Volksverdummungsmaschine und kann seinen Artikel nur unterschreiben :)
Back on the Track! :D
21/08/09
Yo!
Nachdem mich ein Festplattencrash und eine har aufhielten, mich um eben jenigen zu kümmern kam ich Sonntag Abend wieder nach Hause. Nun ja, die Schule hat wieder angefangen und ich war in den letzten Tagen gut am rotieren und hoffte den Mirror wieder zum laufen zu bekommen,,,
Nuja, zu mindest konnte ich fast alle Daten retten und dieser Server sollte schnell wieder in den alten Zustand zu bekommen sein. Neue Texte wurden schon angefangen und werden in den nächsten Tagen nachgeschoben ;)
Oh Nietzsche,,,
10/08/09
Ich habe gerade Nietzsche gelesen, jenen großen Geist durchzogen von Verbitterung, Enttäuschung und Hass. Aber auch er hat Hoffnung, sonst hätte er diese Zeilen nicht geschrieben und in einem anstrengenden Aufwand zur Veröffentlichung gebracht.
Und ich habe nicht irgendwas von ihm gelesen, sondern jenen Abschnitt aus “Also sprach Zaratustra” den man mit “seht, ich lehre euch den Übermenschen” betiteln könnte.
Es war nicht das erste Mal, dass ich dies las, und es erfreut mich immer wieder. Denn er spricht vom Wandel, vom nötigen Wandel. Vom Wandel zum “Übermenschen”. Dieses Thema ist Heute, an dem Zeitpunkt, an dem sich so vieles ändern muss, aktueller denn je. (weiterlesen…)
Lesefutter, die zweite
07/08/09
- Meinungsfreiheit als Sondermüll Udo Vetter in einem seiner besten Blogposts, definitiver Lesebefehl! :D
- Die Dummheitsvermutung ein erhellender Gedanke zur innergesellschaftlichen Kommunikation
- Aggregat7 hat auch was gutes zum Geld geschrieben, allerdings auf Englisch
- Ursula K. Le Guin: A Rant About “Technology” Interessante Gedanken von einer begnadeten Autorin.
Das war’s ersmal von hier. Ich bin momentan stark damit beschäftigt, meine Kisten für die HAR vorzubereiten und Morgen ist ‘ne Kostümparty, für die ich noch das Kostüm nähen muss. Aber im Laufe des Wochenendes sollte es hier auch mal wieder mehr zu lesen geben, Textideen reifen schon wieder heran ;)
Zeit des Wandels
03/08/09
Mögest du in spannenden Zeiten leben!
So lautet ein alter chinesischer Fluch, an den ich in den letzten Jahren immer wieder denken muss. Wir erleben, wie sich massive Veränderungen auf mehreren Ebenen langsam und unaufhaltsam vollziehen. Einflüsse, die unsere gesammte Art zu Leben in den nächsten Jahrzehnten komplett ändern werden. Viele wollen es nicht wahrhaben, manche geben sogar sehr viel Geld dafür aus, dass es möglichst lange nicht wahr genommen wird, doch lange werden wir unsere Augen nicht mehr davor verschließen können. Aber da dies sehr unterschiedliche Phänomene sind, die von mehreren Faktoren abhängen, versuche ich das ganze mal ein wenig aufzudröseln, indem ich nacheinander folgende Punkte behandele:
- Wandel der Arbeitswelt
- Finanzkrise
- Das Netz erwacht (weiterlesen…)
Augenfreundlicher
01/08/09
ist das neue Design, welches ich erst einmal eingestellt habe. Mir zwar eigentlich viel zu hell, aber es passt zum Thema und sieht dabei immer noch etwas kränklich aus.
Auf mein Theme werdet ihr noch ein wenig warten müssen. Denn ich hab’ viel um die Ohren, deswegen gab es hier schon länger nix mehr zu lesen, das wird sich aber dieses Wochenende noch ändern :)



