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    Geschriebenes

    Irgendwie war da dieser Antjeschrupp-Artikel in meinem Handy noch offen gewesen. Und als ich mal wieder U6 fuhr, in der notorisch eine Netzspezifische Unterversorgung herscht, habe ich den halt zuende gelesen. Und wurde mir mal wieder klar, dass ich doch irgendwie mal was klarstellen sollte. Nämlich zu meiner Motivation, was das Texte schreiben, mit Leuten diskutieren und noch viel mehr angeht. Also gibt es jetzt diesen Diskussionsgrundstein, damit ich immer drauf verlinken kann :)

    Aber dafür muss ich von meinem Lebensziel, der sich daraus ergebenden Philosphie und meinem aktuellen großen Plan erzählen. Aber wir haben ja Zeit, ich fang einfach mal an ;)

    Des acids Lebensziel

    Als ich mit 13 oder 14 in der Konfirmationsgruppe saß und uns der Pfarrer fragte, was wir im Leben werden wollten, sagte ich nur eines “glücklich”. Die anderen Kinder lachten nur. Heutzutage weiß ich nicht, ob ich über sie lachen oder weinen soll(, das ist – zugegebenermaßen – Stimmungsabhängig).

    Inzwischen bin ich mir über so einiges klar geworden, z.B. dass ich Religion sehr gefährlich & problematisch finde. Dabei ist mein Ziel eigentlich gleich geblieben. Ich hab’s nur konkretisiert: Ich will nachhaltige Zufriedenheit erlangen.

    Da unsere Gesellschaft eine grausame, ausbeuterische und kalte ist und ich eigentlich echt ein sozialer Mensch bin (abgesehen von gelegentlichen Isolationsphasen) kann es für mich nur ein Ziel geben: die Welt zu einer solchen machen, in der ich gerne leben möchte. Da dieses nun mal nicht so einfach zu erreichen ist, führt es direkt zum nächsten Punkt:

    Des acids Philosophie

    Nun, eigentlich möchte ich diesen Begriff mit Vorsicht betrachten. Bislang habe ich noch keine Eudaemonie ausformuliert, was ich als wichtigen Bestandteil einer solchen betrachten würde.  Momentan kann man wohl meine Arbeiten zum Thema Informationsfreiheit als die Anfänge meiner Philosophie ansehen.

    Eudaemonie ist aber ein zentraler Begriff in dem noch unspezifiziert dahinwabernden Raum meiner Philosophie. Die Zufriedenheit auch in starken Lebensstürmen bewahren und negative Emotionen erleben und gleich wieder gehen lassen, dies sind zentrale Punkte meiner Lebenseinstellung. Durch sie kann ich mir Ziele vornehmen und Arbeitsberge angehen, die alleine in einer Lebenszeit nicht zu erklimmen sind.

    Geplant sind auch Arbeiten zum Zusammenleben von Menschen, außerdem möchte ich mit an Gedankengut für eine Gesellschaft nach der aktuellen arbeiten, da ich befürchte, dass der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten ist.

    “Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen” schrieb Albert Camus so schön. Und so versuche ich auf dem steinigen Weg möglichst zufrieden zu sein. Nuja, ich bin ja privilegiert, also ist der Weg lange nicht ganz so steinig wie bei vielen anderen.

    Des acids Plan

    Ich sehne mich nach einer Gesellschaft wie ich sie nie kennen lernen werde. Einer Gesellschaft in der es zum guten Ton gehört, möglichst offen und kooperativ zu sein. In der ein Großteil der Menschen sich von sich heraus so verhält, dass es keiner Unterdrückung zum friedlichen Zusammenleben bedarf. Mir geht es darum, einer Gesellschaft den Weg zu bahnen, in der Kooperation die vorherschende Maxime ist und nicht Unterdrückung wie in unserer jetzigen.

    Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass uns all diese -ismen dabei mehr behindern als helfen. Ihnen allen wohnt der Gedanke inne, dass man Menschen bzw. ihre Gemeinschaften durch Druck von außen formen kann. Das stellt für die Bildung autoritärer Gesellschaftsstrukturen eine ausgiebig und erfolgreich angewandte Strategie dar. Jedoch kann es uns auf dem Weg hin zu meiner Utopie nicht helfen. Äußerer Druck formt zwar kurzfristig Gemeinschaften jedoch brauchen diese immer weiteren Druck um bestehen zu bleiben. Da hatte ich auch schon mal in deutlich verkopfter drüber geschrieben.

    So’n bissl Geschichte habe ich aber auch mit genommen. Deshalb weiß ich, dass sich sich Veränderungen im allgemeinen echt langsam unter den Menschen verbreiten. Also liegt es konsequenterweise auf meinem Weg versuchen Positionen zu erarbeiten, im Diskurs weiter zu entwickeln, Ergebnisse aufzuarbeiten und natürlich dabei auch zu verbreiten. Insofern besteht mein aktueller Plan einfach aus drei Punkten: 1. überleben, 2. bilden, 3. diskutieren

    Zugegeben, etwas unkonkret, aber wolltet ihr jetzt lesen, dass ich jetzt ersmal arbeite, bis ich meine Schulden los geworden bin. Dann noch ein bissl weiter arbeite, bis ich nen kleines Polster habe, um dann irgendwo weit weg in den Norden mit viel Natur und Interwebz zu ziehen und Bücher zu schreiben? Ne, oder? ;)

     

    So, ich geh dann mal die Beschreibung von meinem Blog hier ändern und danach fange ich vielleicht noch mit dem Artikel an, den ich eigentlich schreiben wollte, als ich merkte, dass ich den Grundstein hier brauchte…

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    (Ich hab diesen Text auf der Spakeria veröffentlicht. Kommentare bitte dort abgeben.)

    oder: Warum eine gute Sache verdammt anstrengend wird.

    Eine der zentralen Fragen unserer Zeit ist die des Konfliktes von Informationskontrolle vs. Informationsfreiheit. Man könnte darüber alleine schon einen Vortrag halten. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Textes. Ich beschränke mich hier bei der Feststellung, dass ich mit Kristian Köhntopp übereinstimme, das es auf folgende Frage hinaus läuft:

    Hier ist die Wahl. Sie ist die einzige Wahl. Sie ist digital, wie das
    Medium, das die Wahl erzwingt:
    1. Kopieren hinnehmen.
    2. jede Kommunikation von Jedermann mit jedem anderen immer auf ihre Legalität hin untersuchen und filtern.
    Wenn Fall 2 nicht stattfindet, bildet sich sofort ein Overlay-Netzwerk und Fall 1 tritt ein.

    Wir alle erleben gerade selbst, mehr oder weniger am eigenen Leibe, welche Grundrechte und Freiheiten die Verteidiger der Informationskontrolle zum Erhalt eben jener zu opfern bereit sind.

    Dieses ist nicht hinnehmbar, weshalb ich mich entschieden auf die Seite der Informationsfreiheit stelle. Doch was bedeutet Informationsfreiheit für mich?

    (weiterlesen …)

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    ad pecuniam

    14/12/10

    Diejenigen von euch, die Mal ein bissl Latein hatten, wissen‘s schon: dieser Text sinniert über Geld.

    Fasst währe ich dem Drang verfallen, zu erklären, was Geld ist und wie das funktioniert, aber das kann man ja schon an anderer Stelle hervorragend nachlesen. Außerdem würde das nur vom Kernpunkt meiner Überlegungen ablenken und somit kontraproduktiv sein. Wenn ihr also wissen wollt, was Buchgeld, Zentralbankgeld und normales Geld ist und worin sich das unterscheidet, dann geht euch woanders informieren oder studiert VWL.

    Übersicht

    Es geht um die Betrachtung der sozialen Aspekte von Geld und was diese für unser Zusammenleben bedeuten. Dabei meine ich jetzt nicht, dass man ohne Kohle ganz schnell in Gefahr gerät, bei wichtigen sozialen Anlässen nicht mit machen zu können. Ich will auch ausnahmsweise gar nicht auf den Mechanismen und Sympthomen des Kapitalismus in Neoliberaler Form rum hacken und auch gar nicht erklären, warum die aktuelle Finanzblase bestimmt platzen wird.

    Basis

    Geld entstand, der Überlieferung nach, als allgemeingültiges Tauschmittel für den Tauschhandel. Da’s nicht so schnell verschimmelt und auch ansonsten nicht so viel Platz weg nimmt soll’s sich dann durch gesetzt haben. Tauschhandel war bei der vorherrschenden Güterknappheit der vergangenen Jahrtausende Gang und Gebe. Durch die lokale Beschränktheit der Märkte (so ohne die Transportations- und Kommunikationssysteme unserer Zeit hat Mensch nun mal keine weite Sphäre um sich schnell mit Informationen und Gütern zu versorgen) ergab sich ein reger Austausch durch fahrende Händler, die geschickt die unterschiedliche Nachfrage in den einzelnen Regionen zu ihrem Vorteil zu nutzten wussten.

    Die Motivation der einzelnen Parteien eines Tauschhandels ist recht einfach zu verdeutlichen. Die Produzenten, stets mehr oder weniger mit dem Kampf um’s Überleben beschäftigt, hatten nichts zu verschenken, hatten aber den Bedarf an dem einen oder anderem Gut. Die Zwischenhändler, so es denn welche gab, versuchten sich mit dem Handel am Leben zu halten. Während in der Kommune noch im Großen und Ganzen die Gemeinschaft im Vordergrund stand, wurde jeder Mensch von Außerhalb dieser Gemeinschaft skeptisch betrachtet.

    Dies beleuchtet ein wenig, warum die Idee, einem unbekannten Menschen mehr zu schenken, als es braucht, damit er nicht direkt vor meiner Haustür krepiert, so vollkommen abwegig in der Kultur der letzten Jahrtausende war. An fremde Leute wurden Güter nur im Austausch gegen andere Güter abgegeben.

    Entwicklung

    Doch warum gebe ich nicht dem Anderen, wenn ich selbst etwas gerade nicht zu Überleben benötige oder gar im Überfluß darüber verfüge, ohne eine Gegenleistung zu verlangen? Wäre denn nicht auch zu erwarten, dass mir dann andere auch Ihre überflüssigen Güter geben? Und sei es nur, um meinem gutem Beispiel zu folgen?

    Doch da scheint mir ein altes, tief eingeprägte Misstrauen dem Fremden gegenüber vorzuherrschen. Eben jene Angst scheint zu stark ausgeprägt, zu weit verbreitet, zu sein, als dass sich solch eine Strategie des freien Abgebens entwickeln könnte. Eine löbliche Ausnahme bieten da Open Source, Creative Commons und andere Ausprägungen der freier Weitergabe von Gütern bzw. dem Wissen über ihre Erstellung.

    Man tauscht also, weil man misstrauisch ist, dass man ansonsten für seine Mühen entlohnt wird/eine Gegenleistung erhält. Und da Geld dem Tauschandel auf dem Fuße folgt, können wir diese Annahme sogleich auf eben jenes übertragen.

    Fazit

    Geld ist also manifestieres Misstrauen den unbestimmten Anderen Gegenüber, dessen Wert mir von einer Instanz garantiert wird, der die meisten  auch nur bedingt vertrauen. Ich bin der Ansicht, dass Geld für ein soziales Gefüge von Menschen wie Gift wirkt. Man könnte auch sagen eine Droge, von der wir uns wieder lösen müssen. Es belastet unser Zusammenleben enorm (vor allen Dingen das Zusammenleben mit Mitmenschen, die weit von uns entfernt leben) und nachhaltig.

    Ausblick

    Meiner Bescheidenen Meinung werden wir uns in unserer weiteren sozialen Entwicklung von dem Konzept des Geldes löscn müssen, das wird bloß noch lange dauern können, wenn man bedenkt, wie tief das Konzept bei uns verwurzelt ist.

    Ad-hoc Lösungen zur Abfederung des schlechten sozialen Einflusses wären Konzepte wie die zinslose Geldwirtschaft, Geld was seinem Wert im Laufe der Zeit verliert und das garantierte Grundeinkommen, aber das sind Themen für andere Blogposts.

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    Es brodelt in meiner Timeline. Oh wie es brodelt! Man könnte fast meinen, dass das Stimmvieh langsam aus seinem Dämmerschlaf erwacht.

    Und das ist nicht nur #S21, man merkte das auch schon sehr gut bei dem Loveparade-Debakel, von solchen krassen Dingern wie Laufzeitverlängerung und 5%-Erhöhung der Armengängelung1 ganz zu schweigen. Der Wind des Wandels beginnt sich von einem lauen Lüftchen zu einer sanften Bö zu steigern.

    Immer mehr wird klar: so kann es nicht weiter gehen. So darf es nicht weiter gehen! Das Netz zerrt die dämliche Klüngeltechnik der Politik und ihrer hungrigen Freunde immer wieder auf unangenehm deutliche Art und Weise an’s Tageslicht des Socialverse. Oft genug wird’s von dortaus weiter gespühlt in die alten Medien, sehr zu Mißgunsten der Akteure.  Doch dies ist nichts Neues. Dies ist nur eine, in meinen Augen, positive Entwicklung des Medienwandels, den wir gerade unweigerlich erleben. Aber das soll gar nicht Thema dieses Beitrages sein.

    Das Interessante an der Entwicklung der letzten Monate ist eigentlich, dass immer mehr Stimmen die Natur unserer “Demokratie” in Frage stellen.  Viele empfinden eine Ohnmacht dem Staat gegenüber, ganz besonders dann, wenn der Staat seine Muskeln spielen lässt und das Gewaltmonopol ausnutzt. In letzter Zeit machte dieses unser Staat2 dieses immer mehr gegenüber ganz normalen Bürgern und nicht nur gegenüber linken Gruppen, bei denen man das ja gewöhnt währe. Gepaart mit dem Eindruck, dass die politische “Elite” einfach das tut, wozu sie lustig ist und sich einfach nicht drum schert, was das Volk denn so interessiert.

    Man kann dies eigentlich nur begrüßen. Es ist eh verwunderlich, wie denn immer noch der Glaube vorherrschen kann, dass ein System, welches für die sozialen und technischen Gegebenheiten des 18. & 19. Jahrhunderts gedacht war, heutzutage noch zeitgemäß sein sollte. Ja, überhaupt noch funktionieren könnte! Doch, das Dogma herrscht noch vor, auch wenn es an allen Ecken und Enden am schwanken ist. Es ist toll, dass immer mehr nach neuen Ideen verlangen, doch muss man sich einiger Sachen bewußt sein:

    • Dass, die Akteuere unseres aktuellen Gesellschaftsspieles (Politiker, Medienmogule & Leute, die viel zu viel Geld und große Firmen kontrollieren) sich darauf spezialisiert haben, dieses zu spielen und keine Lust haben werden, dieses Spiel zu ändern.
    • Aufgrund dessen werden die alten Medien so lange Systemerhaltendes publizieren, wie es Ihnen nur irgend möglich ist.
    • Dieses widerum nach sich zieht, dass es sehr lange brauchen kann, bis eine Veränderung im Denken der breiten Masse von sich gehen wird.

    Diese lange Zeit ist einerseits wirklich grausam, da es impliziert, dass sich noch viel mehr Elend und Wut anstauen wird, andererseits benötigen wir alle diese Zeit.

    Denn, egal wie ein System, welches unser aktuelles ablösen kann, nun am Ende aussehen wird, klar ist, dass es von jedem seiner Bürger auch verlangen wird, sich an der Politik zu beteiligen. Der Gedanke, dass der Souverän sich nicht mit der Willensbildung der von ihn gebildeten Entität beschäftigen müsste, ist meiner Meinung nach einfach nur Wunschdenken vergangener Jahrhunderte. Mit den stringenten Sozialgefüge vergangener Jahrhunderte mag das wohl noch ganz gut funktioniert haben, doch heutzutage kann dies einfach nicht mehr funktionieren. Weder haben wir so wenige entscheidende Themen wie damals, noch haben wir so fest definierte soziale Schichten 3.

    Eine wahre Demokratie kann in meinen Augen nur funktionieren, wenn jeder einzelne Bürger des Staates sich aktiv an der politischen Willensbildung beteiligt. Sicherlich, man kann nicht zu allem eine eindeutige Meinung haben. Dafür bieten sich Systeme wie liquid Democracy an, bei der ich meine Stimme in Themenbereichen delegieren kann, so lange ich das möchte. Die aktuelle Systemkrise zeigt sehr deutlich, dass wir mit Mandatsträgern, die nur ihrem Gewissen verpflichtet sind, nicht weiter kommen, es braucht Systeme der Verantwortung gegenüber den Wählern. Und dies vor allen Dingen nicht in großen Zeitperioden sondern mit einem direkten und unmittelbaren Feedback der Wähler welches aktiv in’s politische Geschehen eingreifen kann.

    Dies impliziert natürlich, dass die Grenzen zwischen “Politiker” und “Bürger” immer mehr verschwinden werden. Eine Entwicklung die ich allerdings nur begrüßen kann. Sicherlich ist auf diesem Wege auch das Konzept der Privatsphäre bedroht. Doch diese schwindet aufgrund von soziologischen und technologischen Faktoren eh, aber das ist ein Thema für einen anderen Blogbeitrag.

    Doch zur politischen Meinungsbildung braucht es Zeit. Zeit, die jedes Individuum einzeln für sich nehmen muss. Zeit, die wir in unserer heutigen Gesellschaft einfach nicht haben. Und so hätten wir, neben den ohnehin drängenden ökonomischen Faktoren, ein weiteres Argument für das Garantierte Grundeinkommen.

    1. Die dann wohl doch keine zu sein scheint.
    2. und so wie ich das von hier aus verfolgen kann, geht das in den anderen “westlichen” Staaten auch nicht anders zu
    3. Dies ist im übrigen mit Schuld an dem heutigen Debakel: Durch das weg fallen eindeutiger Schichten verloren die Parteien ihre Bezugsgruppen und damit den Kontakt zu ihrer Basis.

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    Es ist Nacht.

    Ich sitze hier und frage mich. Frage mich, ob ich wohl den bald schlafen kann.
    Frage mich, wie lang es noch dauern wird, bis ich zu mir finden werde.
    Frage mich, wie ich die simple aber ehrliche Liebe meines Katers verdient habe.
    Ich sitze hier und frage mich. Frage mich, ob ich dich wohl jemals finden werde.

    Ich bin anders.

    Allein bin ich hier. Somit kann ich zu mir stehen und kraftvoll meinen Weg verfolgen.
    Somit kann ich die Einsamkeit in den Herzen der Menschen auf den Straßen sehen.
    Somit kann ich abseits ausgetrampelter Pfade denken, versuchen das ganze Bild zu fassen.
    Allein bin ich hier. Somit kann ich einsam unter den vertrautesten Freunden sein.

    Die Welt ist voll Leid & Freude.

    Wer kann all dies erkennen? Wer kann dabei immer noch Liebe für uns empfinden?
    Wer kann mit offenen Augen gehen ohne an die Lügen für die einfachen zu glauben?
    Wer kann mit offenen Augen nicht den Schauermärchen für die skeptischen verfallen?
    Wer kann all dies erkennen? Wer kann sehen, was ich zu sehen glaube?

    Ich warte auf dich.

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    Sprossen,,,

    23/06/10

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Immer schneller, immer weiter. Wir werden sie ewig hinauf steigen.

    Wir achten nicht auf den Rand der Stiege, an dem die Pflanzen welken.
    Achten nicht auf den ganzen Müll, der auf unseren Weg herunterfällt und sich in den Meeren sammelt.
    Achten nicht darauf, wie unser schnell außer Sicht gebrannter Ausschuß die Flüße, Berge und Täler verseucht.
    Wir sind zu sehr mit dem Aufstieg beschäftigt, um solcherlei Unfug anzuhängen, auf die warnenden zu achten.

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Das haben schon alle Menschen so getan. Das kennen wir gar nicht anders.

    Wir erzählen uns, die “Krone der Schöpfung” zu sein, die sich die Erde zu Untertan zu machen habe.
    Erzählen uns, wir wären von Natur aus zu Neid und Gier gehalten, der Lust und dem Trieb verfallen.
    Erzählen uns, wir könnten uns nicht ändern, während wir uns selbst ständig immer wieder neu definieren.
    Wir sind gefangen in unseren Geschichten. Den Visionen und Träumen, die wir uns über uns selbst erzählen.

    Wir steigen sie hinauf, die Sprossen.
    Denn auf dem Weg liegt Herrlichkeit, im ewigen Aufstieg die Freitreppe hinauf.

    Wir vermeiden das kritische Denken. Hinterfragen ist nicht gern gesehn.
    Vermeiden uns selbst was zu schenken. Werfen’s besser weg, wenn’s keiner mehr kauft.
    Vermeiden an andre zu denken, den Blick auf’s Elend zu lenken oder uns für sie gar zu verrenken.
    Wir wollen nichts neues bedenken, kein andren Weg einlenken. Der Vernunfts Stimme gilt’s zu vermeiden.

    Wir steigen die hinauf die Sprossen.
    Die Sprossen, gebaut aus unsren Knochen. Die Sprossen, wohlauf, das wird begossen! Die Sprossen,,,

    Sprossen zum Wahn!

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    Auf der Jagd

    26/04/10

    Mal ein anderer Text. Vielleicht ein Bruch in diesem Blog, vielleicht werde ich aber auch ein neues Blog aufmachen und dieses Blog wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zurückführen, ich werde sehen,,,

    Und so komme ich ein weiteres Mal zur Ruhe, versuche mich zu sammeln, zu begreifen, wer ich bin und wer ich sein will.

    Aber es ist eine lauernde Ruhe, ein Moment des Nachtankens aus meinen scheinbar unerschöpflichen Kraftvorrat. Im nächsten günstigen Moment bin ich auch schon dabei mit all jener Kraft voran zu preschen, nur das aktuelle Ziel vor Augen.
    Ich habe mich schon oft in einer Jagd verloren, alles andere, auch mich selbst, vollkommen selbstverständlich vollkommen ignoriert. Irgendwann ist dann die Hatz beendet oder uninteressant geworden. Dann wird das nächste ehrgeiz’ge Ziel vor’s Korn genommen und ich entflamme erneut im Fieber der Jagd.

    Oder aber, und das kommt leider oft genug vor, ich verliere mich in dem Reiz von Neuem sowie neu Entdecktem. Doch es treibt mich weiter zu meinen Zielen und bald darauf empfinde ich Reue darüber, dass ich jetzt gerade nicht an diesem Zeit weiter arbeite oder über die ganzen anderen von mir oder anderen so empfunden Fehltritten in meinem Leben. Diese Reue kann lähmend wirken und mich sogar für Zeiträume in Lustlosigkeit & Selbsthass versinken lassen. Doch ich habe gelernt, ihr nicht viel Platz zu gewähren, denn sie ist zum einen fragwürdig und zum anderen kontraproduktiv.

    Doch das war nicht immer so und es wurden mir gewisse Krücken gereicht, um mit mir und der Welt, in der ich Lebe, klar zu kommen. Mittel die mich angleichen, die mir halfen aus dem Ping-Pong meiner Gefühle auszubrechen, ihren Wellengang  zu beruhigen, mir meiner selbst bewusst zu werden ohne mir dabei im Wege zu stehen. In gewisser Form ist man durch diese Krücken angeglichen & wäre diese Welt eine andere, dann wäre es wahrscheinlich auch nie so weit gekommen.

    Denn es ist ja auch gut, dass ich so bin. Ein Quell von Ideen, ein Jäger des Wissens und erstaunlicherweise ein Vorbild für einige. Motivator, Zuhörer, Katalysator, Visionär und vieles mehr. Und doch, habe ich meine Bestimmung noch lange nicht erfüllt und fühle mich immer wieder entrückt, verzückt, entsetzt und verletzt von mir und meinen Mitmenschen. Ich will dieses Leben nicht missen und schätze die Erfahrungen, die ich machen durfte.

    Und der Sinn von alle dem?
    Der liegt in dem, dem ich ihm gebe. Ich benötige immer ein großes Ziel, auf welche ich zustreben will und wählte mir schon vor langer Zeit, das Ziel für mich in meiner Existenz. Aber man verliert es immer wieder mal gerne aus den Augen und kommt vom weg ab. Und so werde ich weiter nach Wissen & Erkenntnis jagen und solche Texte wie diesen bald mal in einem anderen Blog veröffentlichen ;)

    acid

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    Was leben wir doch in herrlichen Zeiten!

    Alle leben friedlich miteinander, keiner muss Hungern. Wir alle können im Supermarkt den letzten Fraß für ganz wenig Geld erwerben. Und jeder, der arbeiten will, kann auch arbeiten, um sich etwas von dem glückspendenden virtuellen Gut zu erwerben. Jener übergroßen & bunten Mohrrübe an einer Angel, die wir Esel ständig erreichen wollen während wir uns vor dem Karren spannen lassen, der sich hierzulande “soziale Marktwirtschaft” schimpft.

    Der Begriff an sich ist schon abenteuerlich genug. “Soziale Marktwirtschaft” ist ungefähr so sinnvoll wie “Hyänen mit Anstand”1 oder “Raubmörder mit Herz”. Abgesehen davon ist er nun wirklich nicht mehr aktuell. Die Tage keynsianistischer  Wirtschaftspolitik sind ja in diesem Lande nunmehr seit über 3 Dekaden gezählt. Jedoch, wir sehen uns halt gerne als die guten an, die in der bestmöglichen Gesellschaftsform Leben und Glück und Frieden auf der Welt verbreiten.

    An unseren Händen klebt Blut. Aber wir sehen es nicht. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die den Kakao für unsere günstige Schokolade aus dem Supermarkt pflücken, während sie im pestizidverseuchten Wasser waten. Wir sehen nicht die kleinen Kinderhände, die unsere Schuhe, Kleidung und Sportgeräte nähen. Wir sehen nicht die schweißbedeckten und überarbeiteten Männer, die die grüne Lungen unseres Planeten für unseren Luxus abholzen oder unsere Meere leer fischen. Nein, das tun wir nicht, denn wir wollen es nicht sehen.

    Die Römer hatten zu mindest noch die Eier in der Hose, einem Sklaven zu sagen, dass er keine Rechte hatte. Wir lassen unsere Sklaven einfach so weit entfernt halten, dass wir es nicht mehr gezeigt bekommen müssen. Das wurde bei uns eh schon genug geübt, dass nicht zeigen. So viel, dass wir schon seit Jahren Kriege gegen die ärmsten Länder der Welt führen und uns dabei auch noch einreden, wir wären die Guten!

    Doch was wir im Großen mit der ganzen Welt machen, zieht sich auch bei uns durch alles. Die, die nur den Rest der Menschheit dadurch ausbeuten können, dass sie total billiges Zeug kaufen, arbeiten dadurch dem Reichtum derer zu, die schon viel zu viel davon haben. Nicht, dass sie da groß eine Wahl zu hätten, die meisten zwingen die Umstände dazu und sie haben auch meist gar keine Ahnung wo die Produkte aus dem Supermark her kommen oder es interessiert sie auch einfach nicht. Der aussterbende Mittelstand schaut neidisch dabei zu und bemüht sich eifrig darum, auch seinen Teil vom Kuchen abzubekommen.

    Nur läuft das hier nicht ganz so offensichtlich, als dass es Hans Dampf von der Straße, der sich jede Abend seine kleine Portion Wahrheit von der Meinungsmaschinerie aus den alten Medien abholt, kapieren könnte. Hier bekommt er seine Skandale und Kataströpchen gezeigt, über die er sich schön brav aufregen kann und die gerade angesagte Geissel der Menschheit, welche unsere aller Untergang ankünden könnte, präsentiert.

    Aber eines ist allen dabei klar. Eigentlich ist das alles ja egal. Denn der “Fortschritt” wird immer weiter gehen, das Wachstum, diese uns alle vereinende Götze, wird immer weiter fort schreiten. Nichts wird uns in unserer wahnwitzigen Herrschaft über die “Natur” aufhalten können.
    Aber das alles darf man ja nicht in Frage stellen. Es ist ja allgemein bekannt, das Fortschritt was tolles ist und wir ewig wachsen müssen.

    Da lassen wir uns auch nicht von so profanen Fakten abhalten. Wie zum Beispiel, dass die Ressourcen auf diesem Klumpen Erde im All endlich sind. Oder, dass wir unseren eigenen Lebensraum, und natürlich auch den vieler anderer Lebewesen, verpesten und vernichten. Wenn da so ein paar ideologisch verblendete Spinner her kommen, und was davon erzählen wollen, dann schickt man halt die Wissenschaftler aus ihren gut staffierten Instituten in die Medien, die dann alles relativieren, so schlimm ist das nämlich alles gar nicht.

    “Geht wieder nach Hause Leute und konsumiert brav weiter. Es gibt hier keine Menschheit auf dem Irrweg zu sehen. Los, geht wieder nach Hause Leute. Unsere Zivilisation ist toll und wird es auch immer bleiben.”

    Jetzt werdet ihr Leser euch eventuell fragen, was man dagegen tun kann. Und dass man ja schon soo viel tut. Und ich will euch ja auch gar nicht angreifen und sagen, dass ihr das nicht tun würdet. Aber wir müssen uns und unseren Mitmenschen klar machen, worin die große arrogante Dummheit unserer Spezies liegt, die zu all diesem Übel führt.

    Wir befinden uns auf einem gefährlichen Irrweg. Das Gedankengut unserer “Zivilisation” ist tief in uns verwurzelt. Wie sollte es auch anders sein? Wir Menschen werden ja durch die uns überlieferten Geschichten und Gedanken geprägt. Es ist an der Zeit unseren Blick auf die Welt von den Mythen der letzten Jahrtausende zu lösen. Es gibt keine von uns getrennte Natur. Wir Menschen sind lediglich eine der vielen Tierspezies auf diesem wunderschönen Erdball und ein Teil des Ökosystems, zu dem wir beitragen und von dem wir abhängen.

    Ich sage nicht, dass wir uns von der Technik abwenden sollen. Es gibt ja wahrlich wundervolle Errungenschaften, die wir uns dank ihrer erschaffen konnten. Nicht zuletzt so etwas wie das Netz und die ihm zugrunde liegende Technik. Aber wir werden uns wirklich endlich und umfassend mal damit beschäftigen müssen, wie wir gerade leben.

    Denn, im Endeffekt wollen alle Tiere auf diesen Erdball eines: In Erfüllung und Zufriedenheit leben. Die mehr Instinktgesteuerten Arten haben den Luxus, dass sich dies recht einfach bewerkstelligen lässt. Der Preis unserer Spezialisierung auf unseren Denkapparat bringt die Bürde mit sich, dass wir darüber nachdenken, reflektieren und kommunizieren müssen.

    Fest steht, dass der Großteil der Menschen unzufrieden ist, und das durchaus zu Recht, aber nicht sehen kann oder sehen will, worin unser Problem liegt. Die einen, weil sie von übermächtigen Kräften ausgebeutet werden, die anderen, weil sie in einer kalten, unmenschlichen Gesellschaft existieren müssen. Die wenigen, die Zufriedenheit erlangen konnten, müssen sehr viel Kraft dafür aufwenden, sich gegen das Leid um sie herum zu stärken, um nicht daran zu Grunde zu gehen.

    Und die, die ganz oben am Ende der Ausbeutungskette stehen? Ich weiß es nicht genau. Aber hey, wir sind Herdentiere. Wenn es der ganzen Herde beschissen geht, wie kann es da den einzelnen Tieren gut gehen?

    1. Man verzeihe mir, dass ich dieses Stilmittel nutze und diesen Tieren menschliche Eigenschaften verleihe

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    Wissen

    22/10/09

    Wissen ist Information und Information ist Wissen. Doch
    [23:49:]  Wissen ist auch noch weitaus mehr:
    [23:49:]  Wissen ist aufgenommene Information.Â
    [23:49:]  Wissen ist nach Kategorien geordnete Information.
    [23:49:]  Wissen ist nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortierte Information.
    [23:49:]  Wissen ist verstandene Information. Doch was ist Information?
    [23:49:]  Information wird durch sensorischen Input transportiert.

    Wissen ist Information und Information ist Wissen. Gleichwohl,
    Wissen ist sogar noch weitaus mehr: Wissen ist aufgenommene.
    in Kategorien eingeordnete, sowie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit
    sortierte Information. Kurz gesagt:
    Wissen ist verstandene Information. Doch was ist Information?

    Information wird durch sensorischen Input transportiert, von uns
    meist unbewusst katalogisiert, bewusst vermacht und als Gut geschätzt.
    Abhängig vom Intellekt und Vorwissen des Konsuments, kann dieser aus
    einer Information mehr oder weniger Wissen schöpfen.
    Information stellt deshalb den wichtigsten Schatz der Menschheit dar, da durch
    sie Wissen über die Generationen hinweg vermittelt und angesammelt werden kann.

    Wissen ist Macht, das weiß jedes Kind. Und durch Kontrolle der
    Information wird der Zugriff auf eben jene Aspekte der Macht streng reglementiert.
    Wissen ist aber auch Erwartungswert. Je nach Bildung, je nach Stand, wird
    es bei gegebener Information ganz selbstverständlich erwartet, ja vorausgesetzt.
    Nicht alles Wissen ist schön, vieles ist sogar gefährlich, doch an der Akzeptanz,
    der Reflektion und Beherrschung von Wissen wächst der Mensch.

    Wissen ist unsre stärkste Waffe im Kampf um Gerechtigkeit, zur Evolution.
    Erst wenn ein Großteil der Menschen sich mit genügend Wissen bewaffnet hat,
    um bei wichtigen sozialen Fragen mitreden zu können, werden wir die furchtbare
    Herrschaft der menschlichen Dummheit und Gier überwinden können.
    Nur durch die Informationsfreiheit können wir den Sieg über den kurzsichtigen,
    hass- und giererfüllten Geist unserer Tage und somit die Evolution unserer Spezies erringen.

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    Man begegnet ihm wieder immer wieder, in Diskussionen, Erläuterungen, Abhandlungen und Büchern: Den allgemein weit verbreiteten Glauben, dass Menschen natürlicherweise immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und, mehr oder weniger verborgen unter dem Deckmantel von Kultur, zuerst nach sich selbst schauen.

    Dieser Betrachtungsweise liegt ein wahrer Kern zugrunde. So besteht in der Philosophie des Geistes ein breiter Konsens, dass der Eigennutz ein entscheidende Faktor für die menschliche Motivation darstellt. Wir wissen allerdings auch schon länger, und nicht zuletzt aus der Soziologie, dass der Mensch erst im Laufe seiner Entwicklung lernt, was es heißt, Mensch zu sein. Deswegen nennen wir das auch “erwachsen werden” oder Sozialisierung. (weiterlesen …)

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