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Lesefutter, die erste
28/07/09
- “Alles außer Außergewöhnlich” Interessante Gedanken zum Lobo-Bashing
- “Probleme der ethischen Begründung von ‘Geistigem Eigentum’ und Immaterialgüterrechten im Informationszeitalter” Absolut Lesenswert und sehr überzeugend!
- “Die gute Tat der Piraten” Die leichte Kost, passend zum vorherigen Text. Von der Änderung der Machtverhältnisse zwischen Urheber und Verwerter
- “Fetisch Soziale Netzwerke” Ein Essay zu sozialen Netzwerken, Pflichtlektüre!
Heute habe ich einen drei Jahre alten Text ausgebudelt, enjoy!
Diskutiert Mensch heutzutage über seine Utopie/seiner Kritik am Vorherrschenden System, so begegnet Mensch immer wieder dem vorherrschenden „Dogmatismus der Demokratie“, wie ich es gerne nennen möchte. Nämlich der Überzeugung, das unsere repräsentative Demokratie das beste System wäre, das wir je hatten & obendrein auch das beste System, welches jemals möglich wäre, darstellt. Selbiges folgt für unsere soziale Marktwirtschaft, die meist als mit der Demokratie innig vereint und demokratisch empfunden wird, auf dem Fuße.
Die Diskussion friert meist kurz danach ein, da sämtliche Vorschläge meinerseits die, quasi als Wegbereiter für neues Denken, noch auf der Marktwirtschaft basieren (garantiertes Grundeinkommen z.B.) als „unrealistisch“ abgewiegelt werden & die Idee, sich des Geldes zu entledigen, wird sogar als zivilisatorischer Rückschritt in den Tauschhandel interpretiert.
Doch kann der Irrglauben, die diesem Dogmatismus inne wohnt, leicht aufgezeigt werden: (weiterlesen …)
Fleisch
25/07/09
Es begab sich vor ein paar Tagen – ich hatte mir gerade noch schnell ein halbes Hähnchen und Pommes an einer dieser Freßstände, wie sie gerne in der Nähe von Supermärkten stehen, geholt – dass ich den Heimweg durch ein kleines Waldstückchen beging und auf einer schönen Lichtung unter einem Baum verweilte um meine soeben erbeutete erkaufte Mahlzeit zu verspeisen. (weiterlesen …)
Eierkuchen nach Art des acids
24/07/09
Also eigentlich ist das hier ja gar kein Foodblog. Aber eine alte Freundin, die liebe F_A vom Seelensturm, hatte sich schon so drüber gefreut, als ich erzählte, dass ich heute über Essen bloggen würde, dass ich mir dachte: Na, dann poste ich auch mal ein Rezept zur ihrer Erbauung :)
Nur dem Gewissen verpflichtet?
21/07/09
Wenn man die werten Journalisten, Lehrer & Politiker unseres schönen Landes von Demokratie sprechen hört, dann sprechen sie dabei eigentlich immer von repräsentativer Demokratie. Die Argumentation dafür läuft meist so ab, ich zitiere mal Wikipedia:
In der repräsentativen Form der Demokratie können Entscheidungsfindung schneller und preisgünstiger vollzogen werden. [...] Weiter führen die Befürworter des Systems an, dass die Repräsentanten sich voll auf ihre politische Arbeit konzentrieren können und der politische Entscheidungsprozess so professionalisiert wird. Für komplexe Sachverhalte [...] kann so Expertenwissen genutzt werden, über das der durchschnittliche Bürger nicht verfügt.
Das Konzept ist kurz nach der französischen Revolution entstanden. Leuchtet auch vollkommen ein, dass man damals zu einem Vertretermodell kommen musste, da Reisen damals sehr teuer und aufwendig war. Ich stelle mir ein paar hundert Kilometer in einer Pferdekutsche auch nicht gerade angenehm vor. Das System wurde dann im Laufe der Jahrhunderte in fast allen anderen Demokratien mit eingebaut, außer bei den Schweizern, die machen’s an der Stelle richtig. Aber ich habe ja noch gar nicht ausgeführt, was ich an einer repräsentativen Demokratie für falsch halte. Fangen wir mal an :)
Motivation?
16/07/09
Motivation wird vom Langescheidtschen Wörterbuch wie folgt definiert:
1. Gesamtheit der Beweggründe für ein Handeln
2. Leistungsbereitschaft
Vordergründig scheint damit alles gesagt zu sein. Meine Motivation begründet sich auf gewisse Gründe, warum ich etwas tun will, und bietet so die Basis für meine Leistungsbereitschaft.
Doch wenn ich nun hier sitze und meine fehlende Motivation beklage, seltsamerweise für eine Tätigkeit, die zu vollbringen ich schon lange versprochen habe und deren Art und Ausführung mir auch Freude bereitet, dann frage ich mich, ob diese Definition nicht vielleicht erweitert werden sollte.
Ich scheine damit ja doch etwas anderes zu bezeichnen. Meine Bereitschaft etwas zu tun, zu dem ich mich eigentlich nicht aufraffen will. Sicherlich, dies könnte der geneigte Leser auch als gerade nicht vorhandene “Leistungsbereitschaft” bezeichnen, doch für mich wohnt diesem Begriff eine gewisse Kälte inne. Und im Umgang mit mir selbst möchte ich nicht kalt vorgehen.
Viel spannender und hilfreicher finde ich es da, mich positiv zu motivieren und einfach mal wieder was zu tun. Wär’ ja gelacht, wenn das nicht klappen könnte! :D
Denn je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr beschleicht mich das Gefühl, dass man Motivation einfach durch geschickte Selbstüberredung bzw. Selbstüberzeugung erwirken kann. Und da gibt es einige gute Methoden für. Und die jenige, die ich nun verwenden werde, ist, einfach mal anfangen. Das schwerste ist es ja, anzufangen. Wenn man erst einmal dabei ist, dann geht der Rest fast wie von selbst.
Tschakka! Ich reiss das! :)
Kurz zum Design
14/07/09
Einige von euch haben es ja schon angemerkt: Das aktuelle Design ist böse für die Augen (und ich find die Schriftgröße auch etwas zu klein und dass der Text zu eng beieinandersteht und überhaupt). Da es mir aber vom Flair echt gut gefällt bleibt das jetzt noch eine kleine Weile ;P
Ich bitte euch, noch ein paar Tage durch zu halten. Am Wochenende versuche ich mich mal drann zu setzen und mir ein eigenes Theme zu basteln :)
Was meint der denn nun wieder mit Postdemokratie? Werden sich jetzt wohl einige von euch fragen. Diese seien beruhigt, genau das werde ich hier erläutern. Doch bevor wir uns damit beschäftigen, was nach der Demokratie kommt, sollten wir uns noch kurz damit beschäftigen, was denn nun Demokratie ist und wie es dazu kam, dass wir in der Schule erzählt bekommen, wir würden in einem demokratischen System leben.
Entstanden ist der Begriff im antiken Griechenland und setzt sich zusammen aus „Demos“ für Volk und „-kratie“ für Herrschaft. Zu beachten ist dabei, dass man damals als Volk alle Vollbürger auffasste. Das waren vornehmlich eben jene Männer, die die „High Society“ der Polis bildeten und in großen Villen mit 1-2 Dutzend Sklaven, einigen Lustknaben und allem sonstigen ihrem Stande gemäßen Luxus lebten. Diese hatten natürlich genug Zeit sich mit Kunst, Kultur & Politik zu beschäftigen, während andere die Arbeit für sie taten.
Machen wir einen Zeitsprung in das 18. Jahrhunderts. Der Würgegriff der Kirchen um die Bildung hatte sich im Laufe der Jahrhunderte wieder gelockert und die großen Denker der Aufklärung brauchten einen Sammelbegriff mit dem sie ihre Vorstellungen von Freiheit & Gleichheit verbreiteten konnten. Sie definierten so unseren modernen Demokratiebegriff bestehend aus den Menschenrechten, die garantieren sollten, dass jeder Mensch gleich behandelt wird, und einer Gewaltenteilung der Regierung in richterliche, gesetzgebende & ausführende Gewalt.
Piraten? Was will ich denn da?!?
10/07/09
Diese Frage stelle ich mir gerade.
Irgendwie hatte sich das im wilden Trubel der ganzen Anti-Zensurgeschichte halt ergeben, dass ich mich da angemeldet hatte. Die ePetition war beeindruckend und die Blogosphäre feierte sich beim Kampf für das Gute gegen die ignoranten Internetausdrucker, die das abartige (Internet-)Zensurgesetz im Schnellverfahren durch gewunken hatten.
Und da profilierte sich die Piratenpartei als Partei der Netzkultur. Basisdemokratisch, gut koordiniert durchs Netz der Netze. Und irgendwie, ich weiß gar nicht mehr so genau wie, klang das in meinen Augen toll. Eine Partei, die ihre Positionen größtenteils noch finden muss, die sich selbst noch entdecken muss und in die man sich ohne den Balast eingekrusteter Strukturen einbringen kann um unser alle Sache zu pushen. Und so meldete ich mich voller Tatendrang an, voller Begeisterung, wilde Träume von politischer Mitbestimmung im Geiste. (weiterlesen …)
Brachialrundumschlag
10/07/09
Hier ein Text, den ich vor ein paar Monaten für die Kneipenlesung geschrieben hatte.
Was ist
Derzeit grassiert ja die Schweinegrippe in unseren Medien. Da wird der Teufel des tödlichen Virus an die Wand gemalt, an dem wir alle sterben werden. Die Hintergründe der Todesopfer im stickigen, weltgrößten Slum Mexikos interessieren da kaum. Die Aporkalypse naht, das ist gewiss! Vor der Schweinegrippe wurde das Schwein der Wirtschaftskrise durchs mediale Dorf gejagt. Überhaupt schon erstaunlich, dass der systembedingte Zusammenbruch des Finanzsystems als „Krise“ bezeichnet wird. Ist ja nicht so, dass es das erste Mal passieren würde oder nicht vorhersehbar gewesen wäre. Doch das ahnungslose Stimmvieh steht auf den Thrill und wird ordentlich von der Horrorvision des wertlosen Geldes erschreckt.
Dumm nur, dass es bis jetzt nicht ganz so fruchten will. Das Volk verliert zwar das Vertrauen, doch die Hyperinflation will irgendwie nicht einsetzen. Bis es soweit kommen könnte, darf es halt für die Rettung der Finanzjongleure bluten. Doch so ein richtiger Crash wär ja schon praktisch, wir haben ja alle schon Mal mit 50 Mark angefangen.


