Acid anderswo
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Allgemeines
Sonderkrams
Getwitter
Tags
Selbst
30/08/12
Kraftlos fühlend,
Arbeit anstarrend,
Arbeit sammelnd,
Wieder aufraffend.
Wild ergreifen,
Fäden sichten,
Fäden folgen,
Knoten fürchten.
Klaro sagste,
Helfen kannste,
Helfen willste,
Puuha denkste.
Post bereit,
Eignes soweit,
Eignes Leid,
Keine Zeit.
Der Lange Weg Zur Zufriedenheit
10/01/12
Mit Freunden gelacht, gemacht, gehacht.
Von jenen vieles erlernt, perlte vieles Lob.
Von andren geschätzt, manches Glas erhob.
Mit bekommen, mit Zweifel, aber mit gemacht.
Die Skepsis hat Gründe, stahl ich mir doch Ziele.
Und mit denen Pläne, Ehrgeiz getriebene. Spiele
Und Tanz gehörtn stets zu mir, ja auch Helligkeit
Die strahlte, den Weg bahnte in Selbstgefälligkeit.
Aber davor beim wachsen, lernt ich zu verachten.
Wie mir ergibt leben & denken, handlen & lenken,
Wie’s mich treibt vor Intresse & Suche nach Sinn.
Aber dies versteckte lange, vergessen in mir drinn.
Also steh ich mir, wie die andren, selbst im Weg,
Zur Veränderung, zur Akzeptanz meines Selbst,
Zur Wegfindung, Planfindung, Abfindung,
Also pack ich das jetzt an. Seh ja’n Steg.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fliege zur Sonne meiner Erwartungen.
Gelenke schmelzen, bersten unruhig.
Falle hinab, zur Frustration am Boden.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Pralle auf, Pläne platzen, Power aus.
Stehe wieder auf, genervt und stetig.
Arme tief durch, schaue um & voraus.
Prüf grob Status, Säumeligkeiten, Soll.
Fege Scherben, kläre, analysiere eifrig.
Gehe gemütlich, Kraft strömt wie toll.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Fang an zu laufen, zu jagen an Orten.
Der Zusammenkunft, nie überdrüssig.
Springe, hebe ab, gen Sonne fliegen.
Ich bin so ruhig, erschreckend ruhig.
Ein Grundstein
14/11/11
Irgendwie war da dieser Antjeschrupp-Artikel in meinem Handy noch offen gewesen. Und als ich mal wieder U6 fuhr, in der notorisch eine Netzspezifische Unterversorgung herscht, habe ich den halt zuende gelesen. Und wurde mir mal wieder klar, dass ich doch irgendwie mal was klarstellen sollte. Nämlich zu meiner Motivation, was das Texte schreiben, mit Leuten diskutieren und noch viel mehr angeht. Also gibt es jetzt diesen Diskussionsgrundstein, damit ich immer drauf verlinken kann :)
Aber dafür muss ich von meinem Lebensziel, der sich daraus ergebenden Philosphie und meinem aktuellen großen Plan erzählen. Aber wir haben ja Zeit, ich fang einfach mal an ;)
Des acids Lebensziel
Als ich mit 13 oder 14 in der Konfirmationsgruppe saß und uns der Pfarrer fragte, was wir im Leben werden wollten, sagte ich nur eines “glücklich”. Die anderen Kinder lachten nur. Heutzutage weiß ich nicht, ob ich über sie lachen oder weinen soll(, das ist – zugegebenermaßen – Stimmungsabhängig).
Inzwischen bin ich mir über so einiges klar geworden, z.B. dass ich Religion sehr gefährlich & problematisch finde. Dabei ist mein Ziel eigentlich gleich geblieben. Ich hab’s nur konkretisiert: Ich will nachhaltige Zufriedenheit erlangen.
Da unsere Gesellschaft eine grausame, ausbeuterische und kalte ist und ich eigentlich echt ein sozialer Mensch bin (abgesehen von gelegentlichen Isolationsphasen) kann es für mich nur ein Ziel geben: die Welt zu einer solchen machen, in der ich gerne leben möchte. Da dieses nun mal nicht so einfach zu erreichen ist, führt es direkt zum nächsten Punkt:
Des acids Philosophie
Nun, eigentlich möchte ich diesen Begriff mit Vorsicht betrachten. Bislang habe ich noch keine Eudaemonie ausformuliert, was ich als wichtigen Bestandteil einer solchen betrachten würde. Momentan kann man wohl meine Arbeiten zum Thema Informationsfreiheit als die Anfänge meiner Philosophie ansehen.
Eudaemonie ist aber ein zentraler Begriff in dem noch unspezifiziert dahinwabernden Raum meiner Philosophie. Die Zufriedenheit auch in starken Lebensstürmen bewahren und negative Emotionen erleben und gleich wieder gehen lassen, dies sind zentrale Punkte meiner Lebenseinstellung. Durch sie kann ich mir Ziele vornehmen und Arbeitsberge angehen, die alleine in einer Lebenszeit nicht zu erklimmen sind.
Geplant sind auch Arbeiten zum Zusammenleben von Menschen, außerdem möchte ich mit an Gedankengut für eine Gesellschaft nach der aktuellen arbeiten, da ich befürchte, dass der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten ist.
“Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen” schrieb Albert Camus so schön. Und so versuche ich auf dem steinigen Weg möglichst zufrieden zu sein. Nuja, ich bin ja privilegiert, also ist der Weg lange nicht ganz so steinig wie bei vielen anderen.
Des acids Plan
Ich sehne mich nach einer Gesellschaft wie ich sie nie kennen lernen werde. Einer Gesellschaft in der es zum guten Ton gehört, möglichst offen und kooperativ zu sein. In der ein Großteil der Menschen sich von sich heraus so verhält, dass es keiner Unterdrückung zum friedlichen Zusammenleben bedarf. Mir geht es darum, einer Gesellschaft den Weg zu bahnen, in der Kooperation die vorherschende Maxime ist und nicht Unterdrückung wie in unserer jetzigen.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass uns all diese -ismen dabei mehr behindern als helfen. Ihnen allen wohnt der Gedanke inne, dass man Menschen bzw. ihre Gemeinschaften durch Druck von außen formen kann. Das stellt für die Bildung autoritärer Gesellschaftsstrukturen eine ausgiebig und erfolgreich angewandte Strategie dar. Jedoch kann es uns auf dem Weg hin zu meiner Utopie nicht helfen. Äußerer Druck formt zwar kurzfristig Gemeinschaften jedoch brauchen diese immer weiteren Druck um bestehen zu bleiben. Da hatte ich auch schon mal in deutlich verkopfter drüber geschrieben.
So’n bissl Geschichte habe ich aber auch mit genommen. Deshalb weiß ich, dass sich sich Veränderungen im allgemeinen echt langsam unter den Menschen verbreiten. Also liegt es konsequenterweise auf meinem Weg versuchen Positionen zu erarbeiten, im Diskurs weiter zu entwickeln, Ergebnisse aufzuarbeiten und natürlich dabei auch zu verbreiten. Insofern besteht mein aktueller Plan einfach aus drei Punkten: 1. überleben, 2. bilden, 3. diskutieren
Zugegeben, etwas unkonkret, aber wolltet ihr jetzt lesen, dass ich jetzt ersmal arbeite, bis ich meine Schulden los geworden bin. Dann noch ein bissl weiter arbeite, bis ich nen kleines Polster habe, um dann irgendwo weit weg in den Norden mit viel Natur und Interwebz zu ziehen und Bücher zu schreiben? Ne, oder? ;)
So, ich geh dann mal die Beschreibung von meinem Blog hier ändern und danach fange ich vielleicht noch mit dem Artikel an, den ich eigentlich schreiben wollte, als ich merkte, dass ich den Grundstein hier brauchte…
Mag nicht am Zwang zerbrechen
21/09/11
Da steh ich, übend in Zufriedenheit.
Streite mit Worten für die Freiheit.
Streite mich über Gleichgestelltheit.
Da wissend meiner Unvollständigkeit.
Mag nicht mehr stets aussichtslos hoffen.
Mag nicht die Hoffnung der Gebundenen.
Mag nicht das Jammern der Geschundenen.
Mag nicht mehr, von Tagträumen getroffen,
Mir die Linderung durch in Überwindung
Durch die Leitung Angeschriebe erhoffen.
Durch dies Verhalten, ich sag’s ganz offen,
Mir erschien wie normativ geprägter Dung.
Mag nicht von Gnade abhängen.
Mag meine Evolution genießen.
Mag’s endlich nimma vermissen.
Mag nicht am Zwang zerbrechen.
Abgestumpft?
08/09/11
Ich seh den Schmerz in deinen Augen.
Ich geh vorbei, will es nicht ertragen.
Ihr verletzt euch nach alten Mustern.
Ihr zersetzt euch mit alten Lastern.
Die Leiden sind mir vertraut, die dich bedrücken.
Kenn dich zwar nicht und doch ist’s wohlbekannt.
Kenn Mechanismen, Methoden, Möglichkeiten.
Die Wissenschaft erklärt’s, meiner Denke verwandt.
Doch schreckte ich noch jedes Mal zurück,
Wenn ich mir vertraute Abgründe erblickte.
Wenn Hilfe nötig, aber kaum möglich wirkte.
Doch hattich’s nicht beschlossen? Kein Stück
Wollt ich abweichen vom Pfad des Denkers.
Wollt die Zeit sparen für den des Schreibers.
Wichtig ist’s dass meine Art dem Pfade folgt.
Wichtig auch, nicht falschem Gewissen gebeugt.
Interesse geweckt,
Emotionen erweckt,
Indizien gecheckt,
Erscheinen schmeckt.
Kontakt erhalten,
Karma wirken,
Ansichten walten,
Absichten galten.
Zuneigung ersehen,
Gefühle überragen,
Zweifel entstehen,
Gedanken überschlagen!
Emotionen entschlackt,
Erleichterung erschreckt,
Aufbruch lockt,
Abkühlen rockt.
Nacht.Ich.Wir.Ihr.Du!
18/07/10
Es ist Nacht.
Ich sitze hier und frage mich. Frage mich, ob ich wohl den bald schlafen kann.
Frage mich, wie lang es noch dauern wird, bis ich zu mir finden werde.
Frage mich, wie ich die simple aber ehrliche Liebe meines Katers verdient habe.
Ich sitze hier und frage mich. Frage mich, ob ich dich wohl jemals finden werde.
Ich bin anders.
Allein bin ich hier. Somit kann ich zu mir stehen und kraftvoll meinen Weg verfolgen.
Somit kann ich die Einsamkeit in den Herzen der Menschen auf den Straßen sehen.
Somit kann ich abseits ausgetrampelter Pfade denken, versuchen das ganze Bild zu fassen.
Allein bin ich hier. Somit kann ich einsam unter den vertrautesten Freunden sein.
Die Welt ist voll Leid & Freude.
Wer kann all dies erkennen? Wer kann dabei immer noch Liebe für uns empfinden?
Wer kann mit offenen Augen gehen ohne an die Lügen für die einfachen zu glauben?
Wer kann mit offenen Augen nicht den Schauermärchen für die skeptischen verfallen?
Wer kann all dies erkennen? Wer kann sehen, was ich zu sehen glaube?
Ich warte auf dich.
Feiern
03/11/09
Eines Sonntagabends vor einigen Jahren begab es sich , dass ein befreundeter Gast zur später Stunde klingelte. Ich bat ihn herein, bot ihn ein Bier an und fragte ihn, nachdem er dankend annahm und sich entspannt zurück gelehnt hatte, ob er denn letzte Nacht zu viel gefeiert hätte, denn er sah wirklich arg mitgenommen aus. “Feiern?”, sagte er, “Ja. Das habe ich. Aber anders als du es dir vielleicht vorstellst. Ich erzähl dir mal, was für mich feiern ist!”
Man begegnet ihm wieder immer wieder, in Diskussionen, Erläuterungen, Abhandlungen und Büchern: Den allgemein weit verbreiteten Glauben, dass Menschen natürlicherweise immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und, mehr oder weniger verborgen unter dem Deckmantel von Kultur, zuerst nach sich selbst schauen.
Dieser Betrachtungsweise liegt ein wahrer Kern zugrunde. So besteht in der Philosophie des Geistes ein breiter Konsens, dass der Eigennutz ein entscheidende Faktor für die menschliche Motivation darstellt. Wir wissen allerdings auch schon länger, und nicht zuletzt aus der Soziologie, dass der Mensch erst im Laufe seiner Entwicklung lernt, was es heißt, Mensch zu sein. Deswegen nennen wir das auch “erwachsen werden” oder Sozialisierung. (weiterlesen …)
